Nentershausen (Hessen)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Hersfeld-Rotenburg | |
| Höhe: | 299 m ü. NN | |
| Fläche: | 57,06 km² | |
| Einwohner: |
2.897 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 51 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 36214 | |
| Vorwahlen: | 06627, 05653 (Mönchhosbach) | |
| Kfz-Kennzeichen: | HEF | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 32 013 | |
| Gemeindegliederung: | 6 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Burgstraße 2 36214 Nentershausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Ralf Hilmes (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Nentershausen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg | ||
Nentershausen ist eine Gemeinde im Nordosten von Hessen, Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Die Gemeinde liegt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im osthessischen Bergland. Dort befindet sie sich im Zentrum des Richelsdorfer Gebirges, zwischen der Fulda im Westen und der Werra im Osten. Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsbereich der Hasel, die bei Sontra in den Fluss Sontra mündet.
Die nächstgrößeren Städte sind Bad Hersfeld (etwa 25 km südwestlich), Eisenach (etwa 30 km östlich) und Eschwege (etwa 25 km nördlich).
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Nentershausen grenzt im Norden und Osten an die Stadt Sontra (im Werra-Meißner-Kreis), im Südosten an die Gemeinde Wildeck, im Süden an die Gemeinde Ronshausen sowie im Westen an die Stadt Bebra und die Gemeinde Cornberg (alle im Landkreis Hersfeld-Rotenburg).
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht neben Nentershausen aus den Ortsteilen Bauhaus, Dens, Mönchhosbach, Süß und Weißenhasel.
[Bearbeiten] Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung eines der Ortsteile stammt aus dem Zinsregister des Klosters Helmershausen (gehört heute zur Einheitsgemeinde Rhönblick). Hier wurde im Jahre 1120 Hasels als Hasolo in Thuringia erwähnt. Tense folgte im Jahre 1195 und Susse im Jahre 1267, das Hermann von Trott als Lauterbergisches Lehen erhalten hatte. Die anderen Orte folgen im Laufe des 14. Jahrhunderts.
Um 1300 erbaute Ludwig I. von Baumbach die Burg Tannenberg.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Im Zuge der Gebietsreform schlossen sich die oben genannten Gemeinden am 31. Dezember 1971 zur Großgemeinde Nentershausen zusammen.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeindevertretung
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis (im Vergleich zu vorangegangenen Wahlen):
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 63,3 | 9 | 63,5 | 15 | 63,6 | 15 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 36,7 | 6 | 36,5 | 8 | 36,4 | 8 |
| gesamt | 100,0 | 15 | 100,0 | 23 | 100,0 | 23 | |
| Wahlbeteiligung in % | 63,6 | 61,9 | 67,1 | ||||
[Bearbeiten] Bürgermeister
Der ehemalige Bürgermeister Lothar Schmidt (SPD) wurde am 10. September 2000 mit einem Stimmenanteil von 90,6 % in seine vierte Amtszeit gewählt. Die erste Wahl von Lothar Schmidt erfolgte am 17. Dezember 1982, für die am 1. Januar 1983 beginnende Amtszeit. Am 3. September 2006 wurde Ralf Hilmes (SPD) mit einem Stimmenanteil von 71,7 % gewählt und löste damit am 1. Januar 2007 Lothar Schmidt als Bürgermeister ab.
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: Das Wappen zeigt unter silbernem Schildhaupt im von Grün und Silber zu sechs Zinnen zinnengeteilte Schilde, oben drei grüne Tannen im Tannenschnitt, unten einen mit goldenem Schlegel und Eisen belegten grünen Dreiberg im Schildfuß.
Das Wappen wurde der Gemeinde am 4. November 1981 durch den Hessischen Minister des Inneren verliehen.
Beschreibung: Die Tannen im oberen Teil des Schildes weisen auf den Waldreichtum der Gemeinde hin. Die sechs Zinnen versinnbildlichen die sechs Ortsteile und die Burg Tannenberg. Schlegel und Eisen weisen auf die Bergbauvergangenheit hin. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde in Nentershausen Kupferschiefer abgebaut.
[Bearbeiten] Interkommunale Zusammenarbeit
Zusammen mit den Nachbargemeinden Herleshausen und der Stadt Sontra (beide Werra-Meißner-Kreis) wurde am 14. Oktober 2006 der Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit gegründet. Hieraus entwickelt sich eine enge Kooperation dieser drei Gemeinden mit teilweise bereits übergeordneter Erledigung in Eigenverantwortung von gemeinsamen Aufgaben aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur (Bildung), Freizeitgestaltung (Tourismus) und Landwirtschaft.
[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaften
- Ligueil (Département Indre-et-Loire in Frankreich, seit 1990)
- Brotterode-Trusetal (Thüringen, seit 1990)
- Bezirk Steglitz, heute Bezirk Steglitz-Zehlendorf (in Berlin, seit 1966)
Eine Patenschaft bestand zur 4. Kompanie des Panzeraufklärungsbataillons 5 in Sontra. Diese Patenschaft wurde am 31. Dezember 2007 durch die Auflösung des Panzeraufklärungsbataillons 5 beendet.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museen
- Heimat- und Bergbaumuseum (mit Schwerpunkt Kupferschiefer und Schwerspat Bergbau) im ehemaligen Amtsgericht
[Bearbeiten] Bauwerke
- Burg Tannenberg (im 13. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut, seit 1360 im Besitz der Familie von Baumbach)
- evangelische Kirche Nentershausen (wurde 1696 bis 1706 im Stil des Barocks umgebaut)
- Fachwerkrathaus in Nentershausen
[Bearbeiten] jüdische Vergangenheit
- Synagoge: Der um 1810 errichtete Fachwerkbau wurde 1938 verwüstet und im Jahre 1987 abgetragen, um im Hessenpark bei Neu-Anspach wieder aufgerichtet zu werden. Nach dem Neubau der Mikwe, des Ritualbads, konnte der Bau und die Inneneinrichtung einschließlich der Emporen bis zum Jahre 1996 fertig gestellt werden.
- jüdischer Friedhof: Der Friedhof wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts eingerichtet und bis in die 1930er Jahre belegt.
[Bearbeiten] Naturdenkmäler
In Nentershausen gibt es eine etwa 600 Jahre alte geschützte Dorf- bzw. Gerichtslinde.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Denser Seefest
- Burgfest auf Burg Tannenberg
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Henriette Dorothea (Dortchen) Wild (heiratete 1825 Wilhelm Grimm)
- Franz Brandl (Theodor Heuss verlieh dem Bergmann 1951 das erste Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland) [2].
- Karl-Ernst Schmidt (geboren in Dens, seit September 2003 Landrat des Landkreises Hersfeld-Rotenburg)
[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Adolph Freiherr Knigge (er heiratet 1773 Henriette von Baumbach, deren Güter und Burg Tannenberg hier liegen. Er wohnte zeitweise auch hier.)
[Bearbeiten] Literatur
- Ludwig Büff: Zur Geschichte von Nentershausen. Blücher Verlag, Merzhausen 2004, ISBN 3-934249-06-X
- Der Gemeindevorstand der Gemeinde Nentershausen: Nentershausen Bilder aus vergangenen Tagen. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1992, ISBN 3-89264-733-X
- Der Gemeindevorstand der Gemeinde Nentershausen: Süß - das Dorf und seine Menschen. Hoehl-Druck, Bad Hersfeld 2005
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ Foto und kurzer Text beim Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Nentershausen – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien - Denser Kirche
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