Neuburg an der Kammel
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Günzburg | |
| Höhe: | 506 m ü. NN | |
| Fläche: | 37,9 km² | |
| Einwohner: |
3125 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 82 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86476 | |
| Vorwahl: | 08283 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 74 162 | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Bergstraße 2 86476 Neuburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Rainer Schlögl | |
| Lage des Marktes Neuburg a.d.Kammel im Landkreis Günzburg | ||
Neuburg an der Kammel (amtlich: Neuburg a.d.Kammel) ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Günzburg nördlich von Krumbach.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Neuburg a.d.Kammel liegt in der Region Donau-Iller an der Kammel in Bayerisch-Schwaben.
Es existieren folgende Gemarkungen: Langenhaslach mit Naichen, Edelstetten mit Marbach, Neuburg a.d.Kammel, Wattenweiler.
Ortschaften im Gemeindegebiet sind Neuburg an der Kammel, Wattenweiler, Höselhurst, Halbertshofen, Erisweiler, Langenhaslach, Naichen, Edelstetten und Marbach. Neuburg, Halbertshofen und Erisweiler liegen im Kammeltal, Marbach und Edelstetten im Tal des Haselbachs. Langenhaslach ist in dem Bereich, in dem der Haselbach in das Kammeltal übergeht und Naichen liegt an der Mündung des Haselbachs in die Kammel. Höselhurst und Wattenweiler liegen im Günztal.
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Im Norden grenzt die Gemeinde an die Gemeinde Kammeltal, im Nordosten an die Marktgemeinde Burtenbach, im Osten an die Marktgemeinde Münsterhausen, im Südosten an die Stadt Thannhausen und die Gemeinde Ursberg, im Süden an die Stadt Krumbach (Schwaben), im Südwesten die Gemeinde Deisenhausen, im Westen die Gemeinde Wiesenbach und im Nordwesten an die Gemeinde Ellzee.
Geschichte[Bearbeiten]
Neuburg wird im Jahr 1209 erstmals urkundlich erwähnt. Die Herrschaft Neuburg an der Kammel gehörte zu der vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau. Das Lehen ging an folgende Adelsgeschlechter: Weißenhorn-Neuffen (1209 – 1347), Ellerbach (1348 – 1458), Rechberg zu Hohenrechberg (1460 – 1524) und Vöhlin v. Frickenhausen (1524 – 1816); Im Jahr 1347 wurde Neuburg das Stadtrecht verliehen, im 15. Jahrhundert ist es jedoch wieder zum Markt abgesunken. Kaiser Friedrich III. verlieh 1491 auf Bitten Ulrichs von Rechberg zu Hohenrechberg das Marktwappen.
Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Neuburg besaß das Marktrecht mit Eigenrechten.
Religionen[Bearbeiten]
Wie die größten Teile Mittelschwabens ist die Bevölkerung der Gemeinde mehrheitlich katholisch.
Bis zum Jahr 1675 gab es in Neuburg eine Jüdische Gemeinde.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Langenhaslach (mit Naichen) und Wattenweiler (mit dem am 1. Januar 1932 eingemeindeten Höselhurst)[2] sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Edelstetten (mit Marbach) eingegliedert.[3]
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2000 | 2010 |
| Einwohner | 2739 | 2542 | 2344 | 2070 | 3521 | 2845 | 2747 | 2757 | 3043 | 3110 |
Im Jahr 2004 verteilte sich die Einwohnerzahl von 3050 Einwohnern wie folgt auf die einzelnen Ortsteile[4].
| Ortsteil | Einwohner |
|---|---|
| Neuburg | 1124 |
| Langenhaslach | 676 |
| Wattenweiler | 551 |
| Edelstetten | 548 |
| Halbertshofen | 82 |
| Naichen | 73 |
| Höselhurst | 62 |
| Erisweiler | 18 |
| Marbach | 16 |
Politik[Bearbeiten]
Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2008 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:
- CSU: 8 Sitze
- SPD/Unabhängige Wähler: 4 Sitze
- Freie Wähler: 4 Sitze
Bürgermeister ist Rainer Schlögl. Er wurde im Jahr 2008 Nachfolger von Georg Schwarz (CSU/Freie Wähler).
Im Jahr 2010 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.838 T€, davon waren 446 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Das Schloss Neuburg an der Kammel besteht seit 1562.
- Das ehemalige Damenstift Kloster Edelstetten, heute als Schloss bezeichnet, ist einer der herausragenden Barockbauten im Landkreis Günzburg.
- Katholische Pfarrkirche und ehemalige Stiftskirche St. Johannes Baptist und Johannes Evangelist
- Hammerschmiedemuseum Naichen
Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]
Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt zurzeit 300 %.
Neuburg liegt wie die Ortsteile Langenhaslach und Naichen an der von Süden nach Norden im Kammeltal verlaufenden Staatsstraße St 2024. In Langenhaslach mündet die Staatsstraße 2023, die von Thannhausen über Edelstetten verläuft, in die Staatsstraße 2024. Durch Wattenweiler und Höselhurst verläuft die B 16. Außerdem hat Neuburg eine Haltestelle an der Mittelschwabenbahn.
Bildung[Bearbeiten]
- Kindergarten (Neuburg)
- Grundschule (Neuburg)
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]
- Christoph Rodt (* um 1575 in Neuburg; † 1634 in Großkötz) war ein Bildhauer des Frühbarock, dessen Werke vor allem in Mittelschwaben zu sehen sind; eines der Hauptwerke ist die Kreuzabnahmegruppe in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ in Neuburg.
- Paul Kuën (* 8. April 1910 in Neuburg; † 1997): Opernsänger war einer der führenden Charaktertenöre seiner Zeit.
- Kunibert (Blasius) Ott (* 2. Juli 1912 in Edelstetten; † 14. Juni 1952 im Gefängnis Oksadok, Nordkorea), Missionsbenediktiner, Märtyrer von Tokwon [5]
Sonstiges[Bearbeiten]
- Neuburg, Halbertshofen und Erisweiler liegen am Kammeltal-Radweg, Höselhurst und Wattenweiler am Günztalradweg.
Siehe auch[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 502.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.
- ↑ Informationen über den Markt Neuburg und seine Ortsteile im Internetauftritt der Marktgemeinde Neuburg a.d.Kammel
- ↑ Die Märtyrer von Tokwon, Pater Kunibert (Blasius) Ott – (Missionsbenediktiner)
Weblinks[Bearbeiten]
- Schloss Neuburg
- Neuburg an der Kammel: Wappengeschichte vom HdBG
- Neuburg an der Kammel: Amtliche Statistik des LStDV
Neuburg a.d.Kammel | Edelstetten | Erisweiler | Halbertshofen | Höselhurst | Langenhaslach | Marbach | Naichen | Wattenweiler
Aichen | Aletshausen | Balzhausen | Bibertal | Breitenthal | Bubesheim | Burgau | Burtenbach | Deisenhausen | Dürrlauingen | Ebershausen | Ellzee | Gundremmingen | Günzburg | Haldenwang | Ichenhausen | Jettingen-Scheppach | Kammeltal | Kötz | Krumbach (Schwaben) | Landensberg | Leipheim | Münsterhausen | Neuburg a.d.Kammel | Offingen | Rettenbach | Röfingen | Thannhausen | Ursberg | Waldstetten | Waltenhausen | Wiesenbach | Winterbach | Ziemetshausen
