Neuigkeits-Welt-Blatt

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Das Neuigkeits-Welt-Blatt war eine österreichische Tageszeitung, die von 1874 bis 1943 erschien.

Das Blatt erzielte im Jahr 1895 eine Auflage von täglich 40.000 Stück und konnte die Zahlen bis ins Jahr 1915 sukzessive auf 67.000 steigern. Im Jahr 1925 wurden 30.000 Stück aufgelegt, im Jahr 1933 waren es 40.000.[1]

Das Blatt änderte seine politische Ausrichtung während der Zeit seines Erscheinens mehrmals. So war die Zeitung trotz ihrer katholischen Grundausrichtung nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Untertitel „Für den Mittelstand“ versehen und bezog in den 1920er Jahren wiederholt für demokratische Prinzipien Stellung.

Ab 1930 änderte sich dieser Kurs erstmals radikal. Das Blatt unterstützte den autoritären Kurs der Regierung Dollfuß. Es fungierte fortan als offiziöses Blatt der austrofaschistischen Regierung - Bundeskanzler Kurt Schuschnigg ließ wiederholt Leitartikel darin platzieren.

Ab März 1938 stellte sich das Blatt unter dem Herausgeber August Theodor Kirsch in den Dienst des NS-Regimes und erhielt dadurch eine Sonderstellung: Alle anderen Wiener Zeitungsverleger mussten ihre Blätter in den Jahren 1938 und 1939 entweder schließen, oder zu vorgegebenen Preisen an nationalsozialistische Verlage abtreten. Kirsch jedoch durfte das Neuigkeits-Welt-Blatt unbehelligt weiterführen. Im März 1938 verpasste sich das Neuigkeits-Welt-Blatt den Untertitel „älteste arische Tageszeitung Wiens“. Erst Ende 1943, als es in ganz Österreich kriegsbedingt zu Papier- und Rohstoffknappheit kam, musste auch das NS-treue Blatt sein Erscheinen einstellen.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Gabriele Melischek und Josef Seethaler: Auflagenzahlen der Wiener Tageszeitungen 1895-1933 in quellenkritischer Bearbeitung (PDF-Datei; 169 kB). Österreichische Akademie der Wissenschaften: Wien 2001