Neuhaus am Rennweg
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Sonneberg | |
| Höhe: | 830 m ü. NN | |
| Fläche: | 22,69 km² | |
| Einwohner: | 5633 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 248 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 98724 | |
| Vorwahl: | 03679 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SON | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 72 013 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kirchweg 2 98724 Neuhaus am Rennweg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Marianne Reichelt | |
| Lage der Stadt Neuhaus am Rennweg im Landkreis Sonneberg | ||
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Neuhaus am Rennweg ist eine Stadt in Thüringen im Landkreis Sonneberg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Stadt liegt im Thüringer Schiefergebirge, unmittelbar am Rennsteig. Neuhaus ist einer der höchst gelegenen Orte Thüringens. Als Neuhaus Kreisstadt war, sprach man von der höchst gelegenen Kreisstadt Deutschlands. Der Teil südlich des Rennsteiges wird zur Steinach entwässert, während der nördliche Teil im Einzugsgebiet der Schwarza liegt.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Katzhütte - Lichte - Lauscha - Steinheid - Scheibe-Alsbach
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Zu Neuhaus gehören die beiden Stadtteile Igelshieb südlich und Schmalenbuche im Nordosten.
[Bearbeiten] Klima
Das Klima in Neuhaus ist sehr rauh mit sehr schneereichen Wintern und kalten, feuchten Sommern. Neuhaus hält auch den deutschen Rekord der längsten durchgängigen Nebelperiode; diese dauerte 242 Stunden oder 10 Tage und war im Mai 1996. [2]
[Bearbeiten] Geschichte
Ende des 16.Jahrhunderts wurde durch die Konzession zur Errichtung der Glashütte Schmalenbuche der Ort Neuhaus gegründet und 1668 bis 1673 das "Jagdhaus" der Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt erbaut. 1732 ging der Ort Igelshieb aus einer Köhlersiedlung hervor. Bis 1920 gehörten Neuhaus und Schmalenbuche zum Schwarzburg-Rudolstädter Amt Oberweißbach. Igelshieb gehörte zum Kreis Saalfeld im Herzogtum Sachsen-Meiningen. Am 1. April 1923 erfolgte die Eingemeindung von Schmalenbuche und Igelshieb nach Neuhaus, 1933 erhielt Neuhaus am Rennweg Stadtrecht.
Von 1929 an war Otto Engert, Mitglied der KPO, Bürgermeister des Ortes, bis er 1931 aufgrund von Verordnungen des nationalsozialistischen Innenminister Thüringens Wilhelm Frick sein Amt verlor. Seit den 1970er Jahren erinnert ein Straßenname an ihn. Seit 1932 wirkte im Ort der evangelische Pfarrer Paul Friederich, der der Bekennenden Kirche (BK) angehörte. Nach diffamierenden Angriffen durch die NSDAP wurde er 1935 von der Deutsch-Christlichen Kirchenleitung nach Leislau zwangsversetzt, später verhaftet und aus der Landeskirche entlassen. Sein Nachfolger Hans Brunotte setzte die Arbeit der BK fort, indem er in der Gaststätte Waldhaus christliche Unterweisung und Gottesdienst durchführte. Auch Brunotte wurde verfolgt und 1937 von der Gestapo des Landes verwiesen. Nach Schließung des Waldhauses fanden Gottesdienste in einem Fabrikschuppen statt. Während des Zweiten Weltkrieges mussten mehr als 600 Frauen und Männer aus Russland, der Ukraine, Polen, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Tschechien im Telefunken-Röhrenwerk, in der Glasfabrik Müller & Co., in der Stadtverwaltung und bei der Firma Rudolf Heinz & Co. Zwangsarbeit verrichten.[3]
Von 1952 bis 1994 war Neuhaus Kreisstadt des Kreises Neuhaus, bis 1990 im Bezirk Suhl. Es war die höchstgelegene Kreisstadt der DDR.
Mit knapp 400 Jahren Geschichte ist Neuhaus der jüngste Ort Thüringens.
[Bearbeiten] Politik
Die Stadt Neuhaus am Rennweg ist erfüllende Gemeinde für die Gemeinden Goldisthal, Scheibe-Alsbach und Siegmundsburg.
[Bearbeiten] Stadtrat
Der Rat der Stadt Neuhaus am Rennweg besteht aus 20 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Seit 1992 besteht eine Partnerschaft mit Dietzenbach in Hessen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Im Stadtbereich zählt die 1892 eingeweihte Stadtkirche zu den Sehenswürdigkeiten, sie ist eine der größten Holzkirchen in Thüringen. Ebenso lohnt der Besuch des Heimatmuseums Geißlerhaus, dem Geburtshaus von Dr. Heinrich Geißler, einem Pionier des Glasapparatebaus, der Vakuumtechnik und Elektrizitätslehre.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Neuhaus wurde im Zusammenhang mit der Gründung einer Glashütte gegründet. Die Glasindustrie stellt seit jeher die wichtigste Industrie der Stadt dar. Außerdem spielt der Tourismus eine wichtige Rolle.
[Bearbeiten] Verkehr
Neuhaus liegt an der Bundesstraße 281, die von Saalfeld nach Eisfeld führt. Des weiteren führen noch Straßen nach Katzhütte, Oberweißbach und Lauscha. Unmittelbar am Bahnhof besteht eine Zentrale Omnibushaltestelle, von der aus mehrere Omnibuslinien betrieben werden, u.a. nach Saalfeld, Steinach, Katzhütte und Goldisthal. Eine Stadtverkehrslinie erschließt den Ortsteil Schmalenbuche sowie den Nachbarort Ernstthal am Rennsteig. Neuhaus besitzt einen Eisenbahnanschluss an einem Abzweig der Bahnstrecke Sonneberg–Probstzella. Diese Strecke wurde 1997 stillgelegt. Seit 2002 gibt es wieder Bahnverkehr zwischen Sonneberg und Neuhaus. Der Bahnhof Neuhaus ist mit 830 m ü. NN. der höchst gelegene Bahnhof Thüringens.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Einwohnerzahlen
- ↑ http://www.dwd.de/de/wir/Interessantes/Rekorde/Nebel/brd.html
- ↑ Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 285f., ISBN 3-88864-343-0
[Bearbeiten] Weblinks
Bachfeld | Effelder-Rauenstein | Föritz | Goldisthal | Judenbach | Lauscha | Mengersgereuth-Hämmern | Neuhaus am Rennweg | Neuhaus-Schierschnitz | Oberland am Rennsteig | Schalkau | Scheibe-Alsbach | Siegmundsburg | Sonneberg | Steinach | Steinheid


