Neupotz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Germersheim | |
| Verbandsgemeinde: | Jockgrim | |
| Höhe: | 99 m ü. NN | |
| Fläche: | 7,78 km² | |
| Einwohner: |
1833 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 236 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 76777 | |
| Vorwahl: | 07272 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GER | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 34 022 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Untere Buchstraße 22 76751 Jockgrim |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Emil Heid (CDU) | |
| Lage der Ortsgemeinde Neupotz im Landkreis Germersheim | ||
Neupotz ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Jockgrim an.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Die Gemeinde liegt ca. 2 km westlich des Rheins an einer der vielen Schleifen, die durch die Tulla'sche Rheinbegradigung zum Altrhein wurden. Teile des, in Richtung Rhein gelegenen, Waldes sind sogenannter Auewald, der häufig unter Wasser steht.
Durch die Gemarkung Neupotz fließen im Norden der Erlenbach und im Süden der Otterbach. Am bzw. nahe dem Altrhein befinden sich mehrere Stehgewässer, u.a. Setzfeldsee und Oberer Flätigsee.
Zu Neupotz gehören auch die Wohnplätze Birkenhof, Burgerhof, Erlenhof, Hardtwald, Jägerhof und Schmiedhof.[2]
Geschichte[Bearbeiten]
Das Dorf Pfotz wurde erstmals im Jahre 1270 urkundlich erwähnt. 1522 wurden durch den Bau eines Dammes bei Jockgrim bei Hochwasser die Gestade des alten Fischerdorfes Pfotz weggerissen. Im Jahr 1535 bauten die Einwohner von Pfotz an der westlichen Gemarkungsgrenze ein neues Dorf mit dem Namen Neupfotz. Am 7. Februar 1935 wurde der Ortsname Neupfotz in Neupotz geändert. Der Name kommt vom lateinischen purteus, d.h. Pfütze, Sumpfland.
Glockensage von Potz[Bearbeiten]
„Das alte Dorf Potz wurde einst von den Fluten des Rheines hinweggefressen, es versank in den Wassern und ruht seitdem in der dunklen Tiefe. Wenn aber ein Fischer am Sonntagmorgen über die Stelle fährt, wo früher das Dörflein gestanden, dann sieht er in den Fluten ganz deitlich das Dorf, die Kirche, die Fischerhütten und hört die Glocken des St. Nikolauskirchlein in der Tiefe läuten.“
Hortfund[Bearbeiten]
Hauptartikel: Hortfund von Neupotz
Bei Neupotz wurden die ältesten Hufeisen in Deutschland gefunden. Sie werden auf 294 n. Chr. datiert und sind neben Küchengeräten, Feilen und anderen Gerätschaften Teil der Beute aus einer römischen Villa, die insgesamt als größter Hortfund der im 3. Jahrhundert über den Rhein dringenden Germanen gilt. Die Stücke werden in der Wanderausstellung Der Barbarenschatz gezeigt. Die Ausstellung war unter anderem in Speyer, Augsburg, Luxemburg und Bonn zu Gast.
Kernkraftwerk[Bearbeiten]
Von 1975 bis 1987 war Neupotz als Standort für ein Kernkraftwerk mit zwei Blöcken zu je 1.300 MW vorgesehen. Diese Pläne wurden nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 endgültig verworfen.
Schwimmendes Feriendorf[Bearbeiten]
Ende 2006 trat ein Investor an den Gemeinderat, der auf dem Setzfeldsee ein Schwimmendes Feriendorf mit 66 schwimmende Häusern errichten wollte. Außerdem plante er einen öffentlichen Badestrand zu errichten und die laufenden Kosten zu tragen. Über das Thema wurde im Dorf sehr viel diskutiert, es war oft Thema in der Regionalzeitung Die Rheinpfalz und am 23. Januar 2008 Thema in der SWR-Sendung Reiss und Leute. Laut einer im Auftrag des Gemeinderates von Forsa durchgeführten repräsentativen Umfrage unter Neupotzern waren 54 Prozent der Bürger gegen das Feriendorf, nur 34 Prozent dafür. Am 12. Februar 2008 berichtete Die Rheinpfalz, dass der Investor seine Pläne für Neupotz verworfen habe. Das Feriendorf soll jedoch möglicherweise an einem anderen Standort im Landkreis Germersheim verwirklicht werden.
Religion[Bearbeiten]
2012 waren 71,8 Prozent der Einwohner katholisch und 11,4 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Der Gemeinderat in Neupotz besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]
| Wahl | SPD | CDU | FWG | WGG | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 3 | 6 | 3 | 4 | 16 Sitze |
| 2004 | 2 | 10 | 4 | – | 16 Sitze |
Ortsbürgermeister[Bearbeiten]
- 1933–1945: Josef Loy
- 1945–1952: Ludwig Trapp
- 1952–1964: Georg Albert Antoni
- 1964–1979: Karl August Röther
- 1979–1994: Konrad Wünschel (CDU)
- 1994–2004: Wilhelm Hammer (CDU)
- 2004–: Emil Heid (CDU)
Wappen[Bearbeiten]
Die Blasonierung des Wappens lautet: In Blau eine goldene Glocke, darunter ein linksgewendeter silberner Fisch.
Es wurde 1841 vom bayerischen König genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahr 1724.[5]
Sonstiges[Bearbeiten]
Ortsrufanlage[Bearbeiten]
Die Gemeinde verfügt noch über eine funktionsfähige Ortsrufanlage. Über sie werden amtliche und nicht-amtliche Mitteilungen bekannt gemacht. In Teilen des Neubaugebietes im Hardtwald und in der Tullastraße sind keine Lautsprecher installiert. Die Durchsagen werden meist in den frühen Abendstunden gemacht.
Siehe auch[Bearbeiten]
Bildergalerie[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 93 (PDF; 2,3 MB)
- ↑ Ewois, Stand: 31. Dezember 2012
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
- ↑ Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
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