Nephele (Wolke)

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Nephele (griechisch Νεφέλη) ist in der griechischen Mythologie eine Wolke, die Zeus in der Gestalt Heras erschafft, als diese von Ixion - dem König der Lapither, dem Zeus zu Unsterblichkeit verholfen hat - auf einem Gelage der Götter im Olymp bedrängt wird.

Als Ixion dieses Trugbild nun in seinem Weinrausch „nimmt“, wird der Kentauros geboren, ein Bastard, halb Mensch, halb Pferd, der später mit den Stuten am Berg Pelion die Kentauren zeugt.

In der Folge wandelt Nephele trostlos durch die Hallen des Olymp, bis sie auf Befehl der Hera von Athamas, dem Herrscher über Böotien, geehelicht wird und so die Mutter des Phrixos und der Helle wird. Athamas aber nimmt sich in seinem Palast am Fuße des Berges Laphystion Ino zur Geliebten, die Tochter des Kadmos, des Gründers von Theben. Er zeugt mit dieser den Learchos und den Melikertes.

Nephele klagt diesen Ehebruch der Hera, die, wie so oft in solchen Fällen, Rache schwört. Als Nephele den Männern Böotiens von der Absicht Heras erzählt und den Tod des Athamas fordert, fürchten diese ihren Herrscher allerdings mehr als Hera, während die Frauen wiederum Ino ergeben sind, die ein Komplott schmiedet, das dem Phrixos das Leben kosten würde, würde nicht Herakles zu dessen Rettung herbei eilen.

(In anderen Versionen rettet ein Widder mit goldener Wolle, der sprechen kann, und den Hermes auf die Bitten Nepheles geschickt hat, den Phrixos und trägt auch Helle davon, die nicht mehr bei ihrem Vater bleiben will.)

Anlässlich einer anderen Begebenheit gerät Nephele aber in Konflikt mit Herakles: Als sich dieser auf dem Weg nach Erymanthos befindet, wird er vom Kentauren Pholos gastfreundschaftlich aufgenommen und bewirtet und bekommt schließlich auch von dem dort gelagerten Wein zu trinken, der gemeinsames Eigentum aller Kentauren ist. Sie stürmen erzürnt herbei und Herakles tötet zwei von ihnen. Da aber lässt es Nephele, die Großmutter der Kentauren, regnen, so dass der Bogen des Herakles aufgeweicht wird, was ihn aber, ganz Heros, nicht darin hindert, einige Kentauren mehr zu töten.

Literatur[Bearbeiten]