Neukirchen (Knüll)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neukirchen
Neukirchen (Knüll)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neukirchen hervorgehoben
50.8713888888899.3433333333333305Koordinaten: 50° 52′ N, 9° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Höhe: 305 m ü. NHN
Fläche: 66,26 km²
Einwohner: 7175 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34626
Vorwahl: 06694
Kfz-Kennzeichen: HR
Gemeindeschlüssel: 06 6 34 017
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 10
34626 Neukirchen
Webpräsenz: www.neukirchen.de
Bürgermeister: Klemens Olbrich (CDU)
Lage der Stadt Neukirchen im Schwalm-Eder-Kreis
Kassel Landkreis Fulda Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Kassel Landkreis Marburg-Biedenkopf Landkreis Waldeck-Frankenberg Vogelsbergkreis Vogelsbergkreis Werra-Meißner-Kreis Knüllwald Homberg (Efze) Frielendorf Schwarzenborn (Knüll) Neukirchen (Knüll) Oberaula Ottrau Schrecksbach Willingshausen Schwalmstadt Gilserberg Jesberg Neuental Bad Zwesten Borken (Hessen) Morschen Malsfeld Wabern (Hessen) Felsberg (Hessen) Spangenberg Melsungen Körle Guxhagen Edermünde Gudensberg Niedenstein FritzlarKarte
Über dieses Bild

Neukirchen ist eine Stadt im Knüll im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen. Es ist Luftkurort und Kneippheilbad.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Neukirchen liegt am Südwesthang des Knüllgebirges am Rand der Landschaft Schwalm. Durchflossen wird es von der Grenff, in die oberhalb Neukirchens der Buchenbach und im Ort die Urbach münden.

Die nächstgrößeren Städte sind Kassel (etwa 60 km nördlich), Marburg (etwa 40 km westlich), Fulda (etwa 60 km südöstlich) und Bad Hersfeld (etwa 25 km östlich).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Neukirchen grenzt im Norden an die Gemeinde Frielendorf, im Osten an die Stadt Schwarzenborn und die Gemeinde Oberaula, im Süden an die Gemeinde Ottrau, sowie im Westen an die Gemeinden Schrecksbach und Willingshausen (alle im Schwalm-Eder-Kreis).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt gehören neben der Kernstadt Neukirchen die Stadtteile Asterode, Christerode, Hauptschwenda, Nausis, Riebelsdorf, Rückershausen, Seigertshausen und Wincherode.

Geschichte[Bearbeiten]

Neukirchen wurde erstmals im Jahre 1142 in einer Urkunde des Klosters Hersfeld erwähnt. Von 1331 bis 1867 war Neukirchen Sitz des ziegenhainischen bzw. ab 1450 landgräflich-hessischen Amts Neukirchen. 1368 wurden dem Ort die Stadtrechte verliehen. Im Mittelalter wurde die Stadt mehrmals von Bränden heimgesucht; der Brandkatastrophe von 1533 fielen drei Viertel der Häuser zum Opfer.

Im Dreißigjährigen Krieg kam es am 15. November 1640 wenige hundert Meter nordwestlich des Stadtteils Riebelsdorf zu dem schweren Gefecht am Riebelsdorfer Berg zwischen sachsen-weimarischen Truppen, verstärkt durch ein französisches Bataillon und das Ziegenhainer Bürgerkorps, einerseits und kaiserlichen Tuppen unter General Hans Rudolf von Breda andererseits, bei dem die zahlenmäßig überlegenen Kaiserlichen eine Niederlage erlitten und Breda mit 300 seiner Leute das Leben verlor. Der Überlieferung nach wurde Breda durch einen Schuss des Kapitäns Velten Muhly, Kommandant der 1539 gegründeten Ziegenhainer Bürgerwehr, getötet.[2] 1843 errichteten Ziegenhainer Bürger an der Stelle, wo Breda fiel, an der B 454, einen Obelisk; an dem Platz, an dem Velten Muhly auf Breda geschossen haben soll, steht seither eine schlanke Steinsäule.

Während des Königreichs Westphalen von 1807 bis 1813 war die Stadt Verwaltungssitz des Kantons Neukirchen im Distrikt Hersfeld.

Bis 1968 war die Stadt Sitz des Amtsgerichtes Neukirchen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Asterode, Christerode, Hauptschwenda, Nausis, Riebelsdorf und Rückershausen eingegliedert. Am 1. Januar 1974 kam Seigertshausen hinzu.[3]

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Stadtverordnetenwahl in Neukirchen 2011
 %
40
30
20
10
0
34,9 %
33,6 %
9,6 %
9,2 %
6,5 %
6,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-3,1 %p
-4,8 %p
-0,3 %p
+1,5 %p
+0,5 %p
+6,2 %p
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 34,9 11 38,0 12
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,6 10 38,4 12
FDP Freie Demokratische Partei 9,6 3 9,9 3
UBL Unabhängige Bürgerliste 9,2 3 7,7 2
FWG Freie Wählergemeinschaft 6,5 2 6,0 2
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 6,2 2 - -
Gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 53,1 52,1
Fachwerkhaus von 1598

Partnerstädte[Bearbeiten]

Longpont-sur-Orge ist seit 1991 Partnerstadt von Neukirchen. [4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Es gibt ein Heimatmuseum mit Dokumenten zur Stadtgeschichte, vorgeschichtlichen Sammlungen und einem Klassenraum.
  • Eine Stallscheune aus Asterode wird seit 2009 im Hessenpark als Ausstellungshaus genutzt.
Nikolaikirche
Neukirchen

Kirchen[Bearbeiten]

  • Die Nikolaikirche in der Neukirchner Kernstadt wurde in mehreren Phasen vor mehr als 500 Jahren erbaut.[5]

Sport[Bearbeiten]

Überregional bekannt wurde Neukirchen durch die 1. Fußballmannschaft des SC Neukirchen, die vier Jahre lang in der damals noch viergleisigen Regionalliga spielte. Seit 2007 gibt es im Wald zwischen Seigertshausen und Neukirchen einen Nordic-Walking-Park mit vier unterschiedlich langen Strecken quer durch den Neukircher Wald.

Vereine[Bearbeiten]

Steno- und Maschinenschreibverein Neukirchen 1980 e. V.

Über die Grenzen der Region hinaus hat der Steno- und Maschinenschreibverein Neukirchen die Stadt bekannt gemacht. Die Schreibsportler des Vereins beteiligten sich an mehreren Weltmeisterschaften, wurden mehrmals deutscher Einzel- und Mannschaftsmeister und stellen zahlreiche Hessenmeister (Einzel- und Mannschaftswettbewerbe).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Pro Neukirchen e.V.[Bearbeiten]

Die Wirtschaftsvereinigung, die seit 2006 Pro Neukirchen e.V. heißt, hat die Entwicklung der Stadt zum Ziel - jedoch nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch kultureller und touristischer Hinsicht.[6]

Verkehr[Bearbeiten]

Neukirchen liegt an der Bundesstraße 454 (KirchheimNiederaula). Die Gemeinde gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Historische Quellen[Bearbeiten]

Das Stadtarchiv Neukirchen wird im Hessischen Staatsarchiv Marburg aufbewahrt (Bestand 330 Neukirchen). Der Bestand ist nahezu vollständig erschlossen und ist online recherchierbar. [7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neukirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.warlich.net/bernd/muhly-velten-valentin/
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 412f.
  4. Partnerstädte Beitrag zum Thema auf der Internetseite der Stadt Neukirchen
  5. Beschreibung auf der Internetseite der Stadt Neukirchen
  6. Pro Neukirchen e.V. auf der Internetseite der Stadt Neukirchen
  7. Übersicht über den Bestand "Stadtarchiv Neukirchen" Hessisches Archiv-Dokumentations- und Informations-System. Abgerufen am 18. Juli 2011