Neuburg (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Neuburg führt kein Wappen
Neuburg (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neuburg hervorgehoben
53.9615911.63225641Koordinaten: 53° 58′ N, 11° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Neuburg
Höhe: 41 m ü. NHN
Fläche: 43,89 km²
Einwohner: 2072 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23974
Vorwahl: 038426
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 056
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 10a
23974 Neuburg
Webpräsenz: www.amt-neuburg.de
Bürgermeister: Heidrun Teichmann (Die Linke)
Lage der Gemeinde Neuburg im Landkreis Nordwestmecklenburg
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Neuburg (bis zum 31. Dezember 2001 Neuburg-Steinhausen) ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes, dem weitere fünf Gemeinden angehören.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Neuburg liegt zwischen der Hansestadt Wismar und Neubukow in einer Grundmoränenlandschaft, etwa 12 km von der Küste gegenüber der Insel Poel entfernt. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt bei 101 m ü. NN.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Neuburg gehören die Ortsteile

  • Hagebök
  • Ilow
  • Kartlow
  • Lischow
  • Madsow
  • Nantrow
  • Neuendorf
  • Neu Farpen
  • Neu Nantrow
  • Steinhausen
  • Tatow
  • Tillyberg
  • Vogelsang
  • Zarnekow

Geschichte[Bearbeiten]

Neuburg taucht 1219 erstmals in einer Urkunde auf. Der Name deutet auf eine von zwei obotritischen Burgen hin. Eine der beiden war die Ilenburg oder Burg Ilow beim gleichnamigen Ortsteil. Die namensgebende Neuburg befand sich westlich der Ortes, am jetzigen Sportplatz und ist immer noch sichtbar.

In den letzten Jahren hat sich Neuburg zu einem kleinen Zentrum für die ländliche Umgebung entwickelt und wurde zu einem bevorzugten Wohnstandort. Neben Arztpraxen und Versorgungseinrichtungen verfügt die Gemeinde mit der Regionalen Schule inklusive Grundschule sowie der Heimvolkshochschule (im Ortsteil Vogelsang) über eine gute Infrastruktur.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1950 wurden Kartlow nach Neuburg und Zarnekow nach Steinhausen eingemeindet.[2] Am 1. April 1959 entstand die neue Gemeinde Neuburg-Steinhausen durch den Zusammenschluss der beiden namengebenden Orte.[2] Am 1. Januar 2002 schlossen sich die Gemeinden Neuburg-Steinhausen und Hagebök zur neuen Gemeinde Neuburg zusammen.[3]

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeindevertretung von Neuburg gehören nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 neben der Bürgermeisterin Heidrun Teichmann zwölf Gemeindevertreterinnen (4) und Gemeindevertreter (8) an. Die Wählergemeinschaft Neuburg ist mit vier Sitzen vertreten, Die Linke hat drei, die CDU zwei Sitze und drei Sitze werden von Einzeplbewerbern eingenommen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neuburger Kirche[Bearbeiten]

Dorfkirche in Neuburg

Die Neuburger Kirche ist eine der ältesten Dorfkirchen Mecklenburgs. Im Mittelalter gehörte sie zum Bistum Schwerin und Präpositur Bützow, heute gehört sie zur Propstei Bukow des Kirchenkreises Wismar der Mecklenburgischen Landeskirche. Sie erhält bereits im Jahr 1229 eine eigene Tochterkirche in Dreveskirchen. Um 1266 ist sie aufgrund einer Stiftung von Heinrichs des Pilgers an den Einkünften des Ratsweinkellers in Wismar beteiligt. Die Pfarrer sind seit Fridericus (1219) weitenteils namentlich bekannt. Seit 1306 stand die Kirche in Neuburg in engem Kontakt mit dem Kloster Doberan, da Fürst Heinrich II. von Mecklenburg 1306 mit dem Doberaner Abt Johannes von Elbing 1306 einen umfangreichen Landtausch durchführte, in dessen Verlauf 14 Hufen in Neuburg samt dem Patronat über die Kirche in Neuburg samt Tochterkirche an das Kloster fielen. Die Tochterkirche in Dreveskirchen wurde durch den Bischof Hermann von Schwerin 1318 abgetrennt und verselbständigt.

Die Kirche selbst ist ein einschiffiger Ziegelbau der Zeit des Übergangs von der Backsteinromanik zur Backsteingotik mit rechteckigem, fast quadratischem und rein gotischen Turm aus späterer Zeit und einem ebenfalls rechteckigen, gewölbten Chor. Granit als Baumaterial findet sich nur im Sockelbereich des Chors. Äußerlich erkennt man den Übergangsstil des Langhauses an den Schlitzfenstern, die in deutlichem Gegensatz zu den eindeutig gotischen Fenstern des dreigeschossigen Kirchturms stehen. Nicht klar ist, ob die zugemauerten Arkaden des Langhauses den Schluss auf ehemals vorhandene Seitenschiffe gestatten oder ob diese nur geplant waren und nie zur Ausführung gelangten.

Weitere[Bearbeiten]

Erdholländer in Nantrow
  • Wallberg mit Freilichtbühne
  • Farpener Stausee
  • Windmühle im Ortsteil Nantrow
  • ehemalige slawische Burganlage Neuburg

Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Neuburg (Mecklenburg)

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Landwirtschaft, Handwerk und Dienstleistungen prägen das wirtschaftliche Leben in der Gemeinde.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Neuburg liegt an der Bundesstraße 105 und der parallel verlaufenden Bahnstrecke Wismar–Rostock.

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. II. Band: Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin. Schwerin 1898, Neudruck Schwerin 1992, S. 241–250. ISBN 3-910179-06-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neuburg (Mecklenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002