Neurosis

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Neurosis
Neurosis im Jahr 2008
Neurosis im Jahr 2008
Allgemeine Informationen
Genre(s) Post-Metal, Sludge, Doom Metal, Crustcore
Gründung 1985
Website http://www.neurosis.com
Aktuelle Besetzung
Gitarre, Gesang
Scott Kelly
Gitarre, Gesang
Steve Von Till
Jason Roeder
Dave Edwardson
Noah Landis
Ehemalige Mitglieder
Keyboard
Simon McIlroy (1990–1993)
Chad Salter (1985–1989)

Neurosis (englisch für Neurose) ist eine Sludge-Band aus Oakland (Kalifornien), USA.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte [Bearbeiten]

Neurosis begann 1985 mit einer Mischung aus Hardcore und Punk. Ihr erstes Album, Pain of Mind, erschien 1988. Zwei Jahre später wurde vom Pop-Punk-Label Lookout! Records das Zweitwerk The Word as Law veröffentlicht.[1] Die Band veränderte im Laufe der Zeit ihren Stil weg vom schnell gespielten Hardcore hin zu einer langsam gespielten Variante mit düsteren Elementen. Neurosis erschafft angstvolle und beklemmende Klangwelten, die vom Drone-Sound und dem gesanglichen Wechsel zwischen Steve von Till und Scott Kelly leben. Nach dieser Entwicklung vertritt die Band heute eine progressive Spielart des Sludge und Ambient. Neurosis gilt als großer Einfluss für viele Bands im Underground und in der Metal-Szene[1], darunter u.a. Isis, die Death-Metal-Band Disbelief und die Band Mastodon. Die Metal-Szene war dabei jedoch nicht die ursprüngliche Zielgruppe von Neurosis; die Band hegte z.B. in Interviews in der Regel eine Abneigung gegen die oberflächliche Ästhetik und die Selbstdarstellung, die für dieses Genre typisch ist. Dies stellt eher die Grundhaltung des ursprünglichen Umfelds von Neurosis – nämlich Punk bzw. Hardcore – dar. In diesem Zusammenhang ist folgendes Zitat von Sänger Scott Kelly überliefert:

„Die Hippies sind und bleiben unsere Erzfeinde, weil sie vorgaben, Kinder der Natur zu sein, aber in Wirklichkeit ihre Natur geleugnet haben. Sie glaubten ihre 'happy family', dieses dumpfe Leben in Liebe, Drogen, und Tanz wäre ein Ausdruck von Freiheit, habe etwas mit Natur zu tun. Blindheit war es! Mir wird schlecht, wenn ich all diese Gestalten vor mir sehe, wie sie damals auf einem Grateful Dead-Konzert mit Grinsen im Gesicht abhingen und nur noch ein verzücktes 'La la la' wimmern konnten. Das ist die Vision der Hölle: eine unzählbare, gezähmte Masse von grinsenden Gesichtern.“

Scott Kelly: Martin Büsser: If the Kids Are United: von Punk zu Hardcore und zurück

Die Band hat inzwischen ihr eigenes Label gegründet: Neurot Recordings. 2003 kollaborierte Neurosis mit der Sängerin Jarboe (ex-Swans) auf einer Albumaufnahme („Neurosis & Jarboe“, 2003). Die Bandmitglieder Steve von Till, Scott Kelly und der Visual Artist Josh Graham sind in zahlreiche Musikprojekte (u.a. Blood & Time, Isis, Red Sparowes, A Storm of Light, Shrinebuilder) involviert. Nach der Veröffentlichung ihres Albums „Given to the Rising“ (2007) begab sich Neurosis im Spätsommer 2008 auf ausgedehnte Europatournee. Vorher stellte Scott Kelly sein zweites Solo-Album „The Wake“ vor. 2011 folgten zahlreiche Konzerte in Nordamerika und Europa.

2012 erschien das zehnte Studioalbum "Honor Found In Decay". In diesem Zusammenhang absolvierte die Band viele Auftritte in Amerika und begibt sich Mitte 2013 auf eine Europa-Tournee.

Diskografie [Bearbeiten]

Alben [Bearbeiten]

  • 1988: Pain of Mind (1994, Alternative Tentacles Reissue; 1999, Neurot Recordings Reissue)
  • 1990: The Word as Law (Lookout! Records)
  • 1992: Souls at Zero (1999, Neurot Recordings Reissue)
  • 1993: Enemy of the Sun (1999, Neurot Recordings Reissue)
  • 1996: Through Silver In Blood
  • 1999: Times of Grace
  • 2001: A Sun That Never Sets
  • 2003: Neurosis And Jarboe
  • 2004: The Eye of Every Storm
  • 2007: Given to the Rising
  • 2012: Honor Found in Decay

Singles/EPs [Bearbeiten]

  • 1989: Aberration
  • 1990: Empty
  • 1991: Empty (Your Choice Records Reissue)
  • 1996: Locust Star'
  • 2000: Sovereign

Offizielle Bootlegs [Bearbeiten]

  • 2002: Live In Lyon
  • 2003: Live in Stockholm
  • 2010: Live At Roadburn 2007

Video/DVD [Bearbeiten]

  • 2002: A Sun That Never Sets

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b Joachim Hiller: NEUROSIS - Enemy Of The Sun, Review im Ox #92

Weblinks [Bearbeiten]