Netsilik

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Boothia- und Melville-Halbinseln, Nunavut, Kanada.
Nunavut/Kanada, King-William-Insel hervorgehoben
Satelliten-Bild

Netsilik- oder richtiger Natsilik-Inuit, auch Natsilingmiut (Inuktitut für „Volk der Robbenjäger“ von „Natsiq“, Robbe), nennt sich eine kleinere Inuit-Gruppe, die an der arktischen Nordküste Kanadas auf der Halbinsel Boothia und auf der King-William-Insel zwischen dem 68. und 70. Grad n. Br. sowie dem 89. und 95. Grad w. L. beheimatet ist und heute in den Siedlungen Gjoa Haven, Kugaaruk und Taloyoak lebt. Ihre Zahl betrug 1923 nach Rasmussen 259 (150 Männer und 109 Frauen); um das Jahr 2000 lebten in den drei genannten Siedlungen rund 2.400 Inuit.

Ihre traditionellen Lebensgewohnheiten gelten als besonders gut bekannt, nachdem diese von Roald Amundsen (1903–1905) und Knud Rasmussen (1920er Jahre) erforscht wurden. Von 1959 bis 1965 hielt der amerikanische Anthropologe Asen Balikci die Lebensweise der Natsilik mit der Filmkamera fest. Wichtige Details vom Leben in der Siedlung Taloyoak hat Ernie Lyall 1979 in seiner Biografie „An Arctic Man“ festgehalten.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]