Nekselø

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Nekselø
Nexelø
Nekselø von Osten gesehen
Nekselø von Osten gesehen
Gewässer Sejerø Bugd, Kattegat
Geographische Lage 55° 46′ 49″ N, 11° 17′ 30″ O55.78033333333311.29172222222241Koordinaten: 55° 46′ 49″ N, 11° 17′ 30″ O
NekseløNexelø (Dänemark)
NekseløNexelø
Länge 3,8 km
Breite 1 km
Fläche 2,23 km²
Höchste Erhebung Elmebjerg
41 m
Einwohner 19 (1. Januar 2014[1])
8,5 Einw./km²
Hauptort Strandsbjergård
Fähranleger im Osten der Insel
Fähranleger im Osten der Insel
Nekselø-Fähre
Satellitenbild mit Sejerø und Nekselø

Nekselø auch Nexelø ist eine dänische Insel im Kattegat, westlich vor Seeland. Sie gehört zur Kommune Kalundborg. Die Insel ist Teil des Verbandes dänischer Kleininseln (Sammenslutningen af danske småøer), hat eine Fläche von 2,23 km²[2] und 19 Einwohner (1. Januar 2014).[1]

Die Insel gehört zur Kirchspielsgemeinde (dän.: Sogn) Føllenslev, die bis 1970 in der Harde Skippinge im Amt Holbæk lag. Mit der Auflösung der Harden im Jahr 1970 gehörte sie dann zur Kommune Bjergsted im damaligen Vestsjællands Amt, die wiederum im Zuge der Kommunalreform zum 1. Januar 2007 in der Kalundborg Kommune in der Region Sjælland aufging.

Geographie[Bearbeiten]

Die Insel ist eine Moräneninsel, die aus einer Reihe von Hügeln besteht. Nekselø entstand mit der benachbarten Insel Sejerø sowie den Halbinseln Asnæs, Røsnæs und Sjællands Odde während der Eiszeit durch Ablagerungen einer Gletscherzunge.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Besiedelung während der Stein- und Eisenzeit ist durch diverse Funde im Norden zwischen Sømose und Pandebjerg sowie im Süden zwischen Guldbjerg und Ømekul nachgewiesen.

1157 benutzte Waldemar I. (Dänemark) die Insel als Nothafen auf seiner Flucht nach Jütland. Die Insel wurde das erste Mal 1203 urkundlich als "Nixlæ" erwähnt. 1529 übergab Friedrich I. die Insel an das Bistum Roskilde.

Unter Friedrich III. wurde Hans Rostgaard 1684 für Verdienste im Schwedenkrieg mit dem Krongut Krogerup belohnt, zu dem Nekselø damals gehörte. Die Familie blieb bis 1805 im Besitz der Insel. Dann kauften die Bauern die Insel vom Gut Krogerup für 6500 Reichstaler.

Die Schule wurde um 1850 und die Kirche im Jahr 1931 erbaut, die Schule wurde 1973 geschlossen.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Die Insel verbindet eine mehrmals täglich verkehrende Personenfähre (bis 2012 als Autofähre, seit 2013 nur noch für Fußgänger) mit Havnsø. Der Fährhafen ist auf der östlichen Seite in der Mitte der Insel bei Strandsbjergård. Die Zufahrt zu den Höfen vom Hafen erfolgt über den Hauptweg, der Rest der Insel ist nur über Fußwege zugänglich.

Leuchtfeuer[Bearbeiten]

Im Norden der Insel befindet sich ein aus Ober- und Unterfeuer bestehendes Richtfeuer.

Landschaft und Natur[Bearbeiten]

Die Insel wurde 1951 unter Naturschutz gestellt, der 1985 zum Schutz der Rotbauchunke verschärft wurde. Strand und unbestellte Felder dürfen während der Vogelbrutzeit vom 1. April bis 15. Juni nicht betreten werden.

An den Abhängen der östlichen Küste befindet sich der „Trollwald“, der als Naturwald geschützt ist, das heißt, dass nichts gefällt oder entfernt wird. Früher bestand der Wald überwiegend aus Ulmen und Eschen. Seit dem Ulmensterben wachsen zwischen den Eschen Linden und Spitzahorn. Im Südosten befindet sich bei Guldbjerg ein See der von Fischen freigehalten wird, um die dort vorkommenden Unken und Frösche zu schützen. Der Süden der Insel besteht aus Strandwiesen, die durch Hebung der Meeresbodens entstanden sind. Im Westen befinden sich Windflüchter. Diese Kiefern sind das Wahrzeichen der Insel. Im Norden befindet sich der größte der See der Insel - Sømose - mit einer Lachmöwen-Kolonie. In früheren Zeiten wurden hier bis zu 500 Möweneier täglich gesammelt.

Auf der Insel gibt es zwei ausgeschilderte Wanderwege (Nord- und Südstrecke, Laufzeit je ca. 1,5 - 2 Stunden); beide sind allerdings nur für Fußgänger geeignet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF4: Folketal pr. 1. januar fordelt på øer (dänisch)
  2. Danmarks Statistik: Statistical Yearbook 2009 - Geography and climate, Table 3 Area and population. Regions and inhabited islands (englisch; PDF; 39 kB)

Weblinks[Bearbeiten]