Hamburg-Neugraben-Fischbek

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Wappen von Hamburg
Neugraben-Fischbek
Stadtteil von Hamburg
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Koordinaten 53° 29′ 0″ N, 9° 51′ 0″ O53.4833339.85Koordinaten: 53° 29′ 0″ N, 9° 51′ 0″ O
Fläche 22,5 km²
Einwohner 27.160 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 1207 Einwohner/km²
Postleitzahl 21147, 21149
Vorwahl 040
Bezirk Harburg
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein
Gedenkstein 1544 - 2006

Neugraben-Fischbek ist der am weitesten im Südwesten gelegene Stadtteil Hamburgs. Er gehört zum Bezirk Harburg.

Geographie[Bearbeiten]

Neugraben-Fischbek grenzt im Nordwesten an den Stadtteil Neuenfelde, im Nordosten an Francop, im Osten an Hausbruch und in den anderen Richtungen an den Landkreis Harburg. Südlich der Siedlung Waldfrieden befindet sich mit dem Hasselbrack (116,1 m ü. NN) die höchste Erhebung in Hamburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Fischbek findet erstmals Erwähnung 1544 als Vischbecke, seinen Namen hat es von einem kleinen Bach mit reichem Fischbestand. Das Dorf Niegraben ist um 1510 entstanden und 1577 erstmals auf einer Karte eingezeichnet. Der „neue Graben“, von Herzog Otto I. von Harburg in Auftrag gegeben, sollte die Landschaft entwässern und als Kanal für Last- und Torfkähne dienen.[1] Er ging in den Falkenbek über und begrenzte das Herzogtum Harburg westlich. Die Grenze verlief dann weiter durch die Harburger Berge über den Moisburger Stein. Im Westen schloss sich dann das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg mit dem Amt Moisburg an. Der Falkenbek heißt heute Scheidebach und teilte Neugraben noch bis 1937 in einen harburgischen und einen moisburgischen Teil, der zusammen mit Fischbek, Wulmstorf, Ketzendorf kirchlich zu Elstorf und politisch zu Moisburg gehörte.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Neugraben, das im Osten des Stadtteils liegt und an Hausbruch grenzt, und Fischbek, das weiter westlich liegt, waren bis 1937 eigenständige Gemeinden im preußischen Landkreis Harburg, die erst durch das Groß-Hamburg-Gesetz nach Hamburg eingemeindet wurden. Es gibt deshalb zwei historische Ortskerne.

Gedenkstein am ehemaligen Außenlager des KZ Neuengamme

KZ-Außenlager[Bearbeiten]

Vom 13. September 1944 bis 1945 befand sich in Neugraben ein Außenlager des KZ Neuengamme. Am Falkenbergsweg wurden 500 tschechische Jüdinnen gefangen gehalten. Sie kamen aus dem Vernichtungslager KZ Auschwitz-Birkenau und wurden zum Aufbau der Siedlung am Falkenberg eingesetzt.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung ist - entgegen dem Hamburger Trend - seit der Jahrtausendwende rückläufig.[4]

1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996
25.603 25.794 26.228 26.384 26.505 26.643 27.059 27.415 27.381 27.630
1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
27.589 27.657 27.753 27.685 27.601 27.453 27.599 27.377 27.218 27.103
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 // 2014
27.052 26.948 26.729 26.782 26.953 27.940 29.378

Religionen[Bearbeiten]

Ev.-Luth. Cornelius-Kirche Hamburg-Fischbek
St. Dimet-Kirche
Der Bahnhof Neugraben

Es gibt die Ev.-Luth. Cornelius-Kirche (Fischbek), die evangelisch-lutherische Michaeliskirche (Neugraben), die katholische Heilig Kreuz Kirchengemeinde, die seit 50 Jahren bestehende Freie Gemeinde Neugraben e.V., eine Pfingstgemeinde, die ukrainisch-katholische Allerheiligen Kirchengemeinde (Neugraben), die dem heiligen Dimet geweihte Syrisch-orthodoxe Kirche, eine neuapostolische Gemeinde und eine vom Verein Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland 2005 in einem ehemaligen Restaurant gebaute und seither betriebene Moschee.

Politik[Bearbeiten]

Die Bürgerschaftswahl 2011 für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung brachte in Neugraben-Fischbek folgendes Ergebnis:[5]

Wahlberechtigte: 19.502, Wahlbeteiligung: 51,9 %

  1. SPD 50,7 %
  2. CDU 26,9 %
  3. GAL 6,6 %
  4. FDP 5,4 %
  5. Die Linke 4,9 %
  6. Übrige 5,5 %

Infrastruktur[Bearbeiten]

Wohnwert[Bearbeiten]

Durch die Lage zwischen den Harburger Bergen und dem Moor bietet Neugraben seiner Bevölkerung naturnahes Wohnen in Randlage einer Großstadt. Mieten und Immobilienpreise rangieren gemessen am Hamburger Durchschnitt im unteren Bereich,[6] je nach Lage bestehen jedoch große Unterschiede innerhalb des Stadtteils.

Immobilienpreise [€ / m²] 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
unbebaute Grundstücke 190 200 200 200 195 215 185 195 175 175 175 213 244
Ein- und Zweifamilienhäuser (Bestand) 1665 1707 1715 1721 1700 1743 1755 1629 1742 1620 1613 1761 1829 2116
Ein- und Zweifamilienhäuser (Neubau) - - - - - - - - - - 2215 1679 1994 2004
Eigentumswohnungen (Bestand) 1442 1399 1296 1423 1306 1555 1406 1341 1220 1268 1256 1389 1525 1539

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesstraße B 73 geht durch Neugraben. Zur Bundesautobahn A 7 sind es etwa 3 km. Geplant ist der Bau der A 26 nördlich von Neugraben-Fischbek.

Neugraben liegt seit dem 11. November 1881 an der Eisenbahnstrecke von Hamburg-Harburg nach Cuxhaven (Niederelbebahn), welche seit dem 8. Dezember 2007 von der metronom Eisenbahngesellschaft betrieben wird. Am Neugrabener Bahnhof endeten seit 1984 die Linien S3 und S31 der S-Bahn Hamburg. Für den S-Bahn-Anschluss wurde der Bahnhof vollständig umgebaut. Von hier aus betrieben die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser eine Verbindung nach Bremerhaven. Mit dem Winter-Fahrplanwechsel 2007 fährt die S-Bahn mit umstellbaren Zweistromzügen weiter bis Stade. Für diesen Zweck wurde der neue Haltepunkt Fischbek eingerichtet. Mit der Verlängerung der S-Bahn wurde der Regionalzug-Verkehr in Neugraben eingestellt.

Linie Verlauf
Hamburg S3.svg Pinneberg – Thesdorf – Halstenbek – Krupunder – Elbgaustraße – Eidelstedt – Stellingen – Langenfelde – Diebsteich – Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Hammerbrook (City Süd) – Veddel (BallinStadt) – Wilhelmsburg – Harburg – Harburg Rathaus – Heimfeld – Neuwiedenthal – Neugraben – Fischbek – Neu Wulmstorf – Buxtehude – Neukloster – Horneburg – Dollern – Agathenburg – Stade
Hamburg S31.svg Altona – Holstenstraße – Sternschanze – Dammtor – Hauptbahnhof | – Hammerbrook (City Süd) – Veddel (BallinStadt) – Wilhelmsburg – Harburg – Harburg Rathaus – Heimfeld – Neuwiedenthal – Neugraben | – Berliner Tor

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

An drei Tagen der Woche, dienstags, donnerstags und samstags, findet der Süderelbe-Wochenmarkt statt. Viele andere Geschäfte und zwei große Supermärkte sind ebenfalls vorhanden. Auch drei Hotels liegen hier in der Nähe, das „Deutsche Haus“, der „Scheideholzer Hof“ und das „Hotel Århus“.

Am nördlichen Ende der Fußgängerzone befindet sich in 2 Gebäudekomplexen südlich und nördlich der B73 das Süderelbe-Einkaufszentrum. Es wurde zu Beginn der 1980er Jahre zusammen mit einem neuen S-Bahnhof und einer erneuerten Busumsteigeanlage errichtet und im Oktober 1981 eröffnet. Es bildet in beiden Komplexen eine bauliche Einheit mit Geschosswohnungsbau. Das „SEZ“ besitzt in beiden Hälften 2 Etagen mit Ladenflächen und Tiefgaragen. Eine Brücke über die Bundesstraße 73 verbindet den südlichen mit dem nördlichen Teil des Zentrums. Zur Infrastruktur des Einkaufszentrums gehören Geschäfte des täglichen Bedarfs und ein Möbelhaus, aber auch eine Kindertagesstätte und Räumlichkeiten für mehrere Vereine. Einige Ladengeschäfte, insbesondere in der Oberetage, stehen jedoch leer und am gesamten Gebäude ist ein zunehmender Verfall zu beobachten. Im erweiterten ehemaligen Karstadt-Gebäude, das nach der Schließung komplett entkernt wurde, befindet sich seit Herbst 2006 eine Kaufland-Niederlassung. Durch die daraus resultierende Wiedereröffnung und die Erweiterung wurden mehr Parkplätze geschaffen. Eine flache Fahrtreppe ermöglicht das Erreichen des Parkdecks mit Einkaufswagen. Diese wurde in einem verglasten Anbau vor das Haus gesetzt. Das Tierversuchslabor LPT hat seinen Sitz in Hamburg-Neugraben.

Brandschutz, Gesundheit und Sicherheit[Bearbeiten]

In Neugraben-Fischbek sind zwei Freiwillige Feuerwehren ansässig, die Freiwillige Feuerwehr Neugraben und die Freiwillige Feuerwehr Fischbek. Diese beiden Feuerwehren sind im Jahre 2011 rund 113 Mal zu Bränden und Hilfeleistungen ausgerückt, davon 84 von der Freiwilligen Feuerwehr Neugraben; letztere ist unter der Woche nur nachts und am Wochenende ganztägig einsatzbereit. Außerdem übernimmt die Neugrabener Feuerwehr Teile des Einsatzgebietes der Hausbrucher. Der Rettungsdienst und auch der Brandschutz werden hauptsächlich von der in Hausbruch gelegenen Feuer- und Rettungswache Süderelbe übernommen.

Das nächstgelegene Krankenhaus mit Grund- und Regelversorgung, ist das Krankenhaus Mariahilf im Stadtteil Heimfeld, das der HELIOS Klinken GmbH angehört.

Direkt im Kern von Neugraben, am Marktplatz, liegt das Polizeikommissariat 47 (kurz PK 47) der Polizei Hamburg. Das Polizeikommissariat deckt die Stadtteile Neugraben-Fischbek, Hausbruch, Francop, Moorburg, Finkenwerder (mit Außenstelle), Neuenfelde, Cranz und Teile des Hafens ab, außerdem fahren die Streifenwagen bis nach Niedersachsen, um dort die kleineren Polizeiposten zu unterstützen.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

In Neugraben gibt es die (Volks-) Schule Neugraben - (mit über 340 Jahren eine der ältesten Schulen in Hamburg), die Stadtteilschule Fischbek- Falkenberg, die Grundschule Schnuckendrift, die Katholische Schule Neugraben, die Stadtteilschule Süderelbe, die Frida-Stoppenbrink-Förderschule (untergebracht in der „alten Schule Neugraben“), die Grundschule Ohrnsweg sowie das Gymnasium Süderelbe.

Ämter[Bearbeiten]

Das ehemalige Ortsamt Süderelbe

In der Fußgängerzone im Zentrum Neugrabens liegt das ehemalige Ortsamt Süderelbe. Seit der Verwaltungsreform 2007 existiert das Ortsamt Süderelbe in seiner ursprünglichen Funktion nicht mehr und der Ortsamtsleiter wurde durch den Regionalbeauftragten Süderelbe ersetzt.

Röttiger-Kaserne[Bearbeiten]

Die Panzer-Kaserne Fischbek wurde 1937–1944 für die deutsche Wehrmacht in die Heidelandschaft gebaut. Nach Kriegsende übernahm die britische Armee das Gelände als Entnazifizierungslager, Auffanglager für Flüchtlinge sowie als Altenheim. Auch war dort das WCDC No. 2 (War Criminal Holding Centre) als „Kriegsverbrecherlager“ eingerichtet worden. Nach Abrücken der „Britischen Besatzungsmacht“ im April 1948 übernahm die Hamburger Sozialverwaltung die Anlagen einschließlich der im Gelände zahlreich aufgestellten Nissenhütten zur „Einrichtung eines Siechenheimes“. Die Kraftfahrzeug- und Werkstatthallen wurden jedoch durch die Privatwirtschaft übernommen. Die ehemaligen Kasernenanlagen wurden im Zuge des Aufbaus der Bundeswehr 1959 von dieser übernommen und zum größten Kasernenareal Hamburgs ausgebaut. Die Kaserne erstreckte sich auf einer Fläche von 67 ha und besaß einen angeschlossenen Standortübungsplatz (3,8 km²), einen eigenen Bahnhof, die Kleiderkammer Nord sowie andere militärische Infrastruktur. Hier waren der Stab sowie Truppenteile der Panzergrenadierbrigade 7 „Hansestadt Hamburg“, wie die Panzergrenadierbataillone 72, 73 und 173 (nach Auflösung der Panzergrenadierbrigade 17), Panzerartilleriebataillon 75 (aufgelöst Sommer 1993), sowie die nicht zum Verband gehörende Feldjägerkompanie 5 und das Flugabwehrregiment 3 (aufgelöst Ende 1993) stationiert. Seit den 1990er Jahren waren des Öfteren Einheiten aus aufgelösten Standorten in Hamburg (Sanitätsbataillon 3 aus Heimfeld, Instandsetzungseinheit aus Rahlstedt) am Standort untergebracht, um diese abzuwickeln. Lediglich das Kraftfahrzeugausbildungszentrum Hamburg 2 existierte bis 2003 am Standort. Ferner ergänzten ein Munitions- und Nachschublager des Versorgungsbataillons 70, sowie ein Sanitätszentrum (als Außenposten des Lazaretts in Schwanewede) den Standort.

Benannt wurde die Bundeswehr-Kaserne nach Generalleutnant Hans Röttiger (1896–1960), erster Inspekteur des Heeres.

Die Kaserne wurde im Zuge der Sparmaßnahmen der Bundeswehr 2005 endgültig geschlossen und die letzten verbliebenen der ursprünglich etwa 1.300 Soldaten zogen ab, wenige Teile des Areals wurden verkauft, ein Teil der Gebäude wurde unter Denkmalschutz gestellt, der Rest wird als Lager für alte Fahrzeuge des Bundes genutzt und noch bewacht. Die Sportanlagen auf dem ehemaligen Kasernengelände dürfen nach verschiedenen Auseinandersetzungen bis auf weiteres durch verschiedene Vereine weiter genutzt werden. Für das ehemalige Kasernengelände laufen umfangreiche Planverfahren für Gewerbenutzung (vor allem die Flächen nördlich der B73 und südlich direkt an diese angrenzend) und umfangreiche Wohnbebauung mit rund 500 Wohneinheiten. Seit November 2010 finden umfangreiche Abrissarbeiten statt, die bis zum August 2013 noch nicht abgeschlossen sind.[7] Auf und neben dem verbotenerweise als Freizeitanlage genutzten Standortübungsplatz (StOÜPl) sollen mehrere Golfplätze sowie eine Waldsiedlung mit rund 50 Wohneinheiten entstehen.

Baugebiet NF 65/Neugrabener Wiesen/Elbmosaik[Bearbeiten]

Gegenwärtig in der Bauvorbereitung und Bebauung befindet sich das Neubaugebiet Neugrabener Wiesen (zunächst als NF 65 bezeichnet) zwischen den Bahngleisen und dem Moorgürtel. Dort sollen in den nächsten Jahren über 1000 Wohneinheiten in Einzel-, Doppel- und Reihenhausbebauung, sowie in Mehrfamilienhäusern entstehen. Im ersten Bauabschnitt sind alle Einzel- und Doppelhausgrundstücke bereits bebaut. Noch schleppend läuft der Absatz der Baugrundstücke für Reihenhäuser.[8] Im Herbst 2011 wurde mit dem Bau der ersten Mehrfamilienhäuser begonnen.

Mit dem Baugebiet "Elbmosaik" wurde auch ein neues Bürgerzentrum mit direkter Anbindung zum S-Bahnhof gebaut. In diesem Zentrum hat eine Grundschule (ehm. Grundschule Quellmoor), eine Kindertagesstätte (ehm. Cux 400) und ein Fitnesscenter (Fit Hus) platz gefunden. Das Zentrum umfasst auch eine Sporthalle, die "CU-Arena", wo die Volleyball-Mannschaft "VT Aurubis Hamburg" des TV Fischbek ihre Heimspiele austrägt.

Integrierte Stadtteilentwicklung durch die steg Hamburg[Bearbeiten]

Angesichts der umfangreicher Neubauvorhaben bei sich gleichzeitig vollziehenden Funktions- und Attraktivitätsverlusten des Standortes Neugraben hat die Freie und Hansestadt Hamburg das Gebiet „Zentrum Neugraben/Bahnhofssiedlung/Petershofsiedlung“ im Jahr 2007 in das Programm „Integrierte Stadtteilentwicklung“ aufgenommen und die steg Hamburg im Juli 2009 mit der Aufgabe betraut.

Ziel der Stadtteilentwicklung ist es, mit Hilfe eines integrierten Entwicklungskonzeptes, anknüpfend an die Vielzahl von Potentialen, eine Stabilisierung und Aufwertung des Gebietes zu erreichen. Das Gebiet Zentrum Neugraben/Bahnhofssiedlung/Petershofsiedlung soll sich so als nachgefragter Wohnstandort und als attraktives Versorgungszentrum mit zeitgemäßem, ausdifferenziertem Waren- und Dienstleistungsangebot etablieren.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu Fischbek gehört auch das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide, nach der Lüneburger Heide die zweitgrößte Heide Deutschlands.[10] In ihr befindet sich das Fischbektal, das Bett des versiegten Flüsschens Fischbek, welches durch Trinkwasserentnahme um 1930 austrocknete[11] und der Archäologische Wanderpfad in der Fischbeker Heide. Er wurde 1975 vom Helms Museum der Öffentlichkeit übergeben. Er umfasst die größte geschlossene Gruppe oberirdisch sichtbarer Bodendenkmäler auf Hamburger Gebiet. Auf dem 2002 restaurierten Wanderweg werden von der Jungsteinzeit bis in die Eisenzeit entstandene Bodendenkmale an 11 Stationen durch Schautafeln erläutert.

Im Norden Fischbeks liegt das Naturschutzgebiet Moorgürtel, ein sumpfiger Ausläufer des Alten Landes, eines der letzten Rückzugsgebiete des gefährdeten Wachtelkönigs. Es ist ein EU-Vogelschutzgebiet. Mitten durch dieses Gebiet führt die geplante Autobahn A 26.

Sport[Bearbeiten]

Der ortsansässige Verein TV Fischbek hat eine Volleyballmannschaft, die in der 1. Bundesliga spielt.

Außerdem gibt es:

  • den FC Süderelbe
  • die Hausbruch Neugrabener Turnerschaft
  • den Schützenverein Fischbek von 1903
  • den Schützenverein Neugraben
  • den Schützenverein Scheideholz
  • den Segelflug-Club Fischbek e.V.
  • den Damen Schieß Club Fischbek
  • den Neugrabener Tennisclub e.V.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Horst Beckershaus: Die Namen der Hamburger Stadtteile. Woher sie kommen und was sie bedeuten. Hamburg 2002, ISBN 3-434-52545-9, S. 84.
  2. [1] geschichtlicher Abriss auf hamburg-neugraben.de
  3. Hamburg-Neugraben. auf: kz-gedenkstaette-neuengamme.de, abgerufen am 15. Oktober 2012. (Informationen zum Frauenaußenlager Neugraben auf der Homepage der KZ-Gedenkstätte Neuengamme)
  4. Statistisches Landesamt, regionale Melderegistereinträge
  5. Endgültiges Ergebnis der Bürgerschaftswahl 2011 (mit Briefwahl).
  6. LBS-Jahresübersichten 2005-2013 (PDF; 10 MB)
  7. Röttiger-Kaserne: Jetzt muss alles raus. In: Hamburger Abendblatt. 18. November 2010.
  8. Neubaugebiet Elbmosaik bleibt Stückwerk. In: Hamburger Abendblatt. 29. November 2011, abgerufen am 13. Dezember 2011.
  9. Entwicklungsquartier „Zentrum Neugraben, Bahnhofsiedlung, Petershofsiedlung“. auf: steg-hamburg.de, abgerufen am 13. Dezember 2011.
  10. Hamburg von Altona bis Zollenspieker. 1. Auflage. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2002, ISBN 3-455-11333-8, S. 725.
  11. Oskar Miek: Neugraben. Dorf- und Heidelandschaft vor den Toren der Großstadt. 1956, DNB 364427507, S. 42.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hamburg-Neugraben-Fischbek – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien