Neusiedler Seebahn
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Die Neusiedler Seebahn verbindet seit dem 19. Dezember 1897 Neusiedl am See eingleisig auf Normalspur über Pamhagen mit der Station Fertőszentmiklós der Raab-Ödenburg-Ebenfurther Eisenbahn an der ungarischen Bahnstrecke Győr (Raab) - Sopron (Oedenburg). Bis zum 26. Mai 1979 führte die Bahn noch 56 km weiter bis Celldömölk. Zur Zeit des Baues lag die Gesamtstrecke von 102,095 km Länge auf ungarischem Gebiet. Am 25. Jänner 1921 kamen dann 45 km mit dem Burgenland zu Österreich.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Eigentümer
Eigentümer ist die “Neusiedler Seebahn AG (NSB AG)” − ungarisch “Fertővidéki Helyiérdekű Vasút (Fhév)” − die seit 1997 folgende Eigentümer hat:
- Republik Österreich 48,259 %
- Republik Ungarn 26,306 %
- Land Burgenland 25,435 %
Den Betrieb führt die Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahn AG (ROeEE/GySEV).
[Bearbeiten] Unternehmenszweck
War die Strecke früher eher für den landwirtschaftlichen Gütertransport genutzt, ist sie heute vorwiegend für den Personenverkehr von Bedeutung. Durch diese Linie ist das Nordburgenland östlich des Neusiedlersees (Seewinkel) an das nationale und internationale Schienennetz angeschlossen, das vor allem von Pendlern nach Wien genutzt wird.
[Bearbeiten] Modernisierung
[Bearbeiten] Elektrifizierung
Die Elektrifizierung wurde im Jahr 2003 begonnen und abschnittsweise bis Mitte April 2004 vollzogen. Die Strecke wurde in diesen Jahren mit dem in Ungarn üblichen Bahnstromsystem 25 kV / 50 Hz elektrifiziert, was in Österreich unüblich ist, da sie auch von Garnituren der ÖBB befahren wird. Neben Triebwagen der ROeEE kommen ÖBB-Mehrsystemlokomotiven der Reihen 1014 und 1116 mit Wendezügen sowie Triebwagengarnituren der ÖBB-Reihe 4124 (ausgestattet für Zweistromsystem) zum Einsatz.
[Bearbeiten] Gleisausbau
Durch die zuletzt erfolgte Erneuerung des Oberbaus und den Einbau stärkerer Schienen konnte eine Erhöhung der Maximalgeschwindigkeit auf der Strecke von 80 km/h auf 120 km/h und damit eine wesentliche Beschleunigung der Fahrzeiten erreicht werden.
[Bearbeiten] Zugkreuzungen
Die Zugkreuzungen finden in St. Andrä überwiegend vier Minuten vor der sonst üblichen Symmetriezeit statt.
[Bearbeiten] Bahnhöfe und Sicherheit
Durch die Erneuerung der Sicherheitstechnik können jetzt mehr Züge die Strecke nutzen. Die Bahnhöfe und Haltestellen wurden modernisiert, um den Fahrgästen mehr Komfort zu bieten. Da viele Straßenkreuzungen der Bahnlinie nicht durch Schranken sondern lediglich durch Lichtsignale oder Verkehrszeichen geregelt sind, kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen mit Straßenfahrzeugen. Der Forderung nach mehr Bahnschranken wurde aus finanziellen Gründen jedoch noch nicht nachgegeben.
[Bearbeiten] Bahnhöfe und Haltestellen [1]
| Tarif- km |
Strecken- km |
Seehöhe | Betriebsstelle | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| 0 | 102,6 | 130 m ü. A. | Neusiedl am See | Anschluss an die Leithagebirgsbahn |
| − | 102,095 | − | Eigentumsgrenze | NSB / ÖBB |
| 4 | 98,554 | 118 m ü. A. | Neusiedl am See Bad | Bahnhof mit Trapeztafeln; durchgehendes Hauptgleis, ein Nebengleis (244 m) ehemals Anschluss an die Kleinbahn Neusiedl am See |
| 6 | 96,174 | 117 m ü. A. | Weiden am See | Bahnhof mit Trapeztafeln; durchgehendes Hauptgleis, ein Nebengleis (110 m) |
| 11 | 91,230 | 124 m ü. A. | Gols | Bahnhof mit Trapeztafeln; durchgehendes Hauptgleis, ein Nebengleis (308 m) |
| 14 | 88,617 | 123 m ü. A. | Mönchhof Haltestelle | |
| 15 | 87,208 | 125 m ü. A. | Mönchhof - Halbturn | Bahnhof mit Hauptsignalen; durchgehendes Hauptgleis, ein Hauptgleis (313 m), ein Nebengleis (302 m) |
| 20 | 82,443 | 124 m ü. A. | Frauenkirchen | Bahnhof mit Trapeztafeln; durchgehendes Hauptgleis, vier Nebengleise (Gleis 2 416 m, Gleis 3 369 m) |
| 27 | 75,874 | 122 m ü. A. | Sankt Andrä am Zicksee | Bahnhof mit Hauptsignalen; durchgehendes Hauptgleis, ein Hauptgleis (282 m), ein Nebengleis zur Anschlussbahn (305 m) |
| 33 | 70,976 | 121 m ü. A. | Wallern im Burgenland | Bahnhof mit Trapeztafeln; durchgehendes Hauptgleis, drei Nebengleise (341 m, 437 m und 329 m) |
| 37 | 66,491 | 118 m ü. A. | Pamhagen | Bahnhof mit Trapeztafeln; durchgehendes Hauptgleis, ein Hauptgleis (337 m), 1 Nebengleis (412 m) |
| 39 | 64,165 | − | Staatsgrenze Österreich / Ungarn | |
| 40 | ~ 63,0 | Fertőujlak | ||
| 45 | ~ 57,9 | Sarrod | ||
| 47 | ~ 55,9 | 121 m ü. A. | Fertőszéplak - Fertőd | |
| 49 | ~ 53,4 | 119 m ü. A. | Fertőszentmiklos | Anschluss nach Sopron/Ödenburg und Győr |
Anfang der Kilometrierung in Celldömölk (Streckenteil Celldömölk − Fertőszentmiklós abgebaut)

