Nersingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nersingen
Nersingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nersingen hervorgehoben
48.42888888888910.121944444444465Koordinaten: 48° 26′ N, 10° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Neu-Ulm
Höhe: 465 m ü. NN
Fläche: 24,27 km²
Einwohner: 9240 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 381 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89278
Vorwahl: 07308
Kfz-Kennzeichen: NU
Gemeindeschlüssel: 09 7 75 134
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Rathausplatz 1
89278 Nersingen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Erich Winkler

Nersingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm in Mittelschwaben, Bayern.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Durch das Nersinger Gemeindegebiet fließen drei Flüsse: Die Donau im nördlichen Teil der Gemeinde und deren beiden Zuflüsse Roth und Leibi, welche Nersingen von Süd nach Nord durchqueren. Auch befinden sich in Nersingen einige Wassergräben und mehrere Baggerseen, die durch den Kiesabbau entstanden sind.


[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt an die Gemeinden Elchingen, Leipheim, Bibertal, Pfaffenhofen an der Roth und Neu-Ulm.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde Nersingen besteht aus dem Hauptort Nersingen, sowie den Teilorten Straß, Leibi, Unterfahlheim und Oberfahlheim.

[Bearbeiten] Geschichte

Frühe Funde um Nersingen wurden vielfach in verlandeten Altarmen der Donau gemacht. Die dort geborgenen Gegenstände sind im Laufe der Jahrtausende aus unterschiedlichen Gründen in den Fluß gekommen. So wurde ein spätbronzezeitliches Vollgriffschwert vom Typ Rixheim bei Nersingen-Leibi geborgen, weitere, aus der selben Fundregion stammende Schwerter gehören zu den urnenfelderzeitlichen Griffzungenschwertern.[1] 1982 hat der Luftbildarchäologe Otto Braasch.[2] ein römisches Kleinkastell westlich von Nersingen an einer alten Furt entdeckt. Die Befestigung wurde 1983/84 ergraben. Dabei konnte festgestellt werden, dass diese Holz-Erde-Anlage zusammen mit einem ähnlich Lager bei Burlafingen im Zuge der tiberisch-claudischen Donaugrenzsicherung um 40 n. Chr. entstand. Mit dem Vorverlegen der römischen Reichsgrenze über die Donau nach Norden wurde das Kastell um 80 n. Chr. wieder aufgegeben.


[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 20 Mitglieder zuzüglich des Bürgermeisters.

CSU SPD Freie Wähler Umweltliste Gesamt
2002 9 6 4 1 20 Sitze
2008 11 5 4 - 20 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

[Bearbeiten] Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter silbernem Wellenschildhaupt durch einen gestürzten goldenen Flachsparren geteilt; oben in Blau ein von fünf goldenen Scheiben beseitetes schwarzes Mühlrad; unten durch einen goldenen Pfahl gespalten von Schwarz und Rot, vorne ein schräger goldener Rautenkranz, hinten zwei silberne Schräglinksbalken.


[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Unternehmen

[Bearbeiten] Verkehr

Nersingen liegt direkt an der Bundesautobahn 7 und der Bahnstrecke Ulm - München, Nahverkehrszüge halten allerdings nur noch im Bahnhof Nersingen. Der im Ortsteil Unterfahlheim liegende Bahnhof wird nicht mehr bedient. Durch die Gemeindeteile Unterfahlheim, Oberfahlheim und Nersingen führt die Bundesstraße 10. Buslinien verbinden Nersingen mit Ulm, Neu-Ulm, Günzburg und Ichenhausen.

[Bearbeiten] Bildung

In Nersingen gibt es zwei Grundschulen sowie eine Grund- und Hauptschule im Ortsteil Straß.


[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • „Bräuhaus Seybold“ in Nersingen
  • „Museum für bildende Kunst“ in Oberfahlheim
  • „St. Johann Baptist“ in Straß
  • „St. Dionysius“ in Oberfahlheim
  • „St. Nikolaus“ in Nersingen
  • "St. Leonhard" in Leibi

[Bearbeiten] Literatur

  • Michael Mackensen, Angela von den Driesch: Frühkaiserzeitliche Kleinkastelle bei Nersingen und Burlafingen an der oberen Donau, C.H. Beck, 1987, ISBN 3406317499
  • Thomas Fischer, Erika Riedmeier-Fischer: Der römische Limes in Bayern, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008. ISBN 3791721208. S. 187, Abb. 139
  • Thomas Fischer: Die Römer in Deutschland, Konrad Theiß Verlag, Stuttgart 1999. ISBN 3806213259. S. 59.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hans-Peter Kuhnen (Hrsg.): Abgetaucht, aufgetaucht – Flußfundstücke. Aus der Geschichte. Mit ihrer Geschichte. Ausstellungskatalog. Rheinisches Landesmuseum Trier, Trier 2001, ISBN 3-923319-48-7. S. 56; Abb. 57.
  2. Rainer Christlein, Otto Braasch: Das unterirdische Bayern – 7000 Jahre Geschichte und Archäologie im Luftbild‎, 3. Auflage, Konrad Theiß Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3806208557. S. 65.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Nersingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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