Neustadt am Main

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neustadt a.Main
Neustadt am Main
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neustadt a.Main hervorgehoben
49.9308333333339.5675150Koordinaten: 49° 56′ N, 9° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Lohr am Main
Höhe: 150 m ü. NHN
Fläche: 19,81 km²
Einwohner: 1257 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97845
Vorwahl: 09393
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 166
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßplatz 2
97816 Lohr a.Main
Webpräsenz: www.neustadt-erlach.de
Bürgermeister: Stephan Morgenroth (Bürgerliste)
Lage der Gemeinde Neustadt a.Main im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Neustadt am Main (amtlich: Neustadt a. Main) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lohr am Main.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Neustadt a. Main liegt in der Region Würzburg. In Neustadt befindet sich der höchste Berg des Landkreises Main-Spessart, die Klosterkuppel mit 552 m. Dort entspringt der Silberlochbach, der durch Neustadt am Main fließt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Neustadt am Main gliedert sich in vier Ortsteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Erlach a. Main und Neustadt a. Main.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Forst Lohrerstraße
(Gemeindefreies Gebiet)
Stadt
Lohr am Main
Gemeinde
Steinfeld
Fürstlich Löwensteinscher Park
(Gemeindefreies Gebiet)
Nachbargemeinden Gemeinde
Roden
Stadt
Rothenfels
Stadt
Marktheidenfeld

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Wovon sich der ursprüngliche Ortsname Rorinlacha tatsächlich ableitet, ist nicht genau bekannt. Es bestehen zwei mögliche Theorien:

  • Er besteht aus den althochdeutschen Wörtern řorīn und lahha. Es bedeutet „ein mit Röhricht bewachsener Sumpf“.[3] Diese Namenswurzel ist auch im Namen von Erlach zu finden (erl lahha).
  • Er besteht aus dem Personenname „Roggo“ oder „Roggo“, ein Verwandter von Megingaud und „Lacha“ für umgrenztes Gebiet. Danach bedeutet er Ort des Roggo.

Mit Errichtung des Kloster an der "Neuen Statt" wurde der Ort zuerst Niuwenstat, dann Neustadt genannt. Er besteht aus den althochdeutschen Wörtern niuwe und stat.[3] Die gleiche Namenswurzel steckt auch im naheliegenden Ort Neuendorf. Der Zusatz am Main unterscheidet Neustadt von weiteren gleichnamigen Orten.

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 768 Rorinlacha
  • 812 Rorenlacha
  • 817 Nuuenstat
  • 835 Niunstat
  • 976 Nuenstat
  • 993 Niuuuenstat
  • 1003 Niuenstat
  • 1150 Nůwenstat
  • 1157 Nuwestat
  • 1276 Nuenstat
  • 1336 Nuewenstat
  • 1494 Newenstat
  • 1562 Neuenstatt am Mayn
  • 1594 Neuestatt am Main
  • 1801 Neustadt am Mayn
  • 1832 Neustadt am Main

Geschichte[Bearbeiten]

Das Benediktiner-Kloster Neustadt am Main wurde schon vor dem Jahre 769 gegründet. Es wurde 1803 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst.

Als Teil des Amtes Rothenfels des Hochstifts Würzburg fiel der Ort im Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 an die Fürsten Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Nach der Mediatisierung 1806 durch das Fürstentum Aschaffenburg fiel es mit diesem (nun ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) 1814 an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Erlach am Main wurde am 1. Mai 1978 im Rahmen der Gebietsreform in Bayern eingemeindet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1078 Einwohner[5]
  • 1970: 1204 Einwohner[5]
  • 1987: 1301 Einwohner
  • 2000: 1343 Einwohner
  • 2011: 1249 Einwohner
  • 2012: 1257 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2014 Stephan Morgenroth (Bürgerliste). Seine Vorgängerin war Karin Berger (Freie Wählergemeinschaft Erlach).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa

Neustadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa, in der sich 36 Städte (Stand: September 2008) mit Namen Neustadt aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen und der Slowakei zusammengeschlossen haben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 39 und im Bereich Handel und Verkehr 22 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 39 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 474. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe ein Betrieb. Zudem bestand im Jahr 1999 ein landwirtschaftlicher Betrieb.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 42 Kindern

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neustadt am Main – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/213651&attr=OBJ&val=1737
  3. a b c  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 160.
  4. Mehr zur Geschichte Neustadts auf www.weyer-neustadt.de
  5. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 763.