Neuburg am Inn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neuburg a.Inn
Neuburg am Inn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neuburg a.Inn hervorgehoben
48.50611111111113.448333333333452Koordinaten: 48° 30′ N, 13° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 452 m ü. NHN
Fläche: 41,84 km²
Einwohner: 4228 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 94127,
94036 (Abraham)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 08502, 08507
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 133
Gemeindegliederung: 22 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Neuburg a.Inn
Raiffeisenstr. 6
94127 Neuburg a.Inn
Webpräsenz: www.neuburg-am-inn.de
Bürgermeister: Josef Stöcker (CSU)
Lage der Gemeinde Neuburg a.Inn im Landkreis Passau
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Lage von Neuburg am Inn im Osten des Neuburger Waldes
Das Rathaus der Gemeinde befindet sich in Neukirchen am Inn

Neuburg am Inn (amtlich: Neuburg a.Inn) ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Neuburg am Inn liegt in der Region Donau-Wald hoch über dem Inn, der die natürliche Grenze zu Oberösterreich bildet. Im Jahr 2006 wurde eine Innbrücke für Fußgänger und Radfahrer eröffnet, die nun Neuburg am Inn mit Wernstein am Inn am gegenüberliegenden Ufer verbindet. Durch Neuburg am Inn führt die B 12, welche die 10 km weiter nördlich gelegene Dreiflüssestadt Passau mit dem 15 km weiter südlich gelegenen Pocking verbindet. In nur 6 km Entfernung besitzt die Gemeinde über die Autobahn-Anschlussstelle "Passau-Süd" eine Anbindung an die Bundesautobahn 3. Außerdem gibt es im Ortsteil Neukirchen am Inn eine Bedarfshaltestelle der Bahnlinie von Passau nach Mühldorf am Inn.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Neuburg am Inn hat 22 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Eglsee, Neuburg a.Inn, Neukirchen am Inn und Engertsham.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Grafschaft Neuburg am Inn von Georg Matthäus Vischer aus dem Jahre 1674.

Geschichte[Bearbeiten]

Es ist davon auszugehen, dass die Burg Neuburg um das Jahr 1050 erbaut wurde. 1310 wurde die Burg im bayerisch-österreichischen Konflikt zerstört. Der heutige Baubestand stammt zum großen Teil vom anschließenden Wiederaufbau der siegreichen Habsburger. Österreich übte in der Grafschaft Neuburg die Landeshoheit aus. Durch ständige Verpfändungen wechselte Neuburg immer wieder den Besitzer, bis das Hochstift Passau 1730/39 die Grafschaft durch Kauf erwarb. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Neuburg am Inn und Neukirchen am Inn.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Neukirchen am Inn und Teile der aufgelösten Gemeinden Eglsee und Engertsham (Weiler Niederreisching) eingegliedert. Teile von Sulzbach am Inn kamen am 1. Juli 1972 hinzu.[3] Die Gemeindeverwaltung hat ihren Sitz in Neukirchen a.Inn.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 3.008 Einwohner
  • 1987: 3.257 Einwohner
  • 2000: 3.846 Einwohner
  • 2011: 4.242 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

Bürgermeister[Bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Josef Stöcker (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Hans Repcik (Bürgerliste) und ohne Gegenkandidat 2008 mit 93,57 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.

Zweiter Bürgermeister ist Dr. Heinrich Wimmer (CSU), dritter Bürgermeister ist Franz Hörner (CSU).

Finanzen[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.589 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 375 T€.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Neuburg am Inn unterhält eine Partnerschaft mit der oberösterreichischen Gemeinde Wernstein am Inn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Neuburg am Inn

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 12, im Produzierenden Gewerbe 278 und im Bereich Handel und Verkehr 153 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 341 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1180. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 5 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 106 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1477 ha. Davon waren 1023 ha Ackerfläche und 442 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 150 Kindergartenplätze mit 140 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 11 Lehrern und 210 Schülern

Telekommunikation[Bearbeiten]

  • 90 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG aus Stahlbeton bei Dommelstadl (Geographische Koordinaten: 48°32'3"N 13°24'9"O), über den folgende Rundfunkprogramme verbreitet werden.
Frequenz 
[MHz]
ERP Programm RDS PS
Antenne Bayern 102,1 MHz 1 kW ANTENNE

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Ignaz Auer (1846–1907), geboren in Dommelstadl, Politiker (SPD), Reichstagsabgeordneter
  • Erhard Auer (1874-1945), geboren in Dommelstadl, bayerischer Politiker (SPD), Mitglied des Landtages, erster Innenminister des Freistaats Bayern, SPD-Parteivorsitzender in Bayern


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111117/194219&attr=OBJ&val=749
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 548.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neuburg am Inn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien