Neuss Hauptbahnhof

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Neuss Hauptbahnhof
Eingangsbereich von der Innenstadt aus
Eingangsbereich von der Innenstadt aus
Daten
Kategorie 2
Betriebsart Kreuzungsbahnhof
Bauform Inselbahnhof
Bahnsteiggleise 8
Abkürzung KN
IBNR 8000274
Eröffnung 1853
Lage
Stadt Neuss
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 12′ 15″ N, 6° 41′ 2″ O51.2041666666676.6838888888889Koordinaten: 51° 12′ 15″ N, 6° 41′ 2″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i7i12i13i15i16i16i18i20
Talent der Regiobahn im Hauptbahnhof Neuss

Der Neusser Hauptbahnhof ist ein Inselbahnhof, der an der Kreuzung der linksniederrheinischen Strecke (Köln–Kleve) und der Bahnstrecke Mönchengladbach–Düsseldorf liegt. Von den beiden Strecken zweigt einerseits die Bahnstrecke Düren–Neuss ab, andererseits die seit 1984 in Kaarst endenden Bahnstrecke Neuss–Viersen der privaten Regiobahn.

Zusammen mit den an den acht Einzelhaltestellen des Bahnhofsvorplatzes haltenden Bus- und Bahnlinien verschiedener Verkehrsgesellschaften stellt der Hauptbahnhof das Neusser Nahverkehrsdrehkreuz dar.

Der Neusser Hauptbahnhof beherbergt einige Geschäfte, beispielsweise ein Restaurant, eine Snackbar und einen Kiosk. Im Jahr 2006 wurde er modernisiert, wobei u. a. zwei der vier Bahnsteige mit Aufzügen für Rollstuhlnutzer ausgestattet wurden.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Neusser Hauptbahnhof wurde 1853, mit Eröffnung der Eisenbahnstrecke aus Richtung Aachen, in Betrieb genommen. Eine Eisenbahnverbindung nach Köln folgte 1855.

1875/76 wurde das zweite Bahnhofsgebäude errichtet. An gleicher Stelle steht auch das heutige Bahnhofsgebäude mit der 2003 eröffneten Radstation.[1]

Mit Anschluss an den S-Bahn-Verkehr 1985 (S 11) und 1988 (S 8) wurde der Bahnhof zuletzt umfangreich umgebaut.

Bedienung[Bearbeiten]

Schienenpersonenfernverkehr[Bearbeiten]

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 wird der Neusser Hauptbahnhof wieder vom Schienenpersonenfernverkehr bedient:

Schienenpersonennahverkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof wird im Schienenpersonennahverkehr von folgenden sieben Linien bedient (Stand April 2010):

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf
RE 4 Wupper-Express Aachen – Mönchengladbach – Neuss – Düsseldorf – Wuppertal – Hagen – Dortmund
RE 7 Rhein-Münsterland-Express Krefeld – Neuss – Köln – Solingen – Wuppertal – Hagen – Hamm (Westf) – Münster (Westf) – Rheine
RE 13 Maas-Wupper-Express Venlo – Viersen – Mönchengladbach – Neuss – Düsseldorf Hbf – Wuppertal – Hagen – Hamm (Westf)
RB 38 Erft-Bahn Düsseldorf – Neuss – Grevenbroich – Horrem / (Köln – Köln Messe/Deutz)
S 8 S 8 Mönchengladbach – Neuss – Düsseldorf – Wuppertal – Hagen
S 11 S 11 Düsseldorf Flughafen Terminal – Düsseldorf – Neuss – Dormagen – Köln – Bergisch Gladbach
S 28 S 28 Kaarster See – Neuss – Düsseldorf – Mettmann Stadtwald

Planung

Ab dem 10. Juni 2012 soll laut dem NRW Regionalverkehrsplan 2012 die Linie RE6a von Düsseldorf über Neuss und Dormagen nach Köln verkehren.

Bahnsteigbelegung[Bearbeiten]

In der Regel halten die Regionalverkehrslinien wie folgt auf den Bahnsteiggleisen:

Gleis Linie Verwendung
1 RE 7 nach Krefeld
2 RB 38 nach Düsseldorf
3 RB 38 nach Grevenbroich, Horrem und Köln
4 RE 7 nach Köln, Münster und Rheine
5 ICE 1049 (nur So) Düsseldorf – Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm – Bielefeld – Hannover – Berlin
5/6 RE 4 RE 13 S 8 S 11 S 28 nach Hagen, Dortmund, Hamm, Düsseldorf und Mettmann
7/8 RE 4 RE 13 S 8 S 11 S 28 nach Aachen, Venlo, Mönchengladbach, Bergisch Gladbach und Kaarst
8 ICE 1046 (nur Fr) nach Mönchengladbach

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Die Haltestellen am Neusser Hauptbahnhof werden von zwölf Buslinien, einer Straßenbahnlinie und einer Stadtbahnlinie angefahren.

Linie Linienverlauf
U75 Neuss Hauptbahnhof – Handweiser – Belsenplatz – Heinrich-Heine-Allee – Düsseldorf Hbf – Schlesische Straße (U) – Eller Vennhauser Allee
709 Gerresheim Krankenhaus – Grafenberg – Düsseldorf Hbf – Südfriedhof – Neuss Hauptbahnhof – Neuss Theodor-Heuss-Platz
828 Stadthalle – Neuss Hauptbahnhof – Weißenberg – Meerbusch Büderich – Heerdt-Belsenplatz
830 Stadthalle – Neuss Hauptbahnhof – Neuss Am Kaiser – Meerbusch Büderich – Haus Meer
841 Rosellerheide – Norf – Gnadental – Stadthalle – Neuss Hauptbahnhof – Neusserfurth – Handweiser
842 Rheinparkcenter – Hafen – Neuss Hauptbahnhof – Lukaskrankenhaus
843 Grefrath – Skihalle – Holzheim – Reuschenberg – Neuss Süd – Neuss Hauptbahnhof – Neusserfurth
844 Hoisten – Weckhoven – Reuschenberg – Neuss Süd – Neuss Hauptbahnhof – Neusserfurth
848 Johanna-Etienne-Krankenhaus – Neuss Hauptbahnhof – Schulzentrum – Lukaskrankenhaus
849 Erftal – Gnadental – Stadthalle – Neuss Hauptbahnhof – Lukaskrankenhaus
851 Uedesheim – Grimlinghausen – Gnadental – Stadthalle – Neuss Hauptbahnhof – Neusserfurth – Kaarst
852 Norf – Grimlinghausen – Stadthalle – Neuss Hauptbahnhof – Neusserfurth – Kaarst
854 Weckhoven – Selikum – Gnadental – Stadthalle – Neuss Hauptbahnhof – Weißenberg – Vogelsang
857T Neuss Hauptbahnhof – Bauerbahn
NE1 Neuss Hauptbahnhof – Stadthalle – Alexianerplatz – Gnadental – Grimlinghausen – Neuss Wehl – Neuss Speck
NE2 Neuss Hauptbahnhof – Pomona – Reuschenberg – Holzheim – Grefrath Stephanusstraße
NE3 Grefrath Stephanusstraße – Holzheim – Reuschenberg – Pomona – Neuss Hauptbahnhof – Vogelsang – Böhmerstr.
NE4 Stadthalle – Neuss Hauptbahnhof – Neusserfurth – Kaarst Maubisstr.
NE5 Neuss Hauptbahnhof – Stadthalle – Alexianerplatz – Gnadental – Grimlinghausen – Taubental – Neuss-Uedesheim Deichstraße
NE6 Neuss Hauptbahnhof – Stadthalle – Alexianerplatz – Gnadental – Reuschenberg – Weckhoven – Hoisten Schleife

Planung

Die neue Stadtbahnlinie U81 der Stadtbahn Düsseldorf soll nach Planungen vom Gewerbegebiet Hammelfelddamm oder eventuell vom S-Bahnhof Rheinpark Center über den Hauptbahnhof und weiter über Lörick, die Messe Düsseldorf und den Flughafen nach Ratingen führen. Auf Grund fehlender finanzieller Mittel ist Projekt derzeit zurückgestellt.

Umbau[Bearbeiten]

Der Neusser Hauptbahnhof ist unter den sechs Bahnhöfen im Bundesgebiet, die in das Bahnhofsentwicklungsprogramm der Deutschen Bahn AG aufgenommen wurden. Mit der Entwicklung eines Konzeptes wurde das Planungsbüro Jaspert, Steffens, Watrin und Drehsen aus Köln beauftragt. Das Konzept entstand in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Neuss und wird derzeit noch auf seine Machbarkeit geprüft. Schwerpunkte sind hier vor allem der Bahnhofsvorplatz, das Empfangsgebäude, die Verkehrsanlagen des Bahnhofs selber sowie sein Umfeld.[2]

Das Konzept besteht aus acht Modulen, die jeweils unabhängig voneinander realisiert werden können. Der sogenannte Masterplan NRW sieht auch den Ausbau der Schieneninfrastruktur vor. Am 11. Dezember 2008 wurde der Plan von Bahn, Bund und dem Land NRW unterzeichnet. Der Plan für die Modernisierung wird mit 767.000 € bezuschusst.[3] Im zweiten Schritt der Maßnahme, der Modernisierungsoffensive 2, wird der Neusser Hauptbahnhof in der 2. Jahreshälfte 2012 umgebaut.[4] Unter anderem bekommen alle Bahnsteige einen Aufzug, der Bodenbelag wird erneuert und Hilfssysteme für Sehbehinderte werden installiert.[5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. J. Lange: Kleine Chronik der Stadt Neuss. Hrsg. von Jens Metzdorf im Auftrag der Stadt Neuss - Stadt Neuss Stadtarchiv, 2006.
  2. Neue Ideen für den Hauptbahnhof, Website des Bereichs Planen, Bauen, Verkehr der Stadt Neuss
  3. Der Knoten platzt, Artikel der Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 12. Dezember 2008
  4. Modernisierungsoffensive 2: DB modernisiert in NRW 108 Bahnhöfe in den nächsten Jahren, Presseinformation der DB Mobility Logistics AG vom 16. Dezember 2011
  5. Großbaustelle Neusser Bahnhof, Artikel der Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 21. Juni 2012

Linien
Büttgen S-Bahn S 8
MG-D
Neuss Am Kaiser
Neuss Süd S-Bahn S 11
K–KLE, MG-D
Neuss Am Kaiser
Kaarst IKEA S-Bahn S 28
VIE-NE, MG–D
Neuss Am Kaiser
Niedertor Eisenbahn 709 Theodor-Heuss-Platz
Ende Eisenbahn U75
Stadtbahnstrecke Düsseldorf–Neuss
Blücherstraße