Neohesperidin-Dihydrochalkon

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Strukturformel
Struktur von Neohesperidin-Dihydrochalkon
Allgemeines
Name Neohesperidin-Dihydrochalkon
Andere Namen
  • 1-(4-((2-O-[6-Deoxy-α-L-mannopyranosyl]- β-D-glucopyranosyl)oxy)-2,6-dihydroxyphenyl)- 3-[3-hydroxy-4-methoxyphenyl]-1-propanon
  • E 959
Summenformel C28H36O15
CAS-Nummer 20702-77-6
PubChem 30231
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 612,59 g·mol−1
Schmelzpunkt

156–158 °C [1]

Löslichkeit
  • schlecht in kaltem Wasser (0,4–0,5 g·l−1 bei 20 °C)[2]
  • gut in warmem Wasser (650 g·l−1 bei 80 °C)[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Neohesperidin-Dihydrochalkon (NHDC) (E 959) ist ein kalorienfreier Süßstoff, dessen Süßkraft etwa 400–600 mal stärker ist als die von Zucker. Er ist seit 1994 in Deutschland zugelassen und verstärkt die Wirkung anderer Süßstoffe. Der Stoff wird aus den in Zitrusfrüchten vorkommenden Flavonoiden Neohesperidin bzw. Naringin hergestellt.[2] Er hat eine hohe Hitzebeständigkeit, ist sehr gut lagerfähig und hat einen Lakritze- bzw. Mentholnachgeschmack, der durch die Mischung mit anderen Süßstoffen in Lebensmitteln überdeckt wird. Der Stoff wird unverdaut mit dem Urin ausgeschieden.

Er wird z. B. in Getränken, Kaugummi, Halbfettmargarine, Speiseeis und Arzneimitteln verwendet.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Die Europäische Union schreibt eine erlaubte Tagesdosis von 5 mg/kg Körpergewicht täglich vor. In den USA wird Neohesperidin-Dihydrochalkon von der FEMA als im Besitz des GRAS-Status (generally recognized as safe) gelistet, während die Substanz in den rechtlich bindenden GRAS-Listen der amerikanischen FDA nicht erscheint.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Datenblatt Neohesperidin dihydrochalcone bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. Juni 2011 (PDF).
  2. a b c Eintrag zu Neohesperidin-Dihydrochalkon. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 6. Juni 2014.

Siehe auch[Bearbeiten]