Nesta Carter

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Nesta Carter Leichtathletik
Nesta Carter Tyson Gay 2010 Memorial Van Damme.jpg

Nesta Carter (Bildmitte) 2010 in Brüssel

Nation JamaikaJamaika Jamaika
Geburtstag 10. November 1985
Größe 178 cm
Gewicht 70 kg
Karriere
Disziplin Sprint
Bestleistung 9,78 s (100 m)
20,25 s (200 m)
Verein MVP Track & Field Club
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Hallen-WM 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold Peking 2008 4×100 m
Gold London 2012 4×100 m
Weltmeisterschaften
Silber Osaka 2007 4×100 m
Gold Daegu 2011 4×100 m
Bronze Moskau 2013 100 m
Gold Moskau 2013 4×100 m
Hallenweltmeisterschaften
Silber Istanbul 2012 60 m
letzte Änderung: 11. August 2013

Nesta Carter (* 10. November 1985) ist ein jamaikanischer Sprinter. Er ist Weltmeister und zweifacher Olympiasieger mit der Staffel.

Karriere[Bearbeiten]

Mit einer Zeit von 10,11 s über 100 Meter, gelaufen am 23. Juni 2007 in Kingston, qualifizierte sich Carter für die Weltmeisterschaften in Ōsaka. Dort schied er zwar im Halbfinale des Einzelbewerbs aus, gewann aber mit der jamaikanischen 4 × 100 m Staffel die Silbermedaille.

Am 22. Juli 2008 blieb er in Stockholm mit 9,98 s zum ersten Mal unter zehn Sekunden. Bei den Olympischen Spielen in Peking war er nur in der Staffel am Start und verbesserte mit dieser im Finale den 18 Jahre alten Weltrekord um drei Zehntelsekunden auf 37,10 s.

Seine persönliche Bestleistung liegt bei 9,78 s, aufgestellt am 29. August 2010 in Rieti. Am 4. Juni 2011 lief er in Eugene 9,92 s und sicherte sich dort den dritten Platz. Bei dem Memorial Van Damme am 16. September überquerte er nach 9,89 s das Ziel und stand als Zweiter hinter Usain Bolt auf dem Podest.

Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2011 in Daegu erreichte er das Finale über 100 Meter und wurde mit einer Zeit von 10,95 s Siebter. Zusammen mit Michael Frater, Yohan Blake und Usain Bolt gewann er bei diesen Weltmeisterschaften im 4-mal-100-Meter-Staffelwettbewerb die Goldmedaille. Die jamaikanische Staffelmannschaft stellte dabei mit einer Zeit von 37,04 s einen neuen Weltrekord auf.

Bei den Hallenweltmeisterschaften 2012 in Istanbul lief er im Finale über 60 Meter mit 6,54 s auf den zweiten Platz. Für die Olympischen Spiele in London konnte er sich bei den Jamaican Trials nicht qualifizieren. Über 100 Meter kam er mit 10,01 s auf den sechsten Platz, über 200 Meter reichten 20,45 s nur für Position fünf. Dennoch wurde er für die jamaikanische Staffelmannschaft nominiert. In London gewann er mit Usain Bolt, Yohan Blake und Michael Frater Gold und stellte mit 36,84 s gleichzeitig einen neuen Weltrekord auf. Er profitierte dabei von einer Verletzung Asafa Powells, der ursprünglich als Läufer vorgesehen war. Am 17. August kam er bei der DN Galan in Stockholm hinter Ryan Bailey mit 10,06 s auf den zweiten Platz. Bei seinem Sieg in Dubnica nad Váhom zeigte er sich mit 10,01 s in guter Verfassung für das Saisonfinale, bei der Weltklasse Zürich lief er dann mit 9,95 s auch auf den zweiten Platz.

Am 21. Juni 2013 verpasste er bei den jamaikanischen Meisterschaften als Vierter über 100 Meter die Qualifikation für die WM in Moskau. Da der verletzte Titelverteidiger Yohan Blake seine Wildcard nicht nutzen konnte, erhielt sie Bolt - der bei den Trials siegte - als Sieger der Diamond League 2012, womit Carter nachrückte und den vierten jamaikanischen 100-Meter-Startplatz zugesichert bekam. In Birmingham gewann er am 30. Juni mit 9,99 s. Am 13. Juli 2013 siegte er in Madrid vor Rakieem Salaam mit der zweitschnellsten Zeit des Jahres: 9,87 s. Kurz darauf tauchten bei mehreren jamaikanischen Teamkollegen positive Dopingproben auf. Carter wurde ebenfalls verdächtigt, was sich, nachdem sein Agent Adrian Laidlaw dies dementiert hatte, aber als Falschmeldung herausstellte. [1] Bei den Weltmeisterschaften gewann er erst mit Bronze in 9,95 s seine erste Einzelmedaille und später zum zweiten Mal nach Daegu Staffelgold. Bei dem ersten der beiden Diamond-League-Finals, in Zürich, belegte er mit 10,01 s den sechsten Platz, in Brüssel wurde er zum Abschluss der Saison in 9,94 s Dritter.

Mit dem Ziel eine Goldmedaille bei den Hallen-Weltmeisterschaften zu holen[2] startete Carter 2014 mit 60-Meter-Läufen in die Saison. Bei einem Freiluftmeeting in Jamaika lief er 6,52 s und bei dem prestigeträchtigen Birminghamer Indoor Wettkampf wurde er im Finale mit 6,53 s Zweiter.

Statistiken[Bearbeiten]

Wind-legale 100-Meter-Zeiten unter 10 Sekunden
(Maximal legaler Wind = 2 m/s)

Zeit (s) Wind (m/s) Datum Ort
9,78 0,9 29. Aug. 2010 Rieti
9,85 0,1 27. Aug. 2010 Brüssel
9,86 1,0 08. Aug. 2010 Nottwil
9,87 1,8 13. Juli 2013 Madrid
9,89 1,3 16. Sep. 2011 Brüssel
9,90 1,0 22. Juli 2011 Monaco
9,91 2,0 20. Sep. 2009 Shanghai
9,92 1,3 04. Juni 2011 Eugene
9,93 0,4 10. Juli 2011 Birmingham
9,94 0,6 06. Sep. 2013 Brüssel
9,95 -0,3 11. Aug. 2013 Moskau
9,95 -0,1 23. Aug. 2012 Lausanne
9,95 1,4 30. Aug. 2012 Zürich
9,95 1,5 29. Juni 2012 Kingston
9,96 0,1 22. Aug. 2010 Berlin
9,97 -0,5 21. Juni 2013 Kingston
9,97 -0,2 11. Aug. 2013 Moskau
9,98 0,2 02. Sep. 2008 Lausanne
9,98 0,6 24. Juni 2011 Kingston
9,98 1,0 22. Juli 2008 Stockholm
9,98 0,2 02. Sep. 2008 Lausanne
9,99 0,2 26. Juli 2013 London
9,99 1,0 30. Juni 2011 Lausanne
9,99 0,8 30. Juni 2013 Birmingham
9,99 1,2 10. Mai  2013 Doha
 
Entwicklung der Saisonbestleistung über 100 Meter

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten]

Disziplin Zeit (s) Ort Datum
50 m 5,67 New York, USA 28. Januar 2012
60 m 6,49 Birmingham, Großbritannien 18. Februar 2012
100 m 9,78 Rieti, Italien 29. August 2010
200 m 20,25 Kingston , Jamaika 7. Mai 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nesta Carter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nesta Carter nicht verdächtigt, SRF, 16. Juli 2013
  2. iaaf.org: Get Carter! Nesta looking for satisfaction in Sopot, 14. Januar 2014