Neue Westfälische

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Neue Westfälische
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Beschreibung Abonnement-Tageszeitung
Verlag Neue Westfälische GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1967
Erscheinungsweise werktäglich
Verkaufte Auflage
(IVW 3/2014, Mo–Sa)
226.695[1] Exemplare
Chefredakteur Thomas Seim
Geschäftsführer Wolfgang Kaeller, Klaus Schrotthofer
Weblink www.nw.de
PKW mit Werbung für die NW in Bünde
Schaukasten der NW-Spenge

Die Neue Westfälische (Abkürzung NW) ist eine regionale Tageszeitung für den Raum Ostwestfalen-Lippe mit einem Abonnement-Anteil von über 90 Prozent. Sie wird vom Zeitungsverlag Neue Westfälische GmbH & Co. KG, Bielefeld, verlegt.

Allgemeine Informationen[Bearbeiten]

Aus den Öffentlichen Anzeigen des Distriktes Bielefeld, gegründet 1811, entstand am 3. Juli 1967 durch Fusion der Westfälischen Zeitung mit der Freien Presse die Neue Westfälische. Die Neue Westfälische steht ebenfalls in der Tradition der Zeitung Volkswacht, die von 1830 bis 1933 in Bielefeld erschien.[2]

Die NW erscheint mit 15 Lokalausgaben:[3] Bad Oeynhausener Kurier, Bielefelder Tageblatt (in sechs Einzelausgaben), Bünder Tageblatt, Gütersloher Zeitung, Herforder Kreisanzeiger, Kreiszeitung für Höxter und Warburg, Löhner Nachrichten, Paderborner Kreiszeitung, Tageblatt für Enger und Spenge und Zeitung für den Altkreis Lübbecke.

Die Neue Westfälische bildet eine publizistische Einheit mit der Lippischen Landes-Zeitung, Detmold, und dem Haller Kreisblatt, Halle (Westf.), die den sogenannten Mantel aus Bielefeld beziehen. Mit dem Mindener Tageblatt besteht eine Anzeigenkooperation. Die täglich verkaufte Auflage der durch diese Kooperation entstehenden Zeitungsgruppe Neue Westfälische beträgt 226.695 Exemplare,[4] die der Kernzeitung 149.806 Exemplare (Stand 2012)[5]. Damit ist die Neue Westfälische die auflagenstärkste Zeitung in der Region Ostwestfalen-Lippe.

Im gleichen Verbreitungsgebiet erscheint das in Bielefeld ansässige Westfalen-Blatt. In Teilen des Kreises Gütersloh konkurriert die Neue Westfälische darüber hinaus mit der in Oelde erscheinenden Tageszeitung Die Glocke.

Mehrheitlicher Eigentümer der Neuen Westfälischen ist die Presse-Druck GmbH (57,5 %), die zu 100 % der SPD-Medienholding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft gehört. Rund 43 % hält die J.D. Küster Nachfahren Verwaltungsgesellschaft mbH, deren Geschäftsführer ebenfalls Wolfgang Kaeller ist.[6] Die Zeitung wird von der eigenen Tochterfirma Küster-Pressedruck GmbH & Co. KG gedruckt.

Informationen werden neben der gedruckten Zeitung auch über die Kommunikationswege Internet mit dem eigenen Online-Auftritt nw.de sowie dem e-Paper oder Beteiligungen an den Lokalradios in Ostwestfalen-Lippe (Radio Bielefeld, Radio Hochstift, Radio Gütersloh, Radio Herford, Radio Lippe, Radio Westfalica) vermittelt. Servicecenter für die Lokalradios ist die Produktionsgesellschaft audio media service (ams), an der die Neue Westfälische Anteile hält. Darüber hinaus hält die Neue Westfälische Anteile an der Pressefunk Nordrhein-Westfalen GmbH & Co. KG, die mehrheitliche Gesellschafterin von Radio NRW ist.

Zusätzlich war die Neue Westfälische seit 2006 an dem regionalen Postzusteller Regio Brieflogistik beteiligt. Dabei wurde zur Briefzustellung die Logistik der Neuen Westfälischen genutzt. Ende 2011 beendete die Neue Westfälische das Engagement in diesem Bereich.[7]

Die Neue Westfälische hat etwa 500 Mitarbeiter, davon ca. 140 Redakteure. Außerdem sind ca. 1000 freie Mitarbeiter und Korrespondenten in Düsseldorf, Berlin, Brüssel und Washington sowie ca. 1300 Zusteller im Zustellgebiet tätig.

Bei der Freien Presse, die 1967 als Zeitung der SPD-eigenen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) mit der Westfälischen Zeitung in Bielefeld zur Neuen Westfälischen fusionierte, haben u.a. die WDR-Journalisten und Intendanten Friedrich Nowottny und Fritz Pleitgen wie auch der Programmdirektor Hörfunk und Fernsehen beim NDR, Jürgen Kellermeier, ihre journalistische Ausbildung gemacht und anschließend als Redakteure in den Ressorts Politik/Nachrichten und Wirtschaft als Redakteure gearbeitet.

Der Journalist, Autor und Verleger Dieter Burkamp war zunächst bei der Westfälischen Zeitung und dann bei der Neuen Westfälischen Redakteur. Bis 2001 war Ralph Ruthe fester Mitarbeiter der Neuen Westfälischen.

Auflage[Bearbeiten]

Die Neue Westfälische hat ebenso wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 13,7 Prozent gesunken.[8] Sie beträgt gegenwärtig 226.695 Exemplare.[9] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 91 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[10]


Entwicklung der Abonnentenzahlen[11]


Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neue Westfälische – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gesamte Zeitungsgruppe Neue Westfälische
  2. Sprachrohr der Arbeiterklasse von Bernd J. Wagner, erschienen in der Neuen Westfälischen am 31. Juli 2010, abgerufen am 10. August 2010
  3. NW-News.de: Die NW-Lokalausgaben, abgerufen am 13. Dezember 2010
  4. laut IVW, drittes Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  5. Zahlen der IVW auf den Seiten der Deutschen Journalisten-Union (dju)
  6. Neue Westfälische 24. Februar 2014: Klaus Schrotthofer neuer Geschäftsführer bei der Mediengruppe Neue Westfälische
  7. Bericht in der Neuen Westfälischen vom 24. November 2011: Neue Westfälische stößt Postgeschäft ab
  8. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  9. laut IVW, drittes Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  10. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  11. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)

52.0217618.53179Koordinaten: 52° 1′ 18″ N, 8° 31′ 54″ O