Nettetal
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf | |
| Kreis: | Viersen | |
| Höhe: | 40 m ü. NN | |
| Fläche: | 83,86 km² | |
| Einwohner: |
41.736 (31. Dez. 2010)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 498 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 41334 | |
| Vorwahlen: | 02153, 02157, 02158 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VIE | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 66 016 | |
| LOCODE: | DE NTL | |
| NUTS: | DEA1E | |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Doerkesplatz 11 41334 Nettetal |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Christian Wagner (CDU) | |
| Lage der Stadt Nettetal im Kreis Viersen | ||
Die Stadt Nettetal liegt am Niederrhein im Westen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Viersen im Regierungsbezirk Düsseldorf.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Stadt liegt im Herzen des Naturparks Maas-Schwalm-Nette in direkter Nachbarschaft zu den Niederlanden und umfasst sechs Stadtteile, die als räumlich getrennte Siedlungsflächen (Ortschaften) bestehen:
|
Stadtteile (Einwohner zum 31. Dezember 2010)[2] |
Ihren Namen verdankt die Gemeindefusion Nettetal dem Flüsschen Nette, das auf einer Länge von 12,25 Kilometern die Stadt durchfließt.
Zu Nettetal gehören zwölf Seen mit einer Fläche von rund 179 Hektar (vergleiche: Nette-Seen, Krickenbecker Seen). Ausgedehnte Wald- und Heideflächen mit einem großen Wanderwegenetz machen Nettetal zu einem zentralen Erholungsort im Naturpark Maas-Schwalm-Nette.
Hier die Namen der Seen, gegliedert nach den Flüsschen, von denen sie gespeist werden, und die ungefähre Größe:
An der Nette:
- Kleiner Breyeller See ca. 5,3 ha
- Großer Breyeller See ca. 9,2 ha
- Nettebruch ca. 13,2 ha
- Windmühlenbruch ca. 6 ha
- Ferkensbruch ca. 4,5 ha
- Kleiner de Wittsee ca. 4,5 ha
- Großer de Wittsee ca. 22,5 ha
- Schrolik ca. 15,5 ha
- Poelvennsee ca. 24,5 ha
An der Renne:
- Hinsbecker Bruch ca. 37,5 ha
- Glabbacher Bruch ca. 36,1 ha
Am Königsbach:
- Kälberweide ca. 5 ha
Nicht zuletzt die beiden staatlich anerkannten Erholungsorte Hinsbeck und Leuth unterstreichen die Bedeutung der relativ seen- und waldreichen Region als Naherholungsgebiet für den Ballungsraum Rhein-Ruhr.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Stadt Nettetal entstand am 1. Januar 1970 durch den Zusammenschluss der Gemeinde Leuth und größerer Gebietsteile der Gemeinden Breyell, Hinsbeck, Kaldenkirchen und Lobberich. Kaldenkirchen und Lobberich waren bereits Städte. Kleinere Teile der ehemaligen Gemeinden Amern, Boisheim, Brüggen und Grefrath sowie der Städte Dülken und Süchteln kamen hinzu.[3]
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Umrahmt von den vier Krickenbecker Seen liegt das Schloss Krickenbeck, in dem heute eine Tagungsstätte der WestLB untergebracht ist.
- Der Radweg Fietsallee am Nordkanal verläuft durch den Ort.
- Im Kaldenkirchener Grenzwald befinden sich das Naturschutzgebiet der Heidemoore, das Arboretum Sequoiafarm Kaldenkirchen sowie der Geo-hydrologische Wassergarten.
- Fliegerhorst Venlo-Herongen Venloer-Heide im Waldgebiet Leuth-Venlo, welches eine kleine Gedenkstätte am ehemaligen Flugfeld Venlo-Herongen beinhaltet. Außerdem lassen sich im Umkreis mehrere Ruinen von Flugzeughangaren, Wegen und die Freifläche des Flugfeldes an sich besichtigen
→ Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Nettetal
[Bearbeiten] Verkehr
Die Bundesautobahn 61 sowie der Maas-Wupper-Express mit Halt im Bahnhof Kaldenkirchen und im Bahnhof Breyell durchqueren Nettetal.
[Bearbeiten] Wappen
Da die Wappen der Ursprungsgemeinden nicht kombiniert werden konnten, wurde am 8. April 1971 ein neues Wappen eingeführt. Es stellt die Natur dar, welche die Region dominiert. Dies wird durch eine Seerose auf blauem Grund (Wasser) symbolisiert. In Blau eine silberne (weiße) Seerose mit goldenem (gelbem) Butzen, kreisförmig umgeben von fünf goldenen (gelben) Seerosenblättern. Die fünf Seerosenblätter stehen für die zur Stadt Nettetal zusammengeschlossenen Städte Kaldenkirchen und Lobberich sowie die Gemeinden Breyell, Hinsbeck und Leuth.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen
- Werner-Jaeger-Gymnasium (Lobberich)
- Gesamtschule Nettetal (Breyell)
- Realschule Nettetal (Kaldenkirchen)
- Städtische Hauptschule Kaldenkirchen
- Städtische Hauptschule Lobberich
- Comeniusschule (Hinsbeck)
- Berufskolleg Kempen des Kreises Viersen – Standort Lobberich
- Katholische Grundschule Breyell
- Gemeinschaftsgrundschule Breyell
- Katholische Grundschule Hinsbeck
- Gemeinschaftsgrundschule Kaldenkirchen
- Katholische Grundschule Kaldenkirchen
- Katholische Grundschule Leuth
- Katholische Grundschule Lobberich
- Gemeinschaftsgrundschule Lobberich
- Hubertusgrundschule Schaag
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Caudebec-en-Caux (Frankreich)
Ełk (Polen)
Fenland (England)
Rochlitz (Sachsen)
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] in Nettetal geboren
- Gerhard Xylander (1555–1610), Priester und Domherr zu Köln
- Leo Anton Carl de Ball (1853–1916), Astronom
- Albert Steeger (1885–1958), Universalgelehrter
- Werner Jaeger (1888–1961), Philologe
- Lambert Maaßen (1894–1970), Kommunalpolitiker und Landrat
- Hans-Hilmar Staudte (1911–1979), deutscher Schachmeister und Komponist
- Anton van Eyk (1911–2004), Künstler und Keramiker
- Hanns Backes (* 1925), Politiker
- Johannes Menskes (* 1927), Chorleiter und Komponist
- Jochen Hild (* 1929), Biologe und Landschaftsökologe
- Leo Peters (* 1944), Archivar, Historiker, Autor und Professor für Geschichte
- Wolfgang Schiffer (* 1946), Schriftsteller
- Paul Badde (* 1948), Historiker und Journalist
- Hartmut Mirbach (1949–2011), Fotograf und Maler
- Michael Hardt (* 1951), Designer
- Elmar Lehnen (* 1965), Basilikaorganist
- Barbara Völzmann-Stickelbrock (* 1965), Rechtswissenschaftlerin
- Sascha Lappessen (* 1970), DJ und Bandleader
- Dietmar Brockes (* 1970), Politiker
- Stefan Heythausen (* 1981), Eisschnellläufer und Olympiateilnehmer
[Bearbeiten] mit Nettetal verbunden
- Hanna Meuter (1889–1964), Soziologin, Dozentin und Schriftstellerin; lebte seit Anfang der 50er Jahre in Nettetal-Lobberich
- Ernst J. Martin (1900–1967), Autor, Zahnarzt und Gründer der Sequoiafarm
- Illa Martin (1900–1988), Zahnärztin, Dendrologin und Mitbegründerin der Sequoiafarm
- Günther Hinnenthal (1903–1945), Pfarrer
- Heinz Lanser (* 1937), 1970–2000 Kulturamtsleiter; Maler und Zeichner
- Wolfgang Seifen (* 1956 in Bergheim/Erft), 1976–1983 Kirchenmusiker an St.Sebastian in Nettetal-Lobberich.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Jüdische Kulturtage im Rheinland unter Beteiligung der Stadt im März 2007
- Baudenkmale in Nettetal, Liste, Bilder und Kurzbeschreibung
- Bodendenkmale in Nettetal, Liste und Kurzbeschreibung
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
- ↑ Homepage der Stadt Nettetal, abgerufen am 15. März 2011
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
[Bearbeiten] Weblinks
Brüggen | Grefrath | Kempen | Nettetal | Niederkrüchten | Schwalmtal | Tönisvorst | Viersen | Willich
