Neuenkirchen (bei Greifswald)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neuenkirchen
Neuenkirchen (bei Greifswald)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neuenkirchen hervorgehoben
54.11666666666713.3833333333330Koordinaten: 54° 7′ N, 13° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Landhagen
Höhe: 0 m ü. NHN
Fläche: 23,09 km²
Einwohner: 2306 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17498
Vorwahl: 03834
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 102
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Theodor Körner Straße 36
17498 Neuenkirchen
Webpräsenz: www.17498neuenkirchen.de
Bürgermeister: Norbert Riechert (CDU)
Lage der Gemeinde Neuenkirchen im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
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Neuenkirchen ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Die Gemeinde wird vom Amt Landhagen mit Sitz in der Gemeinde verwaltet. Der Ort ist seit 1999 Amtssitz, bis dahin war der Amtssitz in Greifswald.

Geografie, Verkehr Gliederung[Bearbeiten]

Neuenkirchen liegt etwa zwei Kilometer nördlich von Greifswald, nördlich des Flusses Ryck am Greifswalder Bodden.

Durch die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 105 (früher B 96). Die Bundesautobahn 20 ist über die Anschlussstelle Greifswald (circa 19 km) erreichbar. Der nächste Bahnhof ist Greifswald an der Bahnstrecke Angermünde-Stralsund.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Leist
  • Neuenkirchen
  • Oldenhagen
  • Wampen

Geschichte[Bearbeiten]

Leist

Leist wurde als Lestnice 1207 erstmals erwähnt. Es scheint eine slawische Gründung mit der Namensdeutung als Haselnussstrauch zu sein.

Neuenkirchen

Neuenkirchen wurde 1285 erstmals urkundlich als Nienkerken erwähnt. Die Gegend war schon vorher slawisch besiedelt. Der Ort ist wahrscheinlich identisch mit dem 1248 erwähnten slawischen Dorf Damme, was so viel wie Eichengehölz bedeutet. Die Gegend war im Besitz des Klosters Eldena bis zur Säkularisierung, danach Dominal, das heißt herzoglicher Besitz, bis es im Jahre 1634 vom letzten Pommernherzog Bogislaw XIV. der Universität Greifswald geschenkt wurde. Durch die Nähe zur Stadt Greifswald (Speckgürtel), die Ansiedlung des Amtes Landhagen und das große Gewerbegebiet hat sich die Einwohnerzahl seit 1990 fast verdoppelt.

Oldenhagen

Oldenhagen ist eine deutsche Gründung und wurde erst 1865 genannt. Der Name bedeutet Alter Wald. Das Dorf war ursprünglich nur ein einzelner Bauernhof. Der Hof wurde von der Greifswalder Universität 1867 angelegt. Vorher war Oldenhagen ein Flurname auf den schwedischen Matrikelkarten von 1694 und bezeichnet wohl eine Wüstung aus älterer Zeit.

Wampen

Wampen wurde 1207 erstmals als Wampand urkundlich erwähnt. Der slawische Name bedeutet Lockvogel-Jagd.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung, Bürgermeister[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht seit 2009 aus sieben Vertretern der Allgemeinen Wählergemeinschaft Neuenkirchen (AWN) und drei der CDU sowie dem Bürgermeister.

Bürgermeister ist Norbert Riechert (CDU).

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 15. Oktober 1998 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 171 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Silber; oben drei sitzende goldene Eichhörnchen nebeneinander, je eine goldene Nuss in den Pfoten haltend; unten ein durchgehendes schwarzes Kreuz, in der Mitte belegt mit einer goldenen Pflugschar.“

Das Wappen wurde von dem Weimarer Michael Zapfe gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Neuenkirchen (bei Greifswald)

  • Kirche Neuenkirchen, Backsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert mit Fachwerkturm
  • Pfarrhaus, reetgedecktes Fachwerkgebäude, südlicher Gebäudeteil 1781, nördlicher 1830 erbaut[2]
  • Burgwall Wampen
  • Auf dem Kirchhof Neuenkirchen viele alte Grabstelen und -steine, Westseite Denkmal Overkamp (Stifter)

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

  • Adolf Häckermann (1819–1891), deutscher Philologe, Lehrer und Schriftsteller.
  • Alwine Wuthenow (1820–1908), niederdeutsche Dichterin
  • Arnold Gustavs (1875–1956), lutherischer Theologe, Schriftsteller, Inselpastor von Hiddensee

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 2: Festland: Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Bd. 2, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6. Seiten 80, 97, 99, 141

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Jana Olschewski, Sibylle von Raven: Das Pfarrhaus in Neukirchen. In: Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte. Heft 1/2010, ISSN 0032-4167, S. 20–23.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neuenkirchen (bei Greifswald) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien