Neunbinden-Gürteltier

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Neunbinden-Gürteltier
Neunbinden-Gürteltier

Neunbinden-Gürteltier

Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Nebengelenktiere (Xenarthra)
Ordnung: Gepanzerte Nebengelenktiere (Cingulata)
Familie: Gürteltiere (Dasypodidae)
Gattung: Langnasengürteltiere (Dasypus)
Art: Neunbinden-Gürteltier
Wissenschaftlicher Name
Dasypus novemcinctus
Linnaeus, 1758

Das Neunbinden-Gürteltier (Dasypus novemcinctus) ist eine Säugetierart aus der Familie der Gürteltiere (Dasypodidae). Es zählt zu den bekanntesten und weitestverbreiteten Vertretern dieser Gruppe, zudem ist es der am besten erforschte. Das Vorkommen dieser Gürteltierart beschränkt sich nicht nur auf weite Teile Südamerikas, als einzige heute noch lebende Art ist sie auch in Nordamerika verbreitet, wo sie erstmals in der Mitte des 19. Jahrhunderts beobachtet wurde. Die Lebensräume, die das Neunbinden-Gürteltier besiedelt, sind sehr vielfältig und umfassen hauptsächlich Wälder und teils offene Landschaften, die aber mehr oder weniger gut durchfeuchtet sein müssen; zudem gilt es als äußerst anpassungsfähig, jedoch kommt es mit längeren Kälteperioden nicht zurecht. Die Tiere leben einzelgängerisch und graben unterirdische Bauten. Sie paaren sich einmal im Jahr. Die üblicherweise vier Neugeborenen stellen meist vier genetisch identische Jungtiere dar und verbleiben bis zu neun Monate beim Muttertier. Auch in der Ernährung ist die Gürteltierart sehr anpassungsfähig und verzehrt hauptsächlich Insekten, aber auch kleinere Wirbeltiere. Aufgrund der weiten Verbreitung werden bis zu sieben Unterarten unterschieden. Bedeutend in der Beziehung zum Menschen ist der Umstand, dass das Neunbinden-Gürteltier Erreger der Lepra und der Chagas-Krankheit trägt und so häufig in der Medizin als Labortier verwendet wird. In einigen Ländern seines Verbreitungsgebietes gilt es auch als Nahrungsressource. Das Neunbinden-Gürteltier wird nicht als gefährdet eingestuft.

Merkmale[Bearbeiten]

Habitus[Bearbeiten]

Neunbinden-Gürteltier, deutlich ist der gepanzerte Kopf zu sehen

Das Neunbinden-Gürteltier erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 32 bis 57 cm, der Schwanz ist 21 bis 45 cm lang und ist damit in der Regel etwa so lang wie der Rumpf oder teilweise länger. Das Gewicht variiert von 3 bis maximal 9,8 kg, wobei aber 6,5 kg eher selten überschritten werden; Männchen sind insgesamt etwas schwerer als Weibchen. Die Gürteltierart hat einen bis zu 10 cm langen und schmalen, dreieckig geformten Kopf mit einer lang ausgezogenen Schnauze. Die Ohren sind mit bis zu 5,9 cm Länge im Vergleich zum Kopf groß, sehr beweglich und weisen gerundete Enden auf. Der typische Kopfschild besteht aus großen Knochenschildchen, die dicht auf dem Skelettunterbau liegen. Wie alle Gürteltiere ist das Neunbinden-Gürteltier durch die Rückenpanzerung gekennzeichnet, die drei getrennte Abschnitte umfasst: einen festen Schulter- und Beckenteil sowie einen Teil bestehend aus 8 bis 10, meist jedoch 9 beweglichen Bändern dazwischen, die durch Hautfalten miteinander verbunden sind. Die festen Panzerteile bestehen aus je etwa 18 bis 20 Reihen kleiner, rundlich gestalteter Knochenschildchen, die aber nicht immer symmetrisch angeordnet sind. Die Knochenplättchen der beweglichen Bänder sind dagegen dreieckig geformt, das vierte Band weist 54 bis 65 derartige knöcherne Bildungen auf. Zusätzlich ist der lange Schwanz in seinen ersten beiden Dritteln von 12 bis 15 Knochenringen umgeben. Der Panzer besitzt meist eine braune Färbung, wobei die unteren Partien etwas heller sind, ebenso wie die vorderen beweglichen Bänder. Der Kopfschild ist ebenfalls heller getönt, während die Ohren einen sehr dunklen Farbton aufweisen. Der spärlich behaarte Bauch hat eine pinkfarbene Tönung. Die durchschnittlich 8,7 cm langen Beine sind relativ kurz, die Vorderfüße tragen vier und die Hinterfüße fünf Zehen, die alle mit scharfen Krallen versehen sind. Jene der zwei mittleren Vorderfußzehen sind am längsten. Weibliche Tiere besitzen vier Milchdrüsen. Das Tier verfügt außerdem über eine stark schwankende Körperkerntemperatur von 30 bis 36 °C, wobei diese mit durchschnittlich 33,4 °C bei Männchen höher ist als bei Weibchen mit 31,7 °C.[1][2]

Schädel- und Skelettmerkmale[Bearbeiten]

Skelett des Neunbinden-Gürteltiers

Der Schädel ist bis zu 9,9 cm lang und an den Jochbeinbögen gut 4,3 cm breit. Das Rostrum besitzt eine Länge von etwa 5,9 cm, es ist dadurch deutlich verlängert und zusätzlich schmal geformt. Der Unterkiefer kann 7,8 cm lang werden. Der Zahnbau unterscheidet sich von dem anderer Säugetiere und folgt nicht der gängigen Gebissformel. Die Zähne sind einfach gebaut und ohne Zahnschmelz, besitzen nur eine Wurzel und haben eine stiftartige Form. Sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer sitzen jeweils je Kieferhälfte 7 bis 9 Zähne, also insgesamt 28 bis 36, im Durchschnitt sind es aber je Kieferbogen 8, insgesamt also 32.[1] Allerdings scheint es innerhalb der einzelnen Unterarten des Neunbinden-Gürteltiers deutliche Unterschiede zu geben, da bei Populationen aus Nicaragua nur jeweils 7 Zähne je Kieferbogen beobachtet wurden. Die Gesamtlänge der unteren Zahnreihe beträgt 2,6, die der oberen 2,4 cm.[3] An den Vordergliedmaßen weist die Ulna ein besonders großes oberes Gelenk auf (Olecranon), dass bei einer Gesamtlänge des Knochens von 6,9 cm etwa 2,7 cm erreicht. Solche großen Gelenkenden an den Vordergliedmaßen sind typisch für Tiere mit grabender Lebensweise.[4]

Sinnesleitungen und Lautäußerungen[Bearbeiten]

Das Neunbinden-Gürteltier hat einen eher schlechten Sehsinn, dafür aber einen ausgesprochen guten Geruchssinn, den es vor allem bei der Nahrungssuche einsetzt. Mehrere Lautrufe sind bekannt. Grabende und sich wehrende Tiere geben ein keuchendes Grunzen von sich, ängstliche ein Quieken. In der Paarungszeit sind auch niederfrequente Kontaktrufe nachgewiesen. Zudem ist die Gürteltierart ein sehr geräuschvolles Tier, welches ein beständiges Schnauben oder Grunzen bei der Suche nach Futter ausstößt. Auch sonst verursacht es viel Lärm durch Zerbrechen trockener Äste oder Rascheln im Laub und gilt als einer der geräuschintensivsten Waldbewohner.[1]

Verbreitung[Bearbeiten]

Gesamtes Verbreitungsgebiet

Allgemein[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Neunbinden-Gürteltiers reicht von Nord- über Mittel- bis nach Südamerika und besitzt damit die größte Ausdehnung aller Gürteltierarten. Als einziger Vertreter seiner Familie ist er zudem in den USA anzutreffen, wo er vor allem den Süden und Südosten besiedelt. Die südliche Verbreitungsgrenze befindet sich im Norden Argentiniens und in Uruguay. Im Westen Südamerikas stellen die Hochflächen der Anden eine natürliche Grenze dar, vor allem in Peru und Bolivien. Darüber hinaus sind auch einzelne Populationen auf den Karibischen Inseln anzutreffen, namentlich Grenada und Trinidad und Tobago. Das gesamte bewohnte Gebiet umfasst 19,1 Millionen Quadratkilometer, die tatsächlich okkupierte Fläche ist aber unbekannt.[5][6]

Das Neunbinden-Gürteltier lebt sowohl auf Meeresspiegelhöhe bis in Höhen um 2000 m. Es ist sehr anpassungsfähig und toleriert zahlreiche Habitate. So ist die Gürteltierart in feuchten Wäldern ebenso heimisch wie in offenen Grasland, auf landwirtschaftlich genutzten Flächen und in städtischen Gebieten. Generell ist eine Bevorzugung von warmen und feuchten Klimaten mit einem nur geringen Anteil an Frosttagen im Jahr zu beobachten. Bevorzugt bewohnte Landschaften sind hierbei Ufergebiete und feuchte Wälder, vor allem die atlantischen Küstenwälder (Mata Atlântica), aber auch Sümpfe. Sie fehlt aber vor allem in den sehr trockenen Gebieten der Gran Chaco mit weniger als 380 mm Jahresniederschlag, die von anderen Gürteltierarten bewohnt werden. Möglicherweise ist das auch der Grund, warum das Neunbinden-Gürteltier nicht weiter südlich anzutreffen ist. Die Populationsdichte der einzelnen Regionen ist sehr unterschiedlich. So ist in der Cerrado-Region nur ein Individuum auf drei Quadratkilometern anzutreffen, in den küstennahen Gebieten von Texas kommen aber bis zu 50 Tiere auf einem Quadratkilometer vor. In geschützten Arealen der atlantischen Küstenwälder können es bis zu 24 Individuen sein, die die gleiche Fläche besetzen.[1][6]

Ausbreitung nach Nordamerika[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet in den USA mit gegenwärtiger Verbreitung (rot) mit der Darstellung verschiedener Verbreitungsgrenzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten, die roten Punkte sind Neubeobachtungen

Die Ausbreitung nach Nordamerika, vor allem in die USA, die erst in jüngerer Zeit stattfand und immer noch anhält, ist gut untersucht. Die ersten Tiere wurden in südlichsten Texas am Rio Grande im Jahr 1854 beobachtet, bereits 1880 hatte die Gürteltierart den Nueces River im Südosten des US-Bundesstaates erreicht.[7] Die Westexpansion stoppte etwa 1905 am Pecos River in New Mexico, gegenwärtig sind nur selten vereinzelte Tiere westlich des Flusses zu finden.[8] Nach Osten hin erschien das Neunbinden-Gürteltier erstmals 1921 in Arkansas. Schon 1919 wurde mehrere Tiere in Florida durch Marinesoldaten freigelassen, gleichzeitig entwichen einige Exemplare aus einem Zoo, beide Gruppen begründeten die Population in diesem Bundesstaat. Im weiteren Verlauf der Ostausdehnung des Verbreitungsgebietes trat das Neunbinden-Gürteltier 1925 erstmals in Louisiana auf, den Mississippi überschritt es 1934 während es in Alabama 1939 ankam und 1942 in Georgia. Weiterhin erfolgte auch eine Nordausdehnung, so wird über das erste Auftreten der Art 1936 in Oklahoma, 1943 in Kansas, 1947 in Missouri, 1966 in Colorado, 1970 in Nebraska, 1974 in South Carolina und letztendlich 1992 in Illinois berichtet. Gegenwärtig umfasst die Verbreitung den ganzen Südosten der USA, im Westen ist ist die Ausdehnung weitgehend durch die trockenen Wüstengebiete mit heftigen Wintereinbrüchen abgeschlossen, im Norden geht sie jedoch weiter und schreitet mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 7,8 km pro Jahr voran, in den Großen Ebenen liegt sie sogar bei 11 km, an der Golfküste erreichte sie bis zu 17,2 km pro Jahr.[9] Allerdings wird die Expansion nach Norden durch die kalten Winter gebremst, da das Neunbinden-Gürteltier kaum kälteresistent ist. Ein weiterer limitierender Faktor ist das weniger reichhaltige Nahrungsangebot in der kalten Jahreszeit dort.[1][2]

Warum das Neunbinden-Gürteltier erst so spät in Nordamerika auftrat ist unbekannt, da es schon wesentlich früher, seit einigen tausend Jahren, in Mexiko nachgewiesen ist und keine klimatischen Unterschiede zum südlichen Teil Nordamerikas bestehen oder geographische Barrieren vorliegen. Möglicherweise hat es mit der Größe und Dichte der Populationen in Mexiko zu tun oder aber mit dem Überwinden eines physiologischen Hemmungsfaktors. Letzteres wäre nur mit einer evolutiven Weiterentwicklung des Neunbinden-Gürteltiers zu erklären.[6]

Lebensweise[Bearbeiten]

Territorialverhalten[Bearbeiten]

Neunbinden-Gürteltier in Oklahoma

Das Neunbinden-Gürteltier ist die am besten untersuchte und dokumentierte Gürteltierart, dementsprechend viel ist über ihre Lebensweise bekannt. Das Tier lebt einzelgängerisch und ist überwiegend nachtaktiv, allerdings ist es auch zeitweise am Tag sichtbar. Da es weniger kälteangepasst ist, sind die Aktivitäten in kühleren Phasen geringer, auch wird die Körpertemperatur um bis zu 2,5°C abgesenkt. Die Vertreter der Gürteltierart sind nicht territorial, doch nutzen sie Aktionsräume (home ranges), in denen sie sich bevorzugt aufhalten und deren Größe mit dem Alter der einzelnen Individuen zunehmen. In optimalen Habitaten sind sie in der Regel zwischen 1,2 und 3,4 ha groß, in weniger gut geeigneten Landschaften können sie bis zu 15 ha groß werden. Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Tieren wurden dabei nicht beobachtet. Die Aktionsräume verschiedener Einzeltiere, sowohl der Männchen als auch der Weibchen, können sich überlappen, ohne dass es zu Aggressionen untereinander kommt. Lediglich in der Brunftzeit sind die Gebiete der männlichen Tiere strikt getrennt. Bei Kontakten mehrerer Individuen zueinander werden meist zuerst die Genitalien beschnüffelt. Während der täglichen Nahrungssuche legt ein einzelnes Tier bis zu 1,2 km zurück, die durchschnittlichen Distanzen liegen aber bei 80 bis 180 m. Zudem ist das Neunbinden-Gürteltier befähigt Gewässer zu überqueren, wobei es flache, schmale Gewässer einfach am Grund durchwandert, größere Gewässer aber schwimmend überquert; zu diesem Zweck pumpt es Luft in seinen Verdauungstrakt. Gelegentlich sieht man ein einzelnes Tier auch aktiv in einem kleinen Gewässer baden.[1][2]

Eingang zum Bau eines Neunbinden-Gürteltiers

Den Tag verbringt das Neunbinden-Gürteltier überwiegend in selbst gegrabenen Bauten, die es mit den kräftigen Vorderfüßen anlegt. im Durchschnitt besitzt ein Tier zwischen 4 und 8 Bauten in seinem Aktionsgebiet. Diese sind 0,5 bis 6 m lang und befinden sich meist in Wäldern mit gut durchfeuchteten Böden und in der Nähe von Gewässern sowie überwiegend in Hanglage.[10] Sie reichen rund 50 cm schräg in den Untergrund, in Extremfällen sind sie bis zu 150 cm in den Boden eingetieft. Jeder Bau hat mehrere Eingänge von 17 bis 20 cm Durchmesser, die manchmal mit Pflanzen bedeckt sind. Die Eingänge sind nicht in eine bestimmte Richtung orientiert, im Gegensatz zu den Bauten von Gürteltierarten, die im Offenland leben und die diese deshalb windgeschützt anlegen. Der lange Gang endet in einer größeren, oft mit getrocknetem Gras oder Blättern gepolsterten Kammer von rund 34 cm Durchmesser. Das Material für das Nestpolster holt das Neunbinden-Gürteltier in mehreren Phasen aus der näheren Umgebung herbei. Im Bau herrscht häufig eine 3 bis 4° kühlere Temperatur als außen. Manchmal findet man mehrere Tiere in einem Bau, die aber in der Regel der gleichen Familie angehören und immer des gleichen Geschlechts sind. In einigen Fällen teilt sich das Neunbinden-Gürteltier seinen Bau mit anderen Tierarten wie dem Gemeinen Schwarzleguan oder Skunks und Beutelratten. In Regionen, die regelmäßig überflutet werden, legt die Gürteltierart bauartige Nester aus Pflanzenmaterial auf dem Erdboden an, die etwa 20 mal 34 cm groß und 22 cm hoch sind und nur einen einzigen Eingang aufweisen.[11][1]

Ernährung[Bearbeiten]

Neunbinden-Gürteltier in Wolf River, Memphis, Tennessee
Aufgerichtetes Neunbinden-Gürteltier

Das Neunbinden-Gürteltier ist in erster Linie ein Fleischfresser mit einer Spezialisierung auf Insekten, wobei vorzugsweise Käfer verspeist werden. Untersuchungen aus Nordamerika zeigen einen Anteil von 30 bis 45 % an Käfern und deren Larven in der Nahrung, hier vor allem Blatthornkäfer, Laufkäfer und Schnellkäfer. Des Weiteren sind Hautflügler, Heuschrecken und Schmetterlinge mit Anteilen von jeweils 4 bis 15 % vertreten, daneben wurden auch kleine Wirbeltiere wie Amphibien und Reptilien verzehrt. Dabei plündert die Gürteltierart gelegentlich auch Eigelege der Diamantschildkröte und Nester der Virginiawachtel. Beobachtet wurde auch, dass sie Fleisch von verendeten Kaninchen oder Vögeln, etwa der Wanderdrossel frisst. Eine eher untergeordnete Rolle spielen Früchte und Beeren, unter anderem solche von Ebenholzgewächsen, regional kann aber pflanzliche Nahrung auch bis zu 10 % des Nahrungsbedarfes einnehmen.[12][2] Ähnliche Untersuchungen aus der Cerrado-Region Brasiliens ergaben bei Käfern nur eine Häufigkeit von 1,1 %, die aber gut 71 % der gefressenen Biomasse ausmachen. Häufiger wurden Ameisen mit 32,6 % aufgenommen, der Biomasseanteil liegt hier aber bei nur 16,5 %. Am höchsten jedoch ist die verzehrte Menge von Termiten mit 66,3 %, die aber als reine Biomasse nur 12,2 % einnehmen. Besonders zahlreich wurden dabei Angehörige der Termitengattungen Velocitermes und Nasutitermes gefressen.[13][1] Auch im Nationalpark Serra da Capivara im nördlichen Brasilien konnten Untersuchungen an Kotresten und Mageninhalten zufolge überwiegend Käfer, Ameisen und Termiten nachgewiesen werden, zusätzlich aber auch Überreste von Leguanen.[14] Insgesamt zeigt sich das Neunbinden-Gürteltier als sehr opportunistisch in seinen Fressverhalten.[6]

Das Neunbinden-Gürteltier nutzt 77 bis 90 % seiner Wachphase mit der Nahrungssuche. Dabei läuft es behände hin und her, schnüffelt an allen potenziellen Fressstellen und gibt ein beständiges Schnauben von sich. Ein Tier benutzt meist häufig begangene Pfade und bewegt sich oft von tieferen Wäldern in eher offenes Land. Während der Suche legt es zahlreiche Löcher an, in einem Sumpfkiefer-Ökosystem in Georgia wurden im Durchschnitt 267 Löcher von 9 cm Tiefe auf einem Hektar aufgefunden.[15] Häufig ist auch zu beobachten, dass sich das Tier aufrichtet, wobei es sich mit dem Schwanz dabei abstützt, und in der Luft schnüffelt. Um der Duftspur zu folgen, hält es die Nase bei der Futtersuche sehr dicht über dem Boden. Zudem stoppt die Atmung bis zu sechs Minuten lang, damit kein Staub eingeatmet wird. Bei der Nahrungssuche ist das Neunbinden-Gürteltier so konzentriert, dass es bisweilen gegen Hindernisse läuft.[1][2]

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Männliche Tiere sind mit etwa zwölf Monaten geschlechtsreif, weibliche mit 18. Eine Paarung findet nur einmal jährlich statt, die Brunft beim Weibchen dauert gut vier Tage. Die Paarungszeit ist aber aufgrund der weiten Verbreitung des Neunbinden-Gürteltiers regional sehr unterschiedlich und abhängig von den Jahreszeiten. In Nordamerika findet sie hauptsächlich von Juni bis November, in Bolivien von Oktober bis Dezember[16] und in Paraguay von August bis November statt. Nur während dieser Zeit kommt es zur Paarbildung zwischen männlichen und weiblichen Tieren. Auch finden teilweise Dominazkämpfer zwischen den werbenden Männchen statt, die teils auf den Hinterfüßen stehend und mit den Krallen der Vorderfüße ausgetragen werden, aber auch indem ein Tier nach hinten ausschlägt. Aufgrund der Anatomie des Panzers findet die Befruchtung mit dem Weibchen auf dem Rücken liegend statt.[1][2]

Die Tragzeit dauert etwa 8 bis 9 Monate, die eigentliche Entwicklung im Mutterleib benötigt aber durchschnittlich nur rund 140 Tage, es kommt jedoch aufgrund einer Diapause nach der Befruchtung und Einlagerung der Eizelle in die Gebärmutter zu einer Entwicklungsverzögerung des Embryos von bis zu 4 Monaten. Dies führt dazu, dass die Nachkommen in einer klimatisch günstigen Zeit zur Welt gebracht werden können. Es kann aber auch in Fällen von Stress zu einer verzögerten Implantation der Eizelle kommen, was bedingt, dass die Geburt erst bis zu 32 Monate nach der letzten Befruchtung stattfindet. Auch wurde beobachtet, dass Weibchen zweimal hintereinander gebaren, ohne dass Kontakt zu Männchen bestand, was ebenfalls auf die verzögerte Implantation zurückzuführen ist.[6]

Üblicherweise kommen vier Jungtiere zur Welt, es gibt aber auch Berichte über zwei oder acht Nachkommen. Aufgrund von Polyembryonie sind alle Jungtiere genetisch identisch und die Anzahl der Nachkommen dadurch fast immer geradzahlig, nur sehr selten wurde die Geburt von Drillingen beobachtet. Ein Junges wiegt etwa 85 bis 100 g. Es ähnelt bereits erwachsenen Tieren, allerdings sind der Panzer und die Krallen weicher und härten sich erst im Lauf des ersten Lebenswochen.[17] Weiterhin sind die Augen geöffnet und ein Neugeborenes kann bereits nach wenigen Stunden laufen. Die Saugphase dauert insgesamt etwa drei Monate und die Jungtiere nehmen anfänglich etwa 11 g je Tag an Gewicht zu. Erstmals das Nest verlassen sie nach rund 20 Tagen und gehen mit dem Muttertier auf Nahrungssuche, wobei sie auch zum ersten Mal Wasser trinken. Die ersten Insekten werden jedoch erst nach rund 70 Tagen gefressen. Nach der Entwöhnung bleibt die Familiengruppe noch etwa sechs weitere Monate zusammen, bis die Jungtiere herangewachsen sind und das Muttertier verlassen. Die Lebenserwartung liegt bei zwölf bis fünfzehn Jahren.[1][2]

Beutegreifer und Feindverhalten[Bearbeiten]

Jaguare gehören zu den größten Fressfeinden

Üblicherweise flüchtet das Neunbinden-Gürteltier bei aufziehender Gefahr in den nächsten Bau und verstopft den Eingang korkenartig mit seinem Beckenpanzer, außerdem krümmt es den Rücken und verhakt sich mit den beweglichen Bändern in der umliegenden Erde, so dass es kaum aus seinem Bau herausgezogen werden kann. Beim Laufen ist ein Tier sehr schnell und kann Berichten zufolge auch jagenden Hunden entkommen. Zudem produziert das Neunbinden-Gürteltier ein Sekret, welches Übelkeit bei potentiellen Fressfeinden auslöst. Ein aufmerksames Tier schnüffelt auf den Hinterbeinen stehend, ein erschrockenes springt mit allen Vieren in die Luft und beugt den Rückenpanzer. Zu den bedeutendsten Fressfeinden gehören der Jaguar und der Puma, jedoch ist der Druck, den beide Beutegreifer auf die Populationen ausüben regional unterschiedlich. In Belize konnte in 54 % von 183 untersuchten Kotresten des Jaguars das Neunbinden-Gürteltier nachgewiesen werden,[18] in den Mata-Atlântica-Küstenwäldern des südöstlichen Brasiliens waren es noch 15 %.[19] Im brasilianischen Bundesstaat São Paulo bestanden 8,3 % der Fäkalien vom Puma und an 3,7 % jener vom Jaguar aus Resten der Gürteltierart.[20] In Nordamerika scheint sie aber kaum zum Beutespektrum des Puma zu gehören, ebenso wenig zu dem des Kojoten, da bei 566 untersuchten Fäzes kein Nachweis erbracht werden konnte.[2] In einigen Fällen wurde auch vom Ozelot als Beutegreifer berichtet. Jungtiere können zudem der Harpyie oder dem Schwarzweißen Teju zum Opfer fallen.[1]

Parasiten[Bearbeiten]

Im Vergleich zur großen Verbreitung des Neunbinden-Gürteltiers sind nur wenige Parasiten nachgewiesen, von denen es befallen wird. Zu den häufigen äußeren gehören Zecken der Gattung Amblyomma.[21] Flöhe sind unter anderem mit Tunga oder Polygenes bekannt. Inneren Parasiten umfassen überwiegend Fadenwürmer, so beispielsweise Aspidodera und Moeniggia. Bedeutend ist die Gürteltierart vor allem als Träger von Mycobacterium leprae, welches die Lepra auch beim Menschen hervorrufen kann. Die Höhe des Übertragungsrisikos ist aber unklar, In Louisiana, wo die Krankheit seit Mitte des 19. Jahrhunderts endemisch ist, trat das Neunbinden-Gürteltier erst in den 1920er Jahren auf. Weiterhin ist Lepra allein in den USA deutlich weiter verbreitet als die Gürteltierart insgesamt, doch konnte 2011 in einer Studie der Übertragungsweg über die Tierart nachgewiesen werden. Die Krankheit selbst wurde erst mit der Besiedlung Amerikas durch die Europäer dort heimisch und kam vorher nicht vor.[22] Ebenso ist Trypanosoma cruzi beim Neunbinden-Gürteltier nachgewiesen. Dieser Einzeller verursacht die in Südamerika häufige Chagas-Krankheit.[6][1]

Systematik[Bearbeiten]

Innere Systematik der rezenten Gürteltiere nach Delsuc et al. 2003[23] und Möller-Krull et al. 2007[24]
 Dasypodidae 


 Dasypodinae


     
 Tolypeutinae 

 Tolypeutes


     

 Priodontes


     

 Cabassous




     

 Chlamyphorinae 


 Euphractinae 

 Zaedyus


     

 Chaetophractus


     

 Euphractus








Linnaeus, 1775

Das Neunbinden-Gürteltier ist eine von sieben Arten, welche heute noch die Gattung der Langnasengürteltiere (Dasypus) formen. Die Langnasengürteltiere gehören wiederum zu Familie der Gürteltiere (Dasypodidae) und bilden innerhalb dieser eine eigene Unterfamilie, die Dasypodinae. Dieser werden ebenfalls die heute ausgestorbenen Gattungen Stegotherium und Propraopus zugerechnet. Dabei ist ersteres weitgehend aus dem Miozän bekannt und umfasste mehrere Arten,[25][26] letzteres dagegen stammt aus dem Pleistozän und trat gleichfalls mit mehreren Arten auf.[27] Laut molekulargenetischen Untersuchungen trennten sich die Dasypodinae bereits im Oberen Eozän vor rund 37 Millionen Jahren von der Linie der anderen Gürteltiere ab. Als nächstverwandte Gruppe gelten die Tolypeutinae, welche die Kugelgürteltiere (Tolypeutes), die Nacktschwanzgürteltiere (Cabassous) und das Riesengürteltier (Priodontes) einschließen.[28]

Zusammen mit dem Siebenbinden- (Dasypus septemcinctus), dem Südlichen Siebenbinden- (Dasypus hybridus), dem Savannen- (Dasypus sabanicola) und dem Yungas-Gürteltier (Dasypus yepesi) bildet das Neunbinden-Gürteltier eine enger miteinander verwandte Gruppe, die der Untergattung Dasypus angehört. Allerdings steht das Neunbinden-Gürteltier deutlich weiter außerhalb.[29] Das Kappler-Gürteltier (Dasypus kappleri) besitzt dagegen eine eigene Untergattung, Hyperoambon, ebenso das Pelzgürteltier (Dasypus pilosus) mit Cryptophractus. Gleichfalls laut molekulargenetischen Untersuchungen trennten sich das Kappler- und das Neunbinden-Gürteltier vor rund 6 Millionen Jahren am Ende des Miozän, demnach müsste die weitere Aufgliederung der Untergattung später erfolgt sein.[28] Fossilfunde des Neunbinden-Gürteltiers sind kaum bekannt, die Art ist fast vollständig auf das Holozän beschränkt. In der Regel wird das im Pleistozän auftretende Dasypus bellus, das „Schöne Gürteltier“, als nah verwandt angesehen, auch wenn es deutlich größer war,[30] dem wurde in einer Studie aus dem Jahr 2013 aber widersprochen.[31]

Insgesamt werden heute sieben Unterarten unterschieden:[1]

  • D. n. aequatorialis Lönnberg, 1913; Südamerika westlich der Anden
  • D. n. davisi Russell, 1953; Mittelamerika vom Rio Balsas bis Morelos
  • D. n. fenestratus Peters, 1864; Mittelamerika von Oaxaca bis Panama
  • D. n. hoplites Allen, 1911; Karibische Inseln und Costa Rica
  • D. n. mexianae Hagmann, 1908; Südamerika im Mündungsbereich des Amazonas
  • D. n. mexicanus Peters, 1864; Nordamerika und Mittelamerika bis südliches Mexiko
  • D. n. novemcinctus Linnaeus, 1758; Südamerika östlich der Anden bis nach Argentinien

Untersuchungen zufolge besitzen die Populationen in Nordamerika vergleichsweise eine nur geringe genetische Variabilität, im Gegensatz zu solchen in Südamerika. Erklärt wird dies mit einer nur kleinen Gründergruppe, die Nordamerika vor rund 160 Jahren erreichte.[32]

Die erste Erwähnung des Neunbinden-Gürteltiers in Europa beruhte auf den spanischen Conquistador Francisco Hernández de Córdoba, der 1517 die Halbinsel Yucatán entdeckte und für das Tier in seinen Schriften das lokale aztekische Wort Azotochtli verwendete.[33] Azotochtli bedeutet dabei so viel wie „Schildkrötenhase“ und bezieht sich auf das Aussehen des Tieres. Die Erstbeschreibung des Neunbinden-Gürteltiers erfolgte 1758 durch Linnaeus, wobei er als Typusvorkommen „in America Meridionali“ angab. Er unterschied die Gürteltierart vom Siebenbinden-Gürteltier (Dasypus septemcinctus) anhand der Anzahl der beweglichen Bänder, allerdings nahm er für letzteres als Verbreitungsgebiet Indien an. Den Gattungsnamen Dasypus übersetzte Linnaeus vom Wort Azotochtli in die griechische Sprache, da er letzteres als ungeeignet für eine Latinisierung und damit für eine Verwendung in der Binären Nomenklatur befand, die von ihm eingeführt worden war. Dabei ist Dasypus als tautonyme Form von Azotochtli anzusehen und hat aus diesem Grund die gleiche Bedeutung.[34] Der Artname novemcinctus bezieht sich auf die Anzahl der frei beweglichen Bänder.[1][2]

Neunbinden-Gürteltier und der Mensch[Bearbeiten]

Neunbinden-Gürteltier im Silver River State Park, Florida

Bedeutung[Bearbeiten]

Als einzige Gürteltierart hat das Neunbinden-Gürteltier sein Verbreitungsgebiet seit der Ankunft der Europäer in Nordamerika drastisch ausweiten können. Das Verhältnis der Menschen zu diesen Tieren ist ein zwiespältiges: einerseits werden sie geschätzt wegen ihres Fleisches und weil sie Insekten vertilgen. Andererseits werden sie verfolgt, da sie gelegentlich Felder umgraben und Vogeleier fressen, allerdings machen diese nur einen Bruchteil ihrer Nahrung aus. In der medizinischen Forschung spielen diese Tiere eine wichtige Rolle: Da die Gürteltierart sowohl das Leprabakterium Mycobacterium leprae als auch den die Chagas-Krankheit auslösenden Parasiten Trypanosoma cruzi in sich tragen kann, werden Behandlungsmethoden und Impfstoffe an ihnen getestet.[1][2]

Bedrohung und Schutz[Bearbeiten]

Größere Bedrohungen für das Neunbinden-Gürteltier sind nicht bekannt, es wird aber innerhalb seines gesamten Verbreitungsgebietes gejagt. So ist es die Hauptnahrung des indigenen Volkes der Aché in Paraguay, die laut einer Studie zwischen 1980 und 1996 insgesamt 1500 Individuen dieser Gürteltierart erlegten, was einem Gesamtgewicht von 5,7 t entsprach und in etwa 32 % ihrer benötigten Biomasse an Nahrung ausmachte. In anderen Regionen gilt sie als beliebtes Wildgericht, das zum Teil im Panzer angerichtet wird. In Nordamerika werden Neunbinden-Gürteltiere häufig bei Autounfällen getötet, wobei ihre Angewohnheit, bei Erschrecken hochzuhüpfen hier ihnen zum Verhängnis wird. So stellt sie in den südlichen Großen Ebenen die dritthäufigste, durch Fahrzeuge getötete Säugetierartart dar. Insgesamt ist das Neunbinden-Gürteltier weit verbreitet und wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingestuft, mit einer steigenden Populationsgröße. Es kommt in zahlreichen geschützten Gebieten innerhalb des gesamten Verbreitungsgebietes vor.[35][1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q Paul Smith: Nine-banded armadillo Dasypus novemcinctus Linnaeus 1758. Mammals of Paraguay 8, 2008, S. 1–30
  2. a b c d e f g h i j Karen McBee und Robert J. Baker: Dasypus novemcinctus. Mammalian Species 162, 1982, S. 1–9
  3. Hugh H, Genoways und Robert M. Timm The Xenarthrans of Nicaragua. Mastozoologia Neotropical 10 (2), 2003, S. 231–253
  4. S. F. Vizcaíno und N. Milne: Structure and function in armadillo limbs (Mammalia: Xenarthra: Dasypodidae). Journal of Zoology 257, 2002, S. 117–127
  5. Agustín M. Abba und M. Superina: Dasypus novemcinctus. Edentata 11 (2), 2010, S. 160
  6. a b c d e f Mariella Superina: Biologie und Haltung von Gürteltieren (Dasypodidae). Universität Zürich, 2000, S. 1–248
  7. Edward Drinker Cope: On the zoological position of Texas. U.S. national Museum 17, 1880, S. 1–51
  8. Jennifer K. Frey und James N. Stuart: Nine-Banded Armadillo (Dasypus novemcinctus) Records in New Mexico, USA. Edentata 8-10, 2009, S. 54-55
  9. S. Erich Eichler und Timothy J. Gaudin: New records of the nine-banded armadillo, Dasypus novemcinctus, in southeast Tennessee, and their implications. Edentata 12, 2011, S. 7-13
  10. Maria Clara Arteaga und Eduardo Martins Venticinque: Influence of topography on the location and density of armadillo burrows (Dasypodidae: Xenarthra) in the central Amazon, Brazil. Mammalian Biology 73, 2008, S. 262–266
  11. James N. Layne: Above-ground nests of the nine-banded armadillo in Florida. Florida Field Naturalist 12, 1984, S. 58–61
  12. Kent H. Redford: Dietary specialization and variation in two mammalian myrmecophages (variation in mammalian myrmecophagy). Revista Chilena de Historia Natural 59, 1986, S. 201–208
  13. Teresa Cristina da Silveira Anacleto: Food Habits of Four Armadillo Species in the Cerrado Area, Mato Grosso, Brazil. Zoological Studies 46, 2007, S. 529–537
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Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neunbinden-Gürteltier – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Dasypus novemcinctus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: Abba & Superina, 2006. Abgerufen am 27. März 2013