Neuer Portikus

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Neuer Portikus auf der Maininsel, Südseite
Neuer Portikus mit Lichtinstallation auf dem Dach von Olafur Eliasson.
Neuer Portikus mit Lichtinstallation von Olafur Eliasson im Februar 2010.

Der Neue Portikus in Frankfurt am Main ist ein von Christoph Mäckler entworfenes und von der Stiftung Giersch finanziertes Gebäude, das der Institution Portikus als Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst dient. Er ist der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule angeschlossen und wird von deren amtierenden Rektor geleitet.

Lage[Bearbeiten]

Sie steht auf der Maininsel westlich der Alten Brücke. Am 5. Mai 2006 wurde er von der Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) gemeinsam mit Daniel Birnbaum, dem damaligen Rektor der Städelschule, und dem Bauherrn Carlo Giersch eingeweiht.

Funktion[Bearbeiten]

Der Bau übernimmt die Funktion der früheren Ausstellungshalle, die 1987 auf den Überresten der Alten Stadtbibliothek hinter der erhaltenen Säulenvorhalle, dem Portikus, errichtet wurde. Die vorhandene Kunsthalle musste der Rekonstruktion der Alten Stadtbibliothek weichen, die seit 2005 das Literaturhaus Frankfurt beherbergt. Während der Bauzeit von 2002 bis 2006 hatte die Kunsthalle ihren Platz vorübergehend im Leinwandhaus am Weckmarkt in der Altstadt gegenüber dem Dom gefunden.

Kontroversen um den Bau[Bearbeiten]

Der Bau des Neuen Portikus wurde am 7. November 2002 von der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung mit großer Mehrheit beschlossen. Anwohner und Umweltschützer protestierten gegen den Bau und klagten vor Gericht dagegen. Das Verwaltungsgericht Frankfurt wie auch der Hessische Verwaltungsgerichtshof bestätigten jedoch die Rechtsauffassung des Magistrats und wiesen die gegen die Baugenehmigung gerichtete Klage ab.

Der Neubau war in der Kunstwelt zunächst nicht unumstritten, während er in der Architekturkritik (u. a. Dieter Bartetzko in der FAZ) positiv aufgenommen wurde.

Ausstellungen[Bearbeiten]

Nach Ausstellungen von Marjetica Potrc, Tomas Saraceno, Dan Perjovschi und Francis Alÿs hat sich mittlerweile die Funktionstüchtigkeit des Baus bewiesen. Im teilweise gläsernen Dachgeschoss befindet sich die Lichtinstallation LightLab von Olafur Eliasson, welche von der Frankfurter Seite des Mains zu sehen ist.

2011 leuchtete eine andere Inschrift mit dem Titel der aktuellen Ausstellung TIME bANK zur Frankfurter Seite hinüber. Im selben Jahr zeigte der Portikus die Ausstellung 172 Flaca/Tom Humphreys mit Werken einiger Städelschüler. Adrian Williams und Michael Pfrommer zeigten bis November 2011 in der Ausstellung Nr. 173 ihre gemeinsame Performance.

  • 2012: Nr. 177: Michael Stevenson: A Life of Crudity, Vulgarity, and Blindness, Installation.

Architektur[Bearbeiten]

Mäckler möchte sich mit dem besonders im Inneren sehr nüchternen Entwurf einerseits strikt am Zweck des Bauwerks orientieren. Andererseits wollte er mit dem Bau Kritik an den aus seiner Sicht nicht eingehaltenen Versprechen der modernen Architektur üben und eine Brücke zwischen der historischen Bebauung sowohl der Maininsel als auch der Alten Brücke schlagen.

Literatur[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neuer Portikus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.1080555555568.6875Koordinaten: 50° 6′ 29″ N, 8° 41′ 15″ O