Neisser-Färbung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Neisser-Färbung ist eine mikrobiologische Färbung zur Darstellung von sog. Polkörperchen (metachromatische Granula, Polkörnchen, Polyphosphat-Granula) im Zytoplasma mancher gram-positiver Bakterien. Die Neisser-Färbung spielt vor allem bei der Diagnostik von Corynebacterium diphtheriae eine Rolle. Die Polkörperchen stellen sich nach dieser Färbung blauschwarz dar.

[Bearbeiten] Methode

Das hitzefixierte Präparat wird zwei Minuten in einer frisch angesetzten Lösung aus einem Volumenteil wässrig-alkoholischer Kristallviolett-Lösung und zwei Volumenteilen einer wässrigen Eisen-Methylenblau-Lösung bedeckt. Die Gegenfärbung erfolgt eine Minute mit einer wässrigen Chrysoidin-Lösung.

Die Polkörperchen sind blauschwarz, während sich das übrige Bakterium gelbbraun darstellt.

[Bearbeiten] Historisches

Die Färbetechnik wurde von dem Bakteriologen Max Neisser (*1869, †1938, Frankfurt am Main) entwickelt.

[Bearbeiten] Weblinks

Neisser-Färbung

Persönliche Werkzeuge