Känozoikum

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Ära-
them
System Serie ≈ Alter (mya)
Käno-
zoikum
Quartär Holozän 0,0117–0
Pleistozän 1,806–0,0117
Neogen Pliozän 5,332–1,806
Miozän 23,03–5,332
Paläogen Oligozän 33,9–23,03
Eozän 55,8–33,9
Paläozän 65,5–55,8
tiefer tiefer tiefer älter

Das Känozoikum (griech. καινος "neu", ζωον "Tier"), auch als Erdneuzeit bezeichnet, ist das Erdzeitalter, das innerhalb des Äons Phanerozoikum auf das Mesozoikum (Erdmittelalter) folgt. Ein veralteter Name ist Neozoikum. Der Beginn des Känozoikums wird vor etwa 65,5 Millionen Jahren nach dem Massenaussterben der Kreidezeit (u.a. der großen Dinosaurier) angesetzt. Das Känozoikum umfasst die geologische Entwicklung des heutigen Europa und der anderen Kontinente mit der Auffaltung der Alpen und des Himalayagebirges bis zu ihrer heutigen Form und die Radiation und Entwicklung der heutigen Tier- und Pflanzenwelt, vor allem der Säugetiere. Während das Klima zu Beginn dieses Erdzeitalters noch sehr warm war, begann vor rund 2,6 Millionen Jahren das jüngste Eiszeitalter mit der Vereisung des Nordpols. Die Inlandvereisung am Südpol begann bereits vor 38 Mio. Jahren. Das Känozoikum dauert bis in unsere Gegenwart an.

[Bearbeiten] Gliederung des Känozoikums

Stellung des Känozoikums im Phanerozoikum:

Das Känozoikum wird in folgende Systeme untergliedert (oben das jüngste, unten das älteste):

Das Känozoikum wurde früher in die Periode des Tertiärs mit Paläozän, Eozän, Oligozän, Miozän und Pliozän und in die Periode des Quartärs mit Pleistozän und Holozän unterteilt. Heute ist die Einteilung in drei Systeme üblich: das Paläogen (mit Paläozän, Eozän und Oligozän) ist der älteste Zeitabschnitt, darauf folgt das Neogen (mit Miozän, Pliozän) und das Quartär (mit Pleistozän und Holozän, die die jüngsten Ablagerungen darstellen).

[Bearbeiten] „Tertiär“

Schon im Jahre 1759 fielen dem italienischen Geologen Giovanni Arduino die wenig verfestigten Gesteinsformationen auf, die er als montes tertiarii (dritte Berge) den aus Kalk bestehenden montes secundarii (zweite Berge) und den aus Granit, Basalt oder Schiefer zusammengesetzten montes primitivi (ursprüngliche Berge) gegenüberstellte. Aus diesen Bezeichnungen ergibt sich bereits eine Reihung in der Entstehung und im Alter. Die Gebirge, die im „Tertiär“ entstanden, sind alpidisch. Die Bezeichnung „Tertiär“ wird jedoch seit 2004 in der Geologischen Zeitskala nicht mehr verwendet.

[Bearbeiten] Siehe auch

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