Neubrunn (Thüringen)

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Neubrunn (Thüringen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neubrunn hervorgehoben
50.49944444444410.468055555556320Koordinaten: 50° 30′ N, 10° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dolmar-Salzbrücke
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 9,23 km²
Einwohner: 560 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98617
Vorwahl: 036947
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 045
Adresse der Verbandsverwaltung: Zella-Meininger Straße 6
98547 Schwarza
Webpräsenz: www.vg-dolmar-salzbruecke.de
Bürgermeister: Martin Schellenberger
Lage der Gemeinde Neubrunn im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
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Über dieses Bild
Ansicht vom Dietrichsberg, im Hintergrund Sannertsberg
Neubrunner Kirche
Hennebergisches Fachwerkhaus
Im Tal der Jüchse
Luftbild aus Richtung Dietrichsberg

Neubrunn ist eine Gemeinde im Südwesten Thüringens im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, 10 km von Meiningen entfernt. Die Gemeinde ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Dolmar-Salzbrücke.

Geographie[Bearbeiten]

Neubrunn liegt inmitten einer Hügellandschaft am Übergang von der Rhön zum Grabfeld an der Schwelle zu Franken. Durch das Dorf fließt der Bach Jüchse.

Geschichte[Bearbeiten]

Niunsbrunnen wurde im Jahr 857 erstmals urkundlich erwähnt. 1231 wurde die Neubrunner Kirche erbaut. Die Kirche liegt mitten im Ort und der wehrhafte Charakter ist jetzt noch zu sehen. Im Westen ist die hohe Kirchhofsmauer und an der westlichen Nordseite sind eine Pforte sowie auf der Nordseite noch Gaden vorhanden. Die Keller erinnern an Burgkeller. Man nimmt an, dass dieser Standort früher ein Burgbezirk war.[2] Neubrunn entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem Haufendorf.

Der Ort gehörte ursprünglich zur Zent Themar der Grafschaft Henneberg. Bei der Hennebergischen Hauptteilung im Jahr 1274 kamen aus der Zent Themar die beiden Orte Jüchsen und Neubrunn an die Linie Henneberg-Schleusingen und wurden der Vogtei Henneberg zugeordnet, aus der sich später das Amt Maßfeld formte. 1680 kam der Ort zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Zwischen 1366 und 1496 hatten die Herren von Bibra Besitzungen im Ort.

Neubrunn war 1602–1680 von Hexenverfolgungen betroffen: 18 Frauen und zwei Männer gerieten in Hexenprozesse, 14 wurden verbrannt, vier enthauptet. Das letzte Opfer war Magdalena, Sigmund Hennebergers Frau.[3]

Im Jahr 1639 wurde Neubrunn von der Pest entvölkert. 1829 kam Neubrunn in den Besitz des Herzogtums Sachsen-Meiningen und mit diesem später zum Freistaat Thüringen.

Die Gemeinde beging im Jahr 2007 ihr 1150-jähriges Bestehen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden des Dorfes gehören die Kirche und zwei Fachwerkhäuser.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 187/188
  3. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes, über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Untermaßfeld 2012, S. 244f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Neubrunn, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 240-244.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neubrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien