Neumarkt-Sankt Veit

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neumarkt-Sankt Veit
Neumarkt-Sankt Veit
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neumarkt-Sankt Veit hervorgehoben
48.36111111111112.508333333333457Koordinaten: 48° 22′ N, 12° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Neumarkt-Sankt Veit
Höhe: 457 m ü. NHN
Fläche: 61,06 km²
Einwohner: 6036 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84494
Vorwahl: 08639
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 129
Stadtgliederung: 95 Stadtteile
Adresse der Verbandsverwaltung: VG Neumarkt-Sankt Veit
Johannesstr. 9
84494 Neumarkt-Sankt Veit
Webpräsenz: www.neumarkt-sankt-veit.de
Bürgermeister: Erwin Baumgartner (UWG)
Lage der Stadt Neumarkt-Sankt Veit im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer Hart Zangberg Waldkraiburg Unterreit Taufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn) Schwindegg Schönberg (Oberbayern) Reichertsheim Rechtmehring Rattenkirchen Polling (bei Mühldorf am Inn) Obertaufkirchen Oberneukirchen (Oberbayern) Oberbergkirchen Niedertaufkirchen Niederbergkirchen Neumarkt-Sankt Veit Mühldorf am Inn Mettenheim (Bayern) Maitenbeth Lohkirchen Kraiburg am Inn Kirchdorf (bei Haag in Oberbayern) Jettenbach (Oberbayern) Heldenstein Haag in Oberbayern Gars am Inn Erharting Egglkofen Buchbach (Oberbayern) Aschau am Inn Ampfing Landkreis Landshut Landkreis Rottal-Inn Landkreis Rosenheim Landkreis Ebersberg Landkreis Altötting Landkreis Erding Landkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild
Der Stadtplatz
Das Rathaus
Die Johanneskirche

Neumarkt-Sankt Veit (bis 1934 Neumarkt an der Rott) ist eine historische Stadt an der Rott im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn und bildet mit der Gemeinde Egglkofen die Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt-Sankt Veit.

Geographie[Bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Neumarkt-Sankt Veit hat 95 amtlich benannte Ortsteile:[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Neumarkt wurde am 14. August 1269 vom niederbayerischen Herzog Heinrich dem XIII. gegründet. Neumarkt besaß ab 1366 ein Marktgericht mit weitgehenden Eigenrechten. Im Jahre 1369 ließ der Landshuter Herzog den Sitz der Landrichters und Pflegers für den neuen Landgerichtsbezirk Neumarkt im späteren Schloss Adlstein einrichten. Das namensgebende Benediktiner-Kloster Sankt Veit, das hier eine geschlossene Hofmark besaß, wurde 1121 von Edler Dietmar von Lungau zu erst im nahegelegenen Ort Elsenbach gegründet und 1171 auf den Vitusberg über Rott verlegt, im Jahre 1802 erfolgte die Auflösung. Das herzogliche Landgericht bestand bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 1803 wurde im Zuge der Verwaltungsneugliederung Bayerns ein neues, kurfürstlich-bayrisches Landgericht eingerichtet. 1862 wurden die Verwaltungsaufgaben aus diesem heraus gelöst und dem Bezirksamt Mühldorf übertragen. Das verbleibende Landgericht wurde in den späteren 1860er Jahren in Amtsgericht umbenannt, das bis 1970 Bestand hatte. Am 1. Mai 1920 wurden die Gemeinden Sankt Veit und Wolfsberg zur neuen Gemeinde Wolfsberg-Sankt Veit zusammengeschlossen. Am 1. April 1934 wurde diese mit Neumarkt vereinigt. Seitdem trägt die so entstandene Stadt dem Namen Neumarkt-Sankt Veit.[3] Am 27. Mai 1956 erhielt Neumarkt-Sankt Veit das Stadtrecht. Seit dem 1. Januar 1978 besteht eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Egglkofen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Elsenbach, Feichten, Hörbering und Wiesbach eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Thambach eingegliedert.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Ortsanlage im Regelmaß des 13. Jahrhunderts wird von dem gestreckten Marktplatz beherrscht, der beiderseits durch Torbauten abgeriegelt ist. Mehrere Wohnhäuser sind dem Inn-Salzach-Stil zuzurechnen. Hier befindet sich die alte Pfarrkirche St. Johannes Baptist aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Etwas abseits des Marktplatzes liegt das Kloster Sankt Veit, ein ehemaliges Benediktinerkloster und heutiges Altenheim. Die ehemalige Klosterkirche ist heute Pfarrkirche. Die Altstadt um den Stadtplatz bietet Sehenswürdigkeiten wie den Herzoglichen Kasten, heute Stadtbücherei und Veranstaltungshaus. Das alte Pfleggericht Schloss Adlstein beherbergt heute das Rathaus. Im großen Gemeindegebiet von über 60 Quadratkilometern gibt es viele Dörfer und Kleinode wie Teising mit einem Wasserschloss und einem alten Wallfahrtskircherl und Kapelle.

Auf einem KZ-Friedhof außerhalb des Ortes an der B 299 in Richtung Mühldorf sind 392 Häftlinge begraben, die in KZ-Außenlagern im Landkreis Mühldorf bei Zwangsarbeit in einer Flugzeugfabrik ums Leben kamen, woran Tafeln am Friedhofstor erinnern.[5]

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Neumarkt-Sankt Veit

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Erwin Baumgartner (UWG).

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Neumarkt-Sankt Veit unterhält seit dem 9. Juli 2002 eine Partnerschaft mit dem italienischen Caneva.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Neumarkt-Sankt Veit liegt ca. 85 Kilometer östlich der Landeshauptstadt München und 35 Kilometer südöstlich von Landshut unmittelbar an der mit über 11.000 Kraftfahrzeugen befahrenen B 299. Zur Entlastung des historischen Stadtkerns wurde am 20. April 2009 mit dem Bau einer Ortsumgehung begonnen, die am 17. Dezember 2012 für den Verkehr freigegeben wurde. Bereits am 24. Oktober 2011 wurde deren Teilstück (B 299 Nord - St 2086) seiner Bestimmung übergeben. Als weitere wichtige regionale Verbindungsstraße durchquert die Staatsstraße 2086 die Stadt in Ost-West-Richtung.

Mit Eröffnung der Bahnstrecke Mühldorf–Pilsting am 15. Oktober 1875 erhielt Neumarkt Anschluss an das Eisenbahnnetz und wurde in den folgenden Jahren mit dem Bau der Bahnstrecken Neumarkt–Landshut (KBS 945) und Neumarkt–Passau (KBS 946) zu einem Knotenpunkt.

Sport[Bearbeiten]

TSV Neumarkt-Sankt Veit[Bearbeiten]

In der Stadt Neumarkt-Sankt Veit gibt es den Turn- und Sportverein (TSV) Neumarkt-Sankt Veit.[6]

Deutscher Alpenverein Rottal[Bearbeiten]

Der deutsche Alpenverein zählt zu einem der größten Vereinen in Neumarkt-St. Veit. Aufgegliedert ist er in den Bereichen Klettern, Bergsport und Schneetouren und spricht mit dem Angebot sowohl Jung als auch Alt an. Die Highlights sind die 240 m² große Kletterhalle und die Hütte im Zillertal.[7]

EC Schpana Crocodiles[Bearbeiten]

Die EC Schpana Crocodiles haben sich zur Aufgabe gemacht den Kindern und Jugendlichen den Eishockeysport näher zu bringen. Sie trainieren sowohl auf dem Eis als auch auf dem eigen errichteten Rollhockeyfeld. Mit Ihrer äußerst engagierten Mannschaft konnten Sie schon viele Erfolge verbuchen.[8]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Manfred Hößl (* 1955), Kirchenmusiker und Herausgeber
  • Wolfgang Pledl (* 1955), Historiker


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neumarkt-Sankt Veit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120104/224014&attr=OBJ&val=408
  3. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 525.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens- Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 583.
  5. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 177
  6. Offizielle Homepage des TSV Neumartk-Sant-Veit
  7. Offizielle Homepage des Deutschen Alpenvereins Rottal
  8. Offizielle Homepage des EC Schpana Croccodiles