Neuruppin

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neuruppin
Neuruppin
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neuruppin hervorgehoben
52.92489444444412.80531666666744Koordinaten: 52° 55′ N, 12° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Höhe: 44 m ü. NHN
Fläche: 303,32 km²
Einwohner: 30.162 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 16816 (Buskow, Neuruppin, Nietwerder),
16818 (Gnewikow, Gühlen Glienicke, Karwe, Lichtenberg, Neu Glienicke, Radensleben, Rheinsberg Glienicke, Tornow, Wuthenow),
16827 (Alt Ruppin, Krangen, Molchow, Zermützel, Zippelsförde),
16833 (Stöffin),
16835 (Wulkow)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 03391 (Ortsteile abweichend)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 320
Stadtgliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Karl-Liebknecht-Straße 33/34
16816 Neuruppin
Webpräsenz: www.neuruppin.de
Bürgermeister: Jens-Peter Golde (Pro Ruppin)
Lage der Stadt Neuruppin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wittstock/Dosse Heiligengrabe Rheinsberg Neuruppin Lindow (Mark) Vielitzsee Herzberg (Mark) Rüthnick Fehrbellin Kyritz Breddin Stüdenitz-Schönermark Zernitz-Lohm Neustadt (Dosse) Sieversdorf-Hohenofen Dreetz Walsleben Dabergotz Storbeck-Frankendorf Temnitzquell Temnitztal Märkisch Linden Wusterhausen/Dosse Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Neuruppin ist die Kreisstadt des brandenburgischen Landkreises Ostprignitz-Ruppin.

Zum Gedenken an den in Neuruppin geborenen Dichter Theodor Fontane trägt die Stadt seit dem 1. Mai 1998 den Beinamen Fontanestadt.[2] Neuruppin ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg. Neuruppin gilt als „preußischste aller preußischen Städte“[3].

Geografie[Bearbeiten]

Neuruppin ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands. Die Stadt Neuruppin, 60 km nordwestlich von Berlin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, besteht im Süden aus den am Ufer des vom Rhin durchflossenen Ruppiner See gelegenen Ortsteilen, darunter die eigentliche Kernstadt Neuruppin und Alt Ruppin. Im Norden erstreckt sie sich über die Ruppiner Schweiz bis in die Kyritz-Ruppiner Heide, die als Truppenübungsplatz von den sowjetischen Truppen genutzt wurde. Die Stadt liegt im Ruppiner Land.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt Neuruppin gehören seit der Eingemeindung 1993 die in der Tabelle aufgeführten Ortsteile sowie Wohnplätze und sonstige Siedlungsgebiete.[4]

Ortsteile Wohnplätze und sonstige Siedlungsgebiete
Alt Ruppin, Buskow, Gnewikow, Gühlen-Glienicke, Karwe, Lichtenberg, Krangen, Molchow, Neuruppin (Kernstadt, kein offizieller Ortsteil), Nietwerder, Radensleben, Stöffin, Wulkow, Wuthenow Alte Schäferei, Ausbau Nietwerder, Ausbau Wulkow, Bechlin, Binenwalde, Birkenhof, Boltenmühle, Bürgerwendemark, Bütow, Dietershof, Ferienpark Klausheide, Fristow, Gentzrode, Gildenhall, Heidehaus, Hermannshof, Kunsterspring, Lietze, Musikersiedlung, Neuglienicke, Neumühle, Pabstthum, Quäste, Radehorst, Rägelsdorf, Rheinsberg-Glienicke, Roofwinkel, Rottstiel, Seehof, Steinberge, Stendenitz, Stöffiner Berg, Tornow, Treskow, Zermützel, Zippelsförde

Geschichte[Bearbeiten]

Vor dem Stadtbrand (bis 1787)[Bearbeiten]

Neuruppin um 1694

Die urgeschichtliche Besiedelung des Landes reicht von der mittleren Steinzeit über die jüngere Bronzezeit mit erst germanischen, später dann slawischen Siedlungen (im Altstadtbereich – u. a. „Neuer Markt“ – und im Umland) an den Ufern des Ruppiner Sees. In spätslawischer Zeit wurde dieses Gebiet von dem Stamm der Zamcici besiedelt, dessen Machtzentrum eine Burg auf der Alt Ruppin südlich vorgelagerten Insel Poggenwerder gewesen war. Nach dem Wendenkreuzzug 1147 und der Eroberung des Landes durch deutsche Landesherren, darunter u. a. auch Albrecht der Bär wurde ab 1214 auf dem Alt-Ruppiner Amtswerder eine große Niederungsburg („Planenburg“) neben der älteren slawischen Burganlage errichtet. Im nördlichen Vorgelände entstand eine Marktsiedlung mit Nikolaikirche, östlich daran und jenseits des Rhins der „Kietz“: die Stadt (Olden Ruppyn) Alt Ruppin war entstanden.

Südwestlich des Burgortes entstand seit Anfang des 13. Jahrhunderts unter Beibehaltung des Namens Ruppin die Siedlung des heutigen Neuruppin mit Nikolaikirche und angerartigem Straßenmarkt.

Das damalige (Neu-) Ruppin war eine planmäßige Stadtgründung der Grafen von Lindow-Ruppin, einer Nebenlinie der Arnsteiner, die in Alt Ruppin residierten. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1238. Eine Erweiterung der ursprünglichen Marktsiedlung Alt Ruppin, hin zur heutigen Stadt Neuruppin, erfolgte wahrscheinlich bereits vor der Gründung des Dominikanerklosters 1246 als erste Niederlassung des Ordens zwischen Elbe und Oder durch den ersten Prior Wichmann von Arnstein. Die Verleihung des Stendaler Stadtrechtes erfolgte am 9. März 1256 durch Günther von Arnstein. Die Befestigung der Stadt erfolgte im 13. Jahrhundert durch Palisaden und ein Wall-Grabensystem, später wurde sie durch Mauern und Wall-Grabenanlagen befestigt; 24 Wiekhäuser und zwei hohe Türme verstärkten die Stadtmauern. Dazu kamen drei Tore, das Altruppiner/Rheinsberger Tor im Norden, das Berliner/Bechliner Tor im Süden und das Seetor im Osten. Die vollständige Ummauerung erfolgte spätestens gegen Ende des 15. Jahrhunderts.

Neuruppins ältester Teil war ein langgestreckter Anger, begleitet von zwei parallelen Straßen zwischen dem südlichen und nördlichen Stadttor, im Süden darauf die älteste Kirche Neuruppins (St. Nikolai). Die Hauptstraße Neuruppins war seit Mitte des 16. Jahrhunderts gepflastert. Quer durch Neuruppin, von Nordwesten zum See hin, verlief der aus der Ruppiner Mesche kommende Klappgraben zur Versorgung der Stadt mit Brauchwasser und zur Entwässerung, der 1537 zum Teil zugeschüttet wurde und nach dem Stadtbrand 1787 als offener Kanal in der Schinkelstraße erneuert wurde.

Neuruppin gehörte bereits im Mittelalter zu den größeren nordostdeutschen Städten. Erhalten sind aus dieser Zeit unter anderem Teile der Stadtmauer, Teile der Klosterkirche St. Trinitatis (1246), die St. Georgs-Kapelle (1362), das Siechenhospital (1490) mit der 1491 geweihten St.-Lazarus-Kapelle sowie Reste des Seeviertels. Die mittelalterliche Stadt hatte einen nahezu quadratischen Grundriss von etwa 700 m × 700 m, der an der Ostecke auffällig abstumpft. Die Ost-Südost–Seite grenzt an den Ruppiner See.

Zur Feier eines Friedensvertrages veranstaltete Kurfürst Joachim I. 1512 in Neuruppin ein dreitägiges Ritterturnier, „das damals im ganzen Lande von sich reden machte und mit einer Pracht begangen wurde, wie sie weder in Berlin noch zu Cöllen an der Spree bis dahin gesehen worden war“ (Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Erster Teil: Die Grafschaft Ruppin - Kapitel 9).[5]

Nach dem Aussterben der Grafen von Lindow-Ruppin 1524 kam Neuruppin als erledigtes Lehen an den Kurfürst Joachim I. Der Dreißigjährige Krieg verwüstete auch Neuruppin, nach 1685 siedelten sich französische Hugenotten an.

Im Zuge der Reformation fiel der Klosterbesitz um 1540 an den Kurfürsten. 1564 schenkte er das Kloster der Stadt.[6] In diese Zeit fällt eine in der Klosterkirche abgebildete Legende über eine Maus, die eine Ratte verfolgt, was als Zeichen zu deuten ist, dass die Kirche künftig lutherisch bleibt.[7]

Eine Schule wird 1365 in Neuruppin zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Es handelte sich um eine Lateinschule von zeitweilig überregionaler Bedeutung. Ihre Geschichte ist seit 1477 gut dokumentiert.[8] 1777 übernahmen Philipp Julius Lieberkühn und Johann Stuve die Schulleitung und reformierten die Schule im Basedowschen Sinne, was überregionale Beachtung fand.[6]

Im Jahre 1688 wurde Neuruppin eine der ersten Garnisonsstädte Brandenburgs. Hier war Kronprinz Friedrich 1732–1740 nach seinem erfolglosen Fluchtversuch und anschließender Haft in Küstrin Inhaber des Regiments zu Fuß Kronprinz. In dieser Zeit wurde Bernhard Feldmann Stadtphysikus. Seine Abschriften historisch interessanter Ratsakten gelten heute als wichtigste Sammlung von Quellen zur frühen Stadtgeschichte, da die Originalakten beim Stadtbrand 1787 vernichtet wurden. Zeitweilig lag der Anteil der Soldaten und zivilen Truppenangehörigen bei 1500 von 3500 Einwohnern.[9] Erst mit dem Abzug der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland verlor Neuruppin diesen Status.

Ab 1740 hatte der Orgelbauer Gottlieb Scholtze seine Werkstatt in Neuruppin, der u. a. die Orgel in Rheinsberg baute.

Stadtbrand und Wiederaufbau (1787–1803)[Bearbeiten]

Ein wichtiger Einschnitt in die Entwicklung der Stadt war der Flächenbrand vom Sonntag, dem 26. August 1787. Das Feuer brach in einer mit Getreide gefüllten Scheune am Bechliner Tor am Nachmittag aus und breitete sich rasch aus. Nur zwei schmale Bereiche am Ost- und Westrand der Stadt blieben erhalten. Insgesamt 401 bürgerliche Häuser, 159 Neben- und Hintergebäude, 228 Ställe und 38 Scheunen, die Pfarrkirche St. Marien, das Rathaus, die reformierte Kirche und das Prinzliche Palais wurden zerstört.[10] Menschenleben waren nicht zu beklagen. Der Sachschaden wurde mit fast 600.000 Talern beziffert. Von der Feuerkasse wurden ca. 220.000 Taler ersetzt, eine spezielle Kirchenkollekte erbrachte 60.000 Taler, die preußische Regierung stellte 130.000 Taler Retablissementsgelder für den Wiederaufbau der Stadt bereit. Insgesamt wandte der Staat in den folgenden Jahren über eine Million Taler auf.

Plan der Stadt Neuruppin, 1789, Bernhard Mattias Brasch

Der bereits seit 1783 in der Stadt tätige Stadtbaudirektor Bernhard Mattias Brasch setzte die Vorgaben der Retablissementskommission um und beaufsichtigte den Wiederaufbau der Stadt. Dieser erfolgte von 1788 bis 1803 und wurde nach einem einheitlich geplanten Grundriss durchgesetzt. Braschs Plan sah die Erweiterung der Stadt von 46 auf knapp 61 Hektar bei Beseitigung der Wälle zwischen Tempelgarten und See vor. Die beiden eng zusammenliegenden Nord-Süd-Straßen wurden zu einer Achse, der heutigen Karl-Marx-Straße, vereinigt. Es entstand ein rechtwinkliges Netz von Straßen mit durchgängig zweigeschossigen Traufenhäusern. Lange breite Straßen, unterbrochen durch stattliche Plätze, und Häuser im frühklassizistischen Stil prägen seit jener Zeit das Stadtbild. Diese städtebaulichen Reformprinzipien sind noch heute gut erkennbar. So entstand mit dem Wiederaufbau eine in dieser Originalität einzigartige klassizistische Stadtanlage. Sie gilt auch heute noch als Musterbeispiel frühklassizistischer Städtebaukunst. Abgeschlossen war der Wiederaufbau bereits im Jahr 1803. Lediglich die Fertigstellung der Pfarrkirche St. Marien (erbaut 1801–1806 unter der Mitwirkung von Carl Ludwig Engel) zog sich aufgrund von statischen Problemen bis zum Jahr 1806 hin.

Wiederaufbau bis zur Eingemeindung (1804–1993)[Bearbeiten]

Handkolorierter Neuruppiner Bilderbogen, um 1850

Johann Bernhard Kühn begann 1750 in Neuruppin mit der Produktion der Bilderbogen, thematisch gestalteten und über lange Zeit handkolorierten Einblattdrucken. Sein Sohn Gustav Kühn (1794–1868) erreichte Auflagen von zum Teil über drei Millionen Stück pro Jahr (z. B. der Deutsch-Französischen Krieg 1870/71). Die Drucke wurden mit der Aufschrift Neu-Ruppin, zu haben bei Gustav Kühn weltweit bekannt. Zwei weitere Unternehmen produzierten die beliebten Bilderbogen: Philipp Oehmigke und Hermann Riemschneider sowie Friedrich Wilhelm Bergemann. Alle drei Bilderbogen-Produzenten schafften es, sich in der deutschen Bilderbogenhersteller-Konkurrenz (über 60 Firmen in ganz Deutschland) zu behaupten und über lange Zeit die führenden Plätze einzunehmen.

1877 richtete der Orgelbauer Albert Hollenbach seine Werkstatt in Neuruppin ein. Von ihm stammen u. a. Orgeln in den Kirchen der Ortsteile Bechlin, Buskow, Karwe, Nietwerder und Storbeck sowie der Siechenhauskapelle in der Altstadt Neuruppins.

Nach 1880 wurde Neuruppin Mittelpunkt eines Nebenbahnnetzes, das bis 1945 von der Ruppiner Eisenbahn AG betrieben wurde. Dieses strahlte nach Fehrbellin–Paulinenaue (1880), Kremmen–Berlin und Wittstock–Meyenburg (1899) und Neustadt beziehungsweise Herzberg (1905) aus.

Im Jahr 1893 wurde am Südrand der Kernstadt die Landesirrenanstalt Neuruppin errichtet.

Seit 1905 werden Feuerlöscher in Neuruppin hergestellt. Insbesondere die Minimax-Feuerlöscher waren aufgrund leichter Handhabung schnell weit verbreitet.

Im Ersten Weltkrieg wurde eine Fliegerstaffel in Neuruppin stationiert und ein Flugplatz angelegt.[9]

1921 wurde im Ortsteil Gildenhall eine Freilandsiedlung vom Baumeister und Siedlungstechniker Georg Heyer (1880–1944) begründet, deren Ziel es war, Künstler und Kunsthandwerker zum gemeinsamen Wohnen und Arbeiten zu versammeln, um gemeinsam Produkte des Alltags bezahlbar für alle und in kunsthandwerklicher Form zu kreieren und herzustellen. Sie versammelte namhafte Künstler und Kunsthandwerker und bestand bis 1929.

Neuruppiner Notgeld von 1923 mit Stadtmotiven

1926 wurde die neben dem Bahndamm über den Ruppiner See gelegene Straße fertiggestellt. Die Siedlungen Gildenhall und Kolonie Wuthenow erhielten so einen direkten Anschluss an Neuruppin. 1929 wurden diese Siedlungen eingemeindet, nachdem bereits 1928 der Gutsbezirk Treskow eingemeindet worden war.[9]

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurden im Juni 1933 mehr als 80 politische Gegner des Regimes, vor allem Sozialdemokraten, Juden und Kommunisten, in ein von der SA betriebenes provisorisches Gefängnis innerhalb der Gebäude einer zu diesem Zeitpunkt stillgelegten Brauerei an der Altruppiner Allee verschleppt. Viele der Gefangenen wurden hier durch SA-Angehörige gefoltert oder misshandelt. An sie erinnert ein während der sowjetischen Besatzungszeit 1947 geschaffener Gedenkstein sowie das 1981 auf Anweisung der SED-Bezirksleitung erstellte Figurenensemble, welches das ursprüngliche Mahnmal am Schulplatz ersetzte.

1934 wurde der Militärflugplatz Neuruppin als Fliegerschule Neuruppin neu belebt.

Die etwa 90 jüdischen Bürger der Stadt wurden während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet. Ihr 1824 eingerichteter Alter Friedhof wurde glimpflich behandelt, erhaltene jüdische Grabsteine wurden auf Anordnung des damaligen Regimentskommandeurs der Wehrmacht, Paul von Hase, auf den Neuen Friedhof (Evangelischer Friedhof) umgesetzt. Seit dem 17. November 2003 erinnern Stolpersteine in der Kernstadt und in Alt Ruppin an die ermordeten jüdischen Einwohner.[11]

Im Zuge der sogenannten Euthanasie in der Zeit des Nationalsozialismus, der Aktion T4, diente die Landesirrenanstalt Neuruppin als Zwischenanstalt für die Tötungsanstalten in Brandenburg und Bernburg. Deshalb war die Zahl der Patienten von 1.971 am 1. Januar 1937 auf 4.197 am 1. April 1940 gestiegen. 1941 waren von den 1.797 Planbetten nur noch 1.147 belegt. 1943 wurde der größere Teil der Patienten in der Aktion Brandt in andere Anstalten verlegt.[12] Das Krankenhaus wurde teilweise als Reservelazarett genutzt. Nach 1945 dienten Teile der Einrichtung als Bezirkskrankenhaus. Am 20. September 2004 wurden auf dem Gelände der Ruppiner Kliniken sechs Stolpersteine symbolisch für die Euthanasieopfer der ehemaligen Landesirrenanstalt gelegt.[11]

Am 1. Mai 1945 erreichten die sowjetischen Streitkräfte Neuruppin und bereiteten den Beschuss der Stadt vom gegenüberliegenden Seeufer aus vor. Jedoch gelang es einem Unbekannten am Turm der Klosterkirche eine weiße Fahne zu hissen, ebenso geschah es an der Pfarrkirche. So konnte eine weitere Zerstörung verhindert werden.[13]

Die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) nutzte den unmittelbar nördlich der Kernstadt gelegenen Militärflugplatz, dessen Betrieb zu erheblicher Lärmbelästigung in der Stadt führte. 1989 führten massive Demonstrationen der Neuruppiner im Zusammenhang mit den Plänen zur Weiternutzung des Truppenübungs- und Luft-Boden-Schießplatz Wittstock zur Schließung des Flugplatzes.

Bis ca. 1950 befand sich in der Innenstadt das Theater Die neue Bühne. Betrieben wurde es im Rahmen des Landesverbands der Deutschen Volksbühne und hatte bis zu 95 Mitarbeiter.[14]

1951 wurden in Neuruppin die Elektro-Physikalischen Werkstätten gegründet als Produzent elektronischer Bauelemente. Ab 1970 wurden sie als Elektro-Physikalische Werke (EPW) zum größten Leiterplattenhersteller der DDR mit bis zu 3500 Werktätigen ausgebaut.[6]

Zu DDR-Zeiten befand sich in Gühlen-Glinicke das Kinderferienlager "Frohe Zukunft DDR".

1952 wurde Neuruppin infolge der Kreisgebietsreform der DDR Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Bezirk Potsdam.

Nach der Neugründung des Landes Brandenburg 1990 blieb der Kreis Neuruppin vorerst bestehen.

Neuruppin nach der Eingemeindung der Ortsteile 1993[Bearbeiten]

Die Darstellung der Geschichte der einzelnen Ortsteile erfolgt in den einzelnen Ortsteilartikeln, dieser Abschnitt behandelt nur die Geschichte der Stadt insgesamt und speziell die der Kernstadt.
Haus I der Ruppiner Kliniken

Bei der Neubildung der Landkreise, die am 6. Dezember 1993 in Kraft trat, ging der Landkreis Neuruppin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin auf. Am gleichen Tag wurde Neuruppin durch Eingemeindung der Stadt Alt Ruppin sowie der Gemeinden Buskow, Gnewikow, Gühlen-Glienicke, Karwe, Krangen, Lichtenberg, Molchow, Nietwerder, Radensleben, Stöffin, Wulkow und Wuthenow deutlich vergrößert.

Bis 1991 war Neuruppin noch Standort der 12. sowjetischen Panzerdivision. Die Kasernen wurden später im Rahmen der Expo 2000 als Außenprojekt zu Wohnhäusern umgebaut. Teile des Flugplatzes dienen nun noch dem Segelflug.

1996 gingen die damalige Landesklinik Neuruppin und das Bezirkskrankenhaus als Ruppiner Krankenhaus als Teile der Ruppiner Kliniken GmbH in die Trägerschaft des Landkreises Ostprignitz-Ruppin über. Die Ruppiner Kliniken sind damit einer der größten regionalen Arbeitgeber.[15]

Die Evangelischen Kirchenkreise Ruppin und Wittstock/Dosse fusionierten 1998, Neuruppin verlor dadurch den Sitz des Superintendenten an Wittstock.

Am 1. Januar 2001 wurde in Neuruppin die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Korruption als Nachfolge der Abteilung für DDR-Unrecht und Bezirkskriminalität gegründet. Sie ist zuständig für Korruptionsdelikte im ganzen Land Brandenburg.[16][17]

Am 7. September 2002 fand in Neuruppin der 7. Brandenburgtag mit circa 230.000 Besuchern statt. Unter dem Eindruck des Elbhochwassers im Juli 2002 in Sachsen spendeten zahlreiche Künstler wie Udo Lindenberg und Gerhard Schöne ihre Gage für die Flutopfer.[18]

Im Mai 2009 wurde erstmals öffentlich bekannt, dass das Grundwasser unter einem Neubaugebiet am Ruppiner See mit halogenierten Kohlenwasserstoffen kontaminiert ist. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin als zuständige Umweltbehörde gab zu, von der Umweltbelastung seit 1999 durch Messungen bei früheren Bauvorhaben gewusst zu haben.[19]

Am 12. Mai 2011 erhält die jodhaltige Thermalsole Neuruppin die erste staatliche Anerkennung einer Heilquelle im Land Brandenburg.[20] Die Thermalsole wird durch die Fontane-Therme am Rande der Altstadt im Wellness-Betrieb und zu Heizzwecken genutzt.

Ehrung und Gedenken Theodor Fontanes[Bearbeiten]

1994 wurde anlässlich des 175. Theodor Fontanes Geburtstages der Fontane-Preis der Stadt Neuruppin gestiftet.

1998 beging die Stadt Neuruppin aus Anlass des 100. Todestages Theodor Fontanes das landesweite Fontanejahr mit circa 200 Veranstaltungen zu Ehren des Dichters. Die Stadt eröffnete das Fontanejahr und erhielt den Namenszusatz Fontanestadt.[21]

Seit 2010 veranstaltet die Stadt alle zwei Jahre während der Pfingsttage ihre Fontane-Festspiele Neuruppin.[22]

Umgang mit Korruption[Bearbeiten]

Seit 2004 machte Neuruppin Schlagzeilen durch Korruption und Vetternwirtschaft. Angesichts der Häufung dieser Skandale in der Kommunalpolitik bekam die Stadt im Laufe von deren Aufarbeitung Spitznamen wie „Märkisches Palermo“ oder „Klein Palermo“[23] und „Korruppin“.[24][25]

Der ehemalige Stadtverordnete Olaf Kamrath (CDU) wurde 2006 als „Kopf“ der XY-Bande rechtskräftig unter anderem wegen bandenmäßigen Rauschgiftdelikten zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.[24]

2007 erfolgte mit dem Urteil gegen den ehemaligen Stadtverordneten Reinhard Sommerfeld (Neuruppiner Initiative) die bislang einzige rechtskräftige Verurteilung eines Mandatsträgers in Deutschland wegen Abgeordnetenbestechung.[26]

Der frühere Landtagsabgeordnete Otto Theel (Die Linke) wurde am 15. Mai 2008 wegen Vorteilsnahme im Amt während seiner Amtszeit als Neuruppiner Bürgermeister zu einer neunmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Er legte sein Landtagsmandat anschließend nieder.[27]

Im September 2008 trennte sich die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin von ihrem bisherigen Vorstandsvorsitzenden Josef Marckhoff, der von seinem Arbeitgeber anlässlich seines eigenen 60. Geburtstages eine circa 55.000 Euro teure Feier ausrichten ließ. Das Datum fiel zusammen mit dem 160. Firmenjubiläum.[24]

Der ehemalige Geschäftsführer der kommunalen Stadtwerke Neuruppin Dietmar Lenz wurde mit dem Vorwurf, mehr als 500.000 Euro am Aufsichtsrat vorbei zur Unterstützung des Sportvereins MSV Neuruppin ausgegeben zu haben, am 19. März 2009 wegen schwerer Untreue und Vorteilsannahme zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Ende 2009 starb er durch Suizid.[28] Eine Bürgerinitiative initiierte mit Hilfe der beiden einschlägig vorbestraften Otto Theel und Reinhard Sommerfeld ein Abwahlbegehren gegen Bürgermeister Jens-Peter Golde. Golde wurden vom Bürgerbegehren „Kein weiter so!“ mangelnde Führungsqualität, Nichterfüllung seines Wahlprogramms und Gefährdung von Neuruppiner Arbeitsplätzen vorgeworfen. Es scheiterte nach eigenen Angaben im Februar 2010 mit 5079 der erforderlichen 5300 Unterschriften.[25][29]

„Neuruppin bleibt bunt“[Bearbeiten]

Im Vorfeld einer geplanten Demonstration rechtsradikaler Gruppierungen in der Kernstadt Neuruppins am 1. September 2007 bildete sich das überparteiliche Aktionsbündnis Neuruppin bleibt bunt und organisierte eine Gegenveranstaltung mit circa 1000 Teilnehmern.[30][31] Am 5. September 2009 organisierte das Aktionsbündnis angesichts einer weiteren geplanten Demonstration rechtsradikaler Gruppierungen eine Reihe von Aktionen zu Zivilcourage entlang der Demonstrationsstrecke.[32] Am 27. März 2010 organisierte Neuruppin bleibt bunt angesichts eines Demonstrationszugs der rechtsradikalen Freien Kräfte Neuruppin mit 350 Teilnehmern das Demokratiefest Demokratie im Quadrat mit 2000 Teilnehmern.[33] Am 6. Juni 2011 erhielt das Aktionsbündnis für seine Arbeit die Auszeichnung Band für Mut und Verständigung. Im November 2011 fand unter Protest von Neuruppin bleibt bunt gegen den Willen der Stadt ein Parteitag der NPD in Neuruppin statt.[34]

Politik[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung im aktuellen Gebietsstand und Prognosen[35]
Bevölkerungsentwicklung Neuruppin.pdf
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Bevölkerungsprognosen Neuruppin.pdf
Prognosen der Bevölkerungsentwicklung
Altersstrukturentwicklung Neuruppin.pdf
Prognose der Altersstruktur
Neuruppin:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen
[36]
Jahr Einwohner
1875 20080
1890 21912
1925 26640
1933 29044
1939 33090
1946 37904
1950 36677
1964 31422
1971 31283
1981 33042
Jahr Einwohner
1985 33989
1989 34176
1990 34014
1991 33324
1992 33349
1993 33249
1994 33049
1995 32795
1996 32817
1997 32744
Jahr Einwohner
1998 32732
1999 32640
2000 32598
2001 32375
2002 32317
2003 32114
2004 32061
2005 32145
2006 31939
2007 31821
Jahr Einwohner
2008 31662
2009 31574
2010 31599
2011 30184
2012 30162
Rathaus von Neuruppin


Bürgermeister[Bearbeiten]

Vor der Städtereform[Bearbeiten]

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  • um 1786: Goering[10]

Nach der Städtereform 1808[Bearbeiten]

  • 1810–1816: Dr. Braun[9]
  • 1816–1822: Balthasar Friedrich Knoevenvogel
  • 1822–1851: Ernst Adolph Bienengräber
  • 1851–1888: Ch. L. G. von Schulz
  • 1889–1899: Adolf Trenckmann
  • 1899–1923: Max Warzecha
  • 1923–1933: Ernst Blümel
  • 1934–1945: Kurt Krüger
  • 1945: Reinhold Meyer[6]
  • 1945: Karl Hochstädt
  • 1945: Hermann Huch
  • 1945–1946: Richard Schulz
  • 1946–1948: Trude Marx[37]
  • 1948–1949: H. Schulz[6]
  • 1949–1951: Joseph Robiné
  • 1951–1953: Otto Herms
  • 1954–?: Max Hartmann
  • 1957–1965: Bruno Salvat
  • 1965–1970: Günter Weigt
  • 1970–1978: Gerd Hohlfeld
  • 1978–1988: Harald Lemke
  • 1988–1990: Rainer Frank
  • 1990–1991: Silke Bringmann
  • 1991–1994: Joachim Zindler

Nach der Eingemeindung 1993[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen vom 28. September 2008 waren 32 Sitze zu verteilen. Diese verteilen sich wie folgt auf die neugebildeten Fraktionen[38]:

Fraktion Sitze
SPD 9
Die Linke/Neuruppiner Initiative 8
CDU/FDP 6
B90/Grüne/Wählergruppe des Kreisbauernverbandes Ostprignitz-Ruppin 5
Pro Ruppin e.V. 4

Wappen[Bearbeiten]

In § 2 Abs. 1 und 2 der Hauptsatzung der Stadt Neuruppin[39] heißt es:

„Der Stadt ist mit Urkunde des Preußischen Staatsministeriums vom 22. Juni 1928 das Recht zur Führung eines Wappens verliehen worden.“

Das Wappen wurde am 31. März 2003 bestätigt.

Blasonierung: „In Blau eine silberne Burg mit zwei gezinnten, zweigeschossigen Türmen mit zwei übereinander liegenden schwarzen Toren und gold-beknauften, roten Spitzdächern; der Mittelbau mit drei Türmchen und einem schwarzen Tor, das von einem roten Dreieckschild, belegt mit einem gold-bewehrten und gold-gezungten silbernen Adler, überdeckt wird.“[40]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Neuruppin ist Partnerstadt von Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz seit 1990, Nymburk in Tschechien seit 1994, Babimost in Polen seit 2005, Certaldo in Italien seit 1968, Niiza in Japan seit 2003[41].

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Sakrale Bauten[Bearbeiten]

Campo Santo derer von Quast, restauriert (2007)
  • Klosterkirche Sankt Trinitatis aus dem Jahr 1246 (Wahrzeichen Neuruppins)
  • Pfarrkirche Sankt Marien (heute Kongress- und Veranstaltungszentrum)
  • Schinkel-Kirche in Wuthenow (mit Gemälde der ältesten Stadtansicht)
  • Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert in Radensleben (samt dem 1854 von Ferdinand von Quast angelegten Campo Santo der Familie von Quast)
  • Kirche in Karwe, mit drei Gedenktafeln für die Knesebecks. Karl Friedrich von dem Knesebeck ließ 1844 das Kirchhofportal errichten.
  • mittelalterliche Kirche in Bechlin
  • Katholische Kirche Herz Jesu
  • Siechenhauskapelle St. Lazarus (urspr. St. Laurentius) mit UpHus (1694, ältestes Fachwerkhaus der Stadt)
  • St. Georg Kapelle
  • Pfarrkirche Sankt Nikolai in Alt Ruppin

Weltliche Bauten[Bearbeiten]

Villa im Tempelgarten
  • fast vollständig erhaltene Stadtmauer (teilweise mittelalterliche Stadtbefestigung, teilweise Akzisemauer aus späterer Zeit)
  • Fontane-Geburtshaus mit Löwen-Apotheke
  • Predigerwitwenhaus: In diesem Gebäude lebte Karl Friedrich Schinkel mit seiner Mutter von 1787 bis 1794.
  • Altes Gymnasium: Es wurde im Jahr 1790 gebaut. Schinkel, Fontane und Wilhelm Gentz gingen dort zur Schule.
  • Herrenhaus in Gentzrode
  • Tempelgarten mit Apollo-Tempel:
    In dem ehemals als Obst- und Gemüsegarten im Besitz des Kronprinzen Friedrich befindliche Tempelgarten erbaute der Berliner Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff 1735 auf dessen Geheiß ein offenes „Lusthäuschen“. Als dieses Gebäude 1791 baufällig war, ordnete Minister Otto von Voß die Erhaltung an. Oberst von Tschammer, der inzwischen seinen privaten Garten um den Tempelgarten erweitert hatte, machte in eigenem Interesse ein mit Wänden abgeschlossenes Gartenhaus daraus und unterkellerte den Tempel mit einer Küche. Nach mehreren anderen Besitzern erwarb 1853 der Kaufmann und Torfstichbesitzer Johann Christian Gentz den Tempelgarten. Carl von Diebitsch entwarf im orientalisierenden Stil die in den 1850er Jahren erbaute Türkische Villa Gentz, das Gärtnerhaus (mit Minarett) und die Umfassungsmauer mit Toren. Den eklektizistischen Garten gestaltete Gustav Meyer. 1880 konnte der Landkreis Neuruppin den Tempelgarten erwerben, der daraufhin für die Allgemeinheit erschlossen wurde.[42]

Denkmale[Bearbeiten]

Schinkel-Denkmal von Max Wiese auf dem Kirchplatz

Skulpturen im Stadtbild[Bearbeiten]

  • Parzival am See (Edelstahlskulptur von Matthias Zágon Hohl-Stein am Neuruppiner Bollwerk)
  • Bedrohung (Edelstahlskulptur zum Thema Bombodrom vor der Pfarrkirche)
  • Skulpturenpfad
  • Sabinendenkmal in Binenwalde

Museen[Bearbeiten]

  • Museum Neuruppin (unter anderem mit Neuruppiner Bilderbogen)
  • Waldmuseum Stendenitz
  • Waldzentrale Alt Ruppin (ehemals Forstmuseum)

Kulturorte[Bearbeiten]

Kulturkirche Pfarrkirche St. Marien
  • Heimattierpark Neuruppin in Kunsterspring, unter anderem mit den selten gehaltenen Marderhunden
  • Kulturkirche (überregionales Veranstaltungszentrum in der ehemaligen Pfarrkirche St. Marien in Neuruppin mit ca. 600 Sitzplätzen)
  • Kulturhaus Stadtgarten Neuruppin (überregionales Veranstaltungshaus mit ca. 550 Sitzplätzen)
  • Siechenhauskapelle (Veranstaltung von Konzerten und der Aequinox Musiktage)
  • Galerie am Bollwerk (Galerieverein zur Förderung zeitgenössischer Kunst)
  • Theaterladen Neuruppin in der Galerie am Bollwerk
  • Stadtbibliothek Neuruppin
  • Jugendkunstschule Neuruppin (Kunst- und Kultureinrichtung für Kinder- und Jugendliche)
  • Kreismusikschule OPR
  • Jugendfreizeitzentrum JFZ (Veranstaltungshaus für junge Erwachsene)
  • Kornspeicher Neumühle (Konzertveranstaltungen)
  • Union Kino Neuruppin

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Aequinox-Musiktage (jährlich im März zur Tagundnachtgleiche)
  • Dixietage (jährlich Mitte Juli)
  • Fontane-Festspiele Neuruppin (alle zwei Jahre)
  • Fontane-Rallye (jährlich im Frühjahr)
  • Korsofahrt (Bootsumzug am ersten Samstag im August auf dem Rhin bei Alt Ruppin)
  • Mai- und Hafenfest (jährlich am ersten Maiwochenende, Höhepunkt ist das Drachenbootrennen)
  • Martinimarkt mit Pferdemarkt (jährlich Anfang November um den Martinstag)
  • Oldie-Basar (jährlich im November)
  • Rudern gegen Krebs (jährlich im September)
  • Ruppiner Segeltage (jährliche im Juli)
  • Weihnachtsmarkt (jährlich zum ersten Advent)
  • Weinfest (jährlich Mitte August)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Neuruppin ist vom Land Brandenburg als Mittelzentrum eingestuft worden.[49] Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Neuruppin Rheinsberger Tor

Neuruppin liegt an der Bahnstrecke Kremmen–Meyenburg, im Stadtgebiet befinden sich die Bahnhöfe Neuruppin West und Neuruppin Rheinsberger Tor sowie der Haltepunkt Wustrau-Radensleben. Die Linie RE 6 (Prignitz-Express) verkehrt im Stunden-Takt von Berlin Gesundbrunnen über Hennigsdorf und Neuruppin nach Wittenberge. Im Aufbau ist das Projekt HUB 53/12°, ein Logistikzentrum für den Eisenbahngüterverkehr als kommunale Initiative der Städte Güstrow, Pritzwalk und Neuruppin sowie des Kleeblatt-Verbunds mit Gumtow, Kyritz, Neustadt (Dosse) und Wusterhausen/Dosse.[50][51] Eine erste Maßnahme war der Kauf der Bahnstrecke Neuruppin–Neustadt (Dosse) am 29. Dezember 2010.

Über die Bundesautobahn 24 ist Neuruppin über die Abfahrten Neuruppin und Neuruppin Süd zu erreichen. Durch das Stadtgebiet verlaufen die Bundesstraße 167 und die Bundesstraße 122.

In und um Neuruppin existiert ein Netz aus touristisch interessanten Radtouren.

Neuruppin ist beteiligt am Verkehrslandeplatz Fehrbellin (Flugplatz Ruppiner Land). Weiterhin befindet sich im Stadtgebiet, nordwestlich des Zentrums, ein Segelfluggelände.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Jetcar 2.5

1905 wurde die Firma Minimax in Neuruppin ansässig und produzierte hier Feuerlöscher. 1945 wurde das Werk in Neuruppin enteignet, die Firma Minimax übersiedelte daher nach Westdeutschland. Die Feuerlöscherproduktion wurde in Neuruppin aber dennoch kontinuierlich fortgesetzt von der späteren FLN Feuerlöschgeräte Neuruppin Vertriebs-GmbH.

Im Ortsteil Nietwerder produziert die Firma Jetcar die gleichnamigen Fahrzeuge.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Neuruppin ist Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Darüber hinaus haben das Landgericht Neuruppin, das Amtsgericht Neuruppin, das Sozialgericht Neuruppin und das Arbeitsgericht Neuruppin dort ihren Sitz.

Neben der Agentur für Arbeit gibt es das Amt für Arbeitsmarkt für Arbeitslosengeld II, da der Landkreis eine Optionskommune ist. Weiter hat hier der Regionalbereich West des Landesamtes für Arbeitsschutz ihren Sitz. Das ehemalige Kreiswehrersatzamt Neuruppin musste der Wehrdienstberatung Neuruppin weichen.

Im Landesbehördenzentrum Neuruppin befinden sich die Sonderbauleitung Neuruppin, eine Regionalstelle des Landesamtes für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung, das Amt für Flurneuordnung und ländliche Entwicklung, das Sozialgericht Neuruppin, das Landesamt für Arbeitsschutz, Regionalbereich West und die Regionalabteilung West TR 2 des Landesumweltamtes Brandenburg. Zu letzterem gehört das Amt für Forstwirtschaft Alt Ruppin mit der Waldarbeitsschule Kunsterspring.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Sparte Bundesforst unterhält die Hauptstelle Ruppiner Heide.

Medien[Bearbeiten]

In Neuruppin erscheinen als Tageszeitungen der Ruppiner Anzeiger und eine Lokalausgabe der Märkischen Allgemeinen. Über das Kabelnetz informiert der lokale Fernsehsender NBF3 aus der Region.

Bildung[Bearbeiten]

In Neuruppin finden sich folgende Bildungseinrichtungen:[52]

Hochschulen[Bearbeiten]

In Gründung befindet sich die Medizinische Hochschule Brandenburg mit den beiden Hochschulstandorten Neuruppin und Brandenburg an der Havel. Ein für das Wintersemester 2013/14 geplanter Start des Hochschulbetriebs im Fach Humanmedizin musste nach Intervention des Hochschulrates abgesagt werden.[53] Ein neuer Anlauf ist für das Wintersemester 2014/15 im Fach Psychologie und ein Jahr später in der Humanmedizin gepant.[54]

Die private Fachhochschule BSP Business School Berlin Potsdam unterhält mit einer Campus Neuruppin genannten Einrichtung eine Außenstelle.[55]

Schulen[Bearbeiten]

In Neuruppin gibt es zwei Sonderpädagogische Schulen, sieben Grundschulen, vier Ober- und Gesmtschulen und zwei Gymnasien. Sonderpädagogische Schulen sind die „Schule am Kastaniensteg“ und die Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule. Die „Schule am Kastaniensteg“ ist eine Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt der geistigen Entwicklung, während der Förderschwerpunkt bei der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule auf dem Lernen liegt. Träger ist bei beiden Schulen der Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Die Grundschulen der Stadt sind die Grundschule Gildenhall, Karl-Liebknecht-Grundschule, Rosa-Luxemburg-Grundschule und die Grundschule „Am Weinberg“ in Alt Ruppin in kommunaler Trägerschaft. Neben den kommunalen Einrichtungen gibt es die Montessori-Grundschule in Trägerschaft der IBiS Bildungsstätten GmbH und die Evangelische Schule Neuruppin in Trägerschaft der Evangelischen Schulstiftung in Berlin-Brandenburg, Schlesische Oberlausitz.

Die Evangelische Schule Neuruppin gliedert sich neben der Grundschule in ein Gymnasium und eine Oberschule. Weiterführende Schulen in kommunaler Trägerschaft sind das Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasium, die Fontane-Gesamtschule und die Oberschule „Alexander Puschkin“. Das Oberstufenzentrum Ostprignitz-Ruppin befindet sich in Trägerschaft des Landkreises.

Private Berufliche Schulen sind die Berufliche Schule der AGUS/GADAT-Bidungsgruppe. Unter ihrem Dach ist eine Fachschule für Sozialwesen, eine Berufsfachschule und eine Fachoberschule angesiedelt. Die Berufsschule des Internationalen Bundes in Neuruppin stellt eine anerkannte Ersatzschule dar. Das Amt für Forstwirtschaft Alt Ruppin unterhält die Waldarbeitsschule Kunsterspring in Alt Ruppin.

Die Abendschule ist der Kreisvolkshochschule Ostprignitz-Ruppin angegiedert. Weiterhin existiert die Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin und die Jugendkunstschule Neuruppin.

Sport[Bearbeiten]

Auf Grund der großen Wasserflächen im Stadtgebiet gibt es viele Wassersportmöglichkeiten. Überregional bekannt wurde der Fußballverein MSV Neuruppin.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Neuruppin verleiht die Ehrenbürgerschaft „als Ausdruck der besonderen Wertschätzung der Fontanestadt Neuruppin für Personen, die sich um die Fontanestadt Neuruppin und ihrer Einwohner außergewöhnlich verdient gemacht haben“ (Ehrenordnung der Fontanestadt Neuruppin: [56]). Bisher wurden damit ausgezeichnet:

  • August Christian Goehring (1730–1835)
  • Johann Georg Gottlieb Schroener (1760–1841), Superintendent[57]
  • Alexander von Wulffen (1784–1861), General, Garnisonskommandeur, Gründer des Verschönerungsvereines, verliehen 1852[9]
  • Ernst Adolph Bienengräber (1790–1864), Bürgermeister 1822–1854
  • Friedrich Heinrich Kämpf (1810–1888)
  • Heinrich Michaelis (1835–1922), Stadtverordnetenvorsteher 1880–1893[9]
  • Albert Graf von Zieten-Schwerin (1835–1922), Politiker
  • Prof. Max Wiese (1846–1925), deutscher Bildhauer und Professor an der Kunstakademie in Hanau
  • Hermann Schultze (1848–1938), Stadtverordnetenvorsteher (1899–1920)[9]
  • Otto Rubel (1902–1994)
  • Lisa Riedel, Direktorin des Heimatmuseums
  • Heinz-Joachim Karau, Pfarrer, Mitinitiator der Friedensgebete in der Klosterkirche ab 10. Oktober 1989, Pfarrkirchenverein zur Rettung der Pfarrkirche, verliehen 2006[58]
  • Burkhard Dülfer, (1937-2013) Fleischermeister, Engagement in der Handwerkskammer, langjähriges Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und des Kreistags, verliehen 2006[58]

Aberkannte Ehrenbürgerschaften Neuruppins[Bearbeiten]

Stadtälteste[Bearbeiten]

Neuruppin hat den Titel Stadtältester verliehen an:

  • Christian Ebell (* 1770 † 1835)
  • Carl Tourneau (* 1837 † 1914)
  • Ernst Bölke (* 1848 † 1920)
  • Hugo Duske (* 1860 † 1928)

Ehrenmedaillen[Bearbeiten]

Die Stadt Neuruppin verleiht seit 2005 die Ehrenmedaille der Fontanestadt Neuruppin „in Anerkennung besonderer Verdienste um die Fontanestadt Neuruppin und ihrer Einwohner“ (Ehrenordnung der Fontanestadt Neuruppin: [56]). Bisher wurden damit ausgezeichnet:

  • Ruth Preuß (12. September 2005)[60]
  • Bruno Dolatkiewicz (12. September 2005)[60]
  • Martin Domke, Kantor der Evangelischen Kirchengemeinde (12. September 2005)[60]
  • Günter Soost (12. September 2005)[60]
  • Helmut Behrendt (12. September 2005)[60]
  • Ulrich Kriele, Alt Ruppiner Heimatforscher (13. Juli 2009)[61]
  • Norbert Arndt, Friedhofsverwalter des Evangelischen Friedhofs Neuruppin (27. September 2010)[62]

Söhne und Töchter Neuruppins[Bearbeiten]

Fontane-Denkmal auf dem Fontaneplatz; ebenfalls von Max Wiese
Kühn-Denkmal auf dem Schulplatz

Neuruppin ist die Geburtsstadt von:

Persönlichkeiten mit Bezug zum Ort[Bearbeiten]

  • Wichmann von Arnstein (* 1185; † 1270 in Neuruppin), Mystiker und Gründer des Dominikanerklosters in Neuruppin
  • Friedrich II. (Preußen) (* 1712; † 1786), als Kronprinz Friedrich Kommandeur der Neuruppiner Garnison 1732–1740
  • Johann Stuve (* 1752; † 1793), einer der erfahrensten Schulreformer und Schriftsteller der philanthropischen Erziehungsbewegung als Leiter der Neuruppiner Lateinschule 1777–1784
  • Philipp Julius Lieberkühn (* 1754; † 1788), Pädagoge und Schriftsteller, als Leiter der Neuruppiner Lateinschule 1777–1784
  • Max Wiese (* 1846; † 1925 in Neuruppin), Bildhauer[43]
  • Friedrich von Uslar-Gleichen (* 1882; † 1945), Landrat, starb im Lazarett Gildenhall
  • Georg Heym (* 1887; † 1912) besuchte seit 1905 das Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Neuruppin und legte dort 1907 das Abitur ab. In Neuruppin verfasste er einige seiner frühen Gedichte.[64]

Neuruppin als Schauplatz literarischer Werke[Bearbeiten]

Der erste Prior des Dominikanerklosters Wichmann von Arnstein soll verschiedene Wunder vollbracht haben
  • August Kopisch beschreibt in seinem Gedicht „Des Prior Wichmann von Arnstein Wundertat“ eine der sagenhaften Wundertaten des Gründers und ersten Priors des Neuruppiner Klosters Wichmann von Arnstein.[65]
  • Anna Louisa Karsch schrieb das Gedicht „Trostgesang für Neu-Ruppin“ über die Folgen des Stadtbrandes 1787.[66]
  • Theodor Fontane beschreibt Neuruppin und verschiedene inzwischen eingemeindete Ortsteile in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg – Erster Band: Die Grafschaft Ruppin“.[67]
  • Louis-Ferdinand Céline beschreibt in seinem Buch „Norden“ Neuruppin und seine Einwohner. In den apokalyptischen Zuständen des Kriegsjahres 1944 werden alle gesellschaftlichen Schichten (Adel, Bürger, Bauern) als egoistisch und dekadent beschrieben. Célines anarchistisches Welt- und Menschenbild lässt die Einwohner von Neuruppin und Kränzlin in dieser Zeit alles andere als gut wegkommen.[68][69]
  • Gabriele Wolff lässt die Kriminalromane und -erzählungen „Tote Oma“ (1997), „Endstation Neuruppin“ (2000), „Der falsche Mann“ (2000) und „Im Dickicht“ (2007) in Neuruppin spielen.[70]
  • Frank Goyke lässt in Altweibersommer: Theodor Fontanes erster Fall den Dichter Fontane in einen Mordfall am Ruppiner See geraten.[71]
  • Die Kriminalromane „Mord an der Klosterkirche“ (2012) und „Geklaute Orden“ (2013) von Christian Döring spielen in Neuruppin.[72][73]


Klimatabelle[Bearbeiten]

Neuruppin
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
44
 
2
-3
 
 
38
 
4
-3
 
 
38
 
8
0
 
 
44
 
14
3
 
 
56
 
19
8
 
 
69
 
22
12
 
 
52
 
24
13
 
 
60
 
23
13
 
 
46
 
19
10
 
 
36
 
14
6
 
 
47
 
7
2
 
 
55
 
3
-2
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Neuruppin
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,7 3,5 8,1 13,5 19,1 22,4 23,6 23,4 19,2 13,7 7,1 3,0 Ø 13,2
Min. Temperatur (°C) −3,4 −2,7 0,0 3,4 8,0 11,5 13,0 12,7 9,8 6,0 1,7 −1,7 Ø 4,9
Niederschlag (mm) 44 38 38 44 56 69 52 60 46 36 47 55 Σ 585
Sonnenstunden (h/d) 1,1 2,2 3,7 5,2 7,3 7,3 7,1 6,9 4,9 3,1 1,3 0,9 Ø 4,3
Regentage (d) 10 9 8 9 8 9 10 9 8 8 9 9 Σ 106
Luftfeuchtigkeit (%) 88 84 77 71 69 71 71 73 79 84 86 89 Ø 78,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,7
−3,4
3,5
−2,7
8,1
0,0
13,5
3,4
19,1
8,0
22,4
11,5
23,6
13,0
23,4
12,7
19,2
9,8
13,7
6,0
7,1
1,7
3,0
−1,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
44
38
38
44
56
69
52
60
46
36
47
55
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neuruppin – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Verleihung der Zusatzbezeichnung Fontanestadt. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 11. März 1998. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 13, 9. April 1998, S. 407.
  3.  Kristine Jaath: Brandenburg: Unterwegs zwischen Elbe und Oder. Trescher Verlag GmbH, Berlin 2011, ISBN 978-3897942110 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Ministerium des Innern des Landes Brandenburg (Dienstleistungsportal der Landesverwaltung): Kommunen > Landkreis Ostprignitz-Ruppin > Stadt Neuruppin, Gebietsstand: 1. Januar 2009, gesehen 30. Dezember 2009.
  5. Günter Rieger: Kurfürst Brandenburg gab 1512 zur Feier eines Friedensvertrages ein Ritterturnier / Neuruppin wurde Austragungsort. MAZ. 18. Februar 2012. Abgerufen am 23. Februar 2012.
  6. a b c d e Brigitte Meier: Fontanestadt Neuruppin - Eine Stadtgeschichte in Daten, Karwe 2003
  7.  Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg - Erster Teil: Die Grafschaft Ruppin. Berlin 9. März 1892, Neuruppin - 1. Ein Gang durch die Stadt. Die Klosterkirche. (Projekt Gutenberg, abgerufen am 24. April 2011).
  8. Heinrich Begemann: Die Lehrer der Lateinischen Schule zu Neuruppin 1477 - 1817. Beilage zum Jahresbericht Friedrich-Wilhelms-Gymnasium zu Neuruppin, Neuruppin, 1914
  9. a b c d e f g  Johannes Schultze: Geschichte der Stadt Neuruppin / von Johannes Schultze. Stapp, Berlin 1995, ISBN 3-87776-931-4.
  10. a b  Mario Alexander Zadow: Karl Friedrich Schinkel - Ein Sohn der Spätaufklärung. Edition Axel Menges, Stuttgart/London 2001, ISBN 3-932565-23-1.
  11. a b c Rainer Fellenberg: Stolpersteine in Neuruppin (de) Vorbereitungskreis Stolpersteine in Neuruppin. 4. Mai 2008. Abgerufen am 8. Mai 2010.
  12.  Heinz Faulstich: Hungersterben in der Psychiatrie 1914 - 1949. Lambertus, Freiburg im Breisgau 1998, ISBN 3-7841-0987-X.
  13.  Gemeindekirchenrat Neuruppin (Hrsg.): Die Pfarrkirche St. Marien zu Neuruppin - Ihre Zerstörung vor 200 Jahren und ihr Neubau. Neuruppin 15. Dezember 1986.
  14. Markus Kluge: Altes Neuruppiner Theater wird erforscht und Eine Theatergeschichte ohne Happy End, in: Ruppiner Anzeiger vom 26. April 2013
  15. Ruppiner Kliniken GmbH: Geschichte, gesehen 30. Dezember 2009.
  16. Schwerpunktstaatsanwaltschaft Neuruppin auf www.antikorruption.brandenburg.de gesehen am 25. Januar 2011
  17. Ruppiner Anzeiger vom 25. Januar 2011
  18. Brandenburg Tag: Der traditionelle Brandenburg-Tag, gesehen 28. Februar 2010.
  19. Alexander Fröhlich im Tagesspiegel vom 23. Juni 2009: Verseuchtes Grundwasser - Anzeigen gegen Umweltbehörde, gesehen 28. Februar 2009.
  20. Pressemitteilung des Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg vom 12. Mai 2011
  21. FOCUS Nr. 18 (1998): Brennpunkt - Fontane: Viel Ehre zum 100. Todestag, gesehen 28. Februar 2010.
  22. Fontane-Festspiele Neuruppin
  23. Diana Teschler: Die Kreisstadt Neuruppin will ein Kulturfestival etablieren und knüpft daran große Hoffnungen. In: Märkische Allgemeine. 19. Mai 2010, abgerufen am 20. Mai 2010.
  24. a b c Alexander Fröhlich im Tagesspiegel vom 17. September 2008, gesehen 21. September 2008
  25. a b Zuletzt Alexander Fröhlich im Tagesspiegel vom 7. Februar 2010, gesehen 8. Februar 2010.
  26. Andreas Vogel in Märkische Allgemeine, Dosse Kurier: Sommerfeld muss Mandat abgeben Bundesgerichtshof lehnt Revision ab / Urteil wegen Bestechlichkeit damit rechtskräftig vom 20. Oktober 2007.
  27. Tagesspiegel: Links-Abgeordneter Otto Theel tritt nach Verurteilung zurück vom 21. Mai 2008.
  28. Märkische Allgemeine: Der langjährige Neuruppiner Stadtwerke-Chef nahm sich selbst das Leben, MAZ vom 30. Dezember 2009, gesehen 30. Dezember 2009.
  29. Bürgerbegehren „Kein weiter so!“, Presseerklärung vom 8. Februar 2010.
  30. Neuruppin bleibt bunt auf der Homepage der Stadt Neuruppin
  31. http://www.aktionsbuendnis-brandenburg.de/aktionsbuendnis-neuruppin-bleibt-bunt
  32. Kultur gegen Neonazis, MAZ vom 28. August 2009
  33. Tausendfach Protest gegen Rechtsextreme, Schweriner Volkszeitung vom 28. März 2010
  34. Neuruppin demonstriert gegen NPD-Parteitag. sueddeutsche.de GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH. 12. November 2011. Abgerufen am 27. November 2011.
  35. Die Quellen der Daten, die Grundlage der Darstellungen sind, finden sich detailliert in den Wikimedia Commons.
  36. Gebietsstand 1.1.2013
  37. Petra Torjus (Hrsg.): Elf Frauen die Neuruppin bewegten, Neuruppin 2011
  38. Fontanestadt Neuruppin: Die Stadtverordneten der Fontanestadt Neuruppin, gesehen 30. Dezember 2009.
  39. Fontanestadt Neuruppin: Hauptsatzung der Stadt Neuruppin (PDF) vom 8. Juli 2005 in Gestalt der 3. Änderungssatzung vom 6. März 2007, gesehen 30. Dezember 2009.
  40. Ministerium des Innern des Landes Brandenburg (Dienstleistungsportal): Kommunen > Stadt Neuruppin > Wappen Stadt Neuruppin, gesehen 30. Dezember 2009.
  41. Partnerstädte. Fontanestadt Neuruppin. Abgerufen am 25. Februar 2014.
  42. Johannes Schultze: Geschichte der Stadt Neuruppin. Berlin 1963, S. 133
  43. a b c d Sabine Dallmann: Max Wiese - Ein Neuruppiner Kind, zufällig in Danzig geboren in Mitteilungsblatt Nr 16 des Historischen Verein der Grafschaft Ruppin, Neuruppin 2006, S.16 ff.
  44. Festschrift zur Enthüllung des Denkmals für Ferdinand Moehring zu Alt-Ruppin am 29. Aug. 1897
  45. Berliner Zeitung: Nanu. 1. Karl-Marx-Denkmal nach der Wende, gesehen 29. März 2010.
  46. Mitteilungsblatt Nr 15 des Historischen Verein der Grafschaft Ruppin, Neuruppin 2004, S.49 f.
  47. Aus Liebe zur Lyrik - Rathaus zahlt die Erich-Arendt-Stele in Raten ab, Märkische Allgemeine Zeitung vom 24. Mai 2006
  48. 09.02.2006 - Ehrung für Eva Strittmatter auf Fontanestadt Neuruppin
  49. Verordnung über den Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg ((LEP B-B)) vom 31. März 2009
  50. Kathrin Gottwald „Hub 53/12“ soll Güterverkehr vom Hinterland an die Häfen bringen in Märkische Allgemeine Zeitung vom 13. Januar 2011
  51. Homepage HUB 53/12° – Das Logistiknetz Güstrow • Prignitz • Ruppin
  52. Liste aller Schulen im Schulporträt Brandenburg
  53. Vorerst keine medizinische Hochschule in Brandenburg. Eingesehen am 8. April 2014.
  54. Hochschule nimmt im Oktober Betrieb auf. Eingesehen am 8. April 2014.
  55. Altes Gymnasium Neurupin, Campus Neuruppin - Business School Berlin Potsdam. Eingesehen am 9. April 2014.
  56. a b Ehrenordnung der Fontanestadt Neuruppin (PDF; 63 kB)
  57. Vgl. die Homepage der Schinkelkirche zu Wuthenow
  58. a b Neuruppin hat zwei neue Ehrenbürger (de) In: Fontanestadt Neuruppin. 25. Januar 2006. Abgerufen am 8. Mai 2010.
  59. Ärger über Hitlers Steigbügelhalter, Ruppiner Anzeiger vom 19. September 2013
  60. a b c d e Amtsblatt für die Fontanestadt Neuruppin Nr. 8 - 15. Jahrgang, 5. Oktober 2005 (PDF; 249 kB)
  61. Amtsblatt für die Fontanestadt Neuruppin Nr. 7 - 19. Jahrgang, 5. August 2010 (PDF; 290 kB)
  62. Amtsblatt für die Fontanestadt Neuruppin Nr. 6 - 20. Jahrgang, 20. Oktober 2010 (PDF; 1,2 MB)
  63.  Lutz D. Schmadel: Dictionary of Minor Planet Names: Prepared on Behalf of Commission 20 Under the Auspices of the International Astronomical Union. Springer-Verlag, Berlin 2003, ISBN 978-3-540-00238-3.
  64. Hans Peter Buohler: Georg Heym. In: Walther Killy (Hrsg.): Literaturlexikon. Bd. 5: Har – Hug. 2. Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin, New York 2009. ISBN 978-3-11-021391-1. S. 396-399. (zur Schulzeit in Neuruppin S. 396).
  65. August Kopisch in Die Deutsche Gedichte-Bibliothek: Des Prior Wichmann von Arnstein Wundertat, gesehen 30. Dezember 2009.
  66. Anna Louisa Karschin in Bibliotheca Augustana von Ulrich Harsch Trostgesang für Neu-Ruppin bey den Ruinen. vom 31. August 1787.
  67. Theodor Fontane im Projekt Gutenberg-DE: Wanderungen durch die Mark Brandenburg, gesehen 30. Dezember 2009.
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