Neroli Fairhall

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Neroli Susan Fairhall (* 26. August 1944 in Christchurch; † 11. Juni 2006 ebenda) war eine neuseeländische Sportlerin, die als erster Mensch mit Querschnittlähmung an den Olympischen Spielen teilnahm.

Nachdem sie ab dem Alter von 24 Jahren durch einen Motorradunfall vom Bauch abwärts gelähmt war (Paraplegie), begann sie 1974 mit dem Bogenschießen. Bereits zu den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau war sie nominiert, konnte jedoch aufgrund des Boykotts der Spiele durch die meisten westlichen Staaten einschließlich Neuseeland nicht teilnehmen. Bei den Paralympischen Spielen in Arnheim im gleichen Jahr gewann sie eine Goldmedaille, ebenso wie bei den erstmals ausgetragenen Wettkämpfen im Bogenschießen während der Commonwealth Games in Brisbane zwei Jahre später. Im Jahr 1984 nahm sie an den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles teil und belegte den 35. Platz.

Oft zitiert wurde ihre Antwort auf die Frage eines englischen Journalisten nach ihrem Sieg bei den Commonwealth Games, ob es für sie ein Vorteil sei, im Sitzen zu schießen:

„I don't know. I've never shot standing up.
Ich weiß es nicht. Ich habe nie im Stehen geschossen.“

Neben ihren internationalen Erfolgen errang sie mehrere Landesmeistertitel in Neuseeland. Für ihre Verdienste um den Sport wurde sie als Mitglied in den Order of the British Empire aufgenommen. Nach ihrem Rückzug vom aktiven Sport im Jahr 2001 wirkte sie als Trainerin für Bogenschießen in ihrem Heimatverein.

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