Neue Synagoge (Ostrów Wielkopolski)

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Die Synagoge nach der Renovierung
Ein überkuppelter Turmaufsatz

Die Neue Synagoge Ostrów Wielkopolski war eine Synagoge in Ostrów Wielkopolski in Polen. Sie steht unter Denkmalschutz und ist ein Kulturdenkmal.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Grundsteinlegung erfolgte am 7. April 1857 durch den Rabbiner aus Kępno, Mojżesz Stössel (deutsch: Moses Stössel). In den Jahren 1857–1860 wurde der Sakralbau nach Plänen des Architekten Moritz Landé im maurisch-byzantinischen Stil errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Synagoge beschädigt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Gebäude ist eklektizistisch in einer Verbindung aus Klassizismus und maurischen Bauelementen gestaltet worden. Die Rundbogenfenster des Bauwerks sind klassizistisch, wogegen die Turmaufsätze tempiettoartig und maurisch mit Stalaktitendekor versehen wurden. Die Fassade wurde mit Reliefs, Gesimsen, Maßwerk und Kuppeln bereichert. Bemerkenswert ist die Ähnlichkeit mit den maurischen Synagogen, die von Adolf Wolff z. B. in Ulm geschaffen worden sind.

Das Innere des Sakralbaus, Arkaden, Emporen und Aaron haKodesch wurden mit Hufeisenbögen gegliedert und in einer Blau-Gold-Farbkombination gestaltet.

Weblinks[Bearbeiten]

51.652012317.8126995Koordinaten: 51° 39′ 7″ N, 17° 48′ 46″ O