Nevermore

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Nevermore
Nevermore beim Summer Breeze, 2007
Nevermore beim Summer Breeze, 2007
Allgemeine Informationen
Genre(s) Thrash Metal, Progressive Metal, Power Metal
Gründung 1991
Website http://www.myspace.com/nevermorefans
Gründungsmitglieder
Warrel Dane
Jeff Loomis (bis 2011)
Jim Sheppard
Mark Arrington (bis 1994)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Warrel Dane
Bass
Jim Sheppard
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Pat O'Brien (1994–1996)
Gitarre
Tim Calvert (1997-2000)
Gitarre
Steve Smyth (Live-Gitarre: 2003-2005, Gitarre: 2005-2007)
Schlagzeug
Van Williams (1994-2011)
Live-Unterstützung
Gitarre
Curran Murphy (Live-Gitarre: 1996-1997, 2000-2001)
Gitarre
Chris Broderick (Live-Gitarre: 2001-2003, 2006-2007/2008)
Gitarre
Attila Vörös (Live-Gitarre: 2010-2011)
Bass
James MacDonough (Live-Bass: 2006)
Bass
Tim Johnston (Live-Bass: 2007)
Bass
Dagna Silesia (Live-Bass: 2011)
Schlagzeug
Adam Gardner (Live-Schlagzeug: 1995-1996)

Nevermore ist eine US-amerikanische Metal-Band aus Seattle, die aus der Band Sanctuary hervorging. Ihre stilistische Einordnung ist nicht einheitlich. Am häufigsten wird ihre Musik als Thrash Metal oder Power Metal eingestuft, gelegentlich wird auch auf Elemente aus dem Progressive Metal verwiesen.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Nevermore entstehen aus den Überresten der aus Seattle stammenden Power-Metal-Band Sanctuary, die 1988 und 1990 zwei Alben (Refuge Denied und Into the Mirror Black) veröffentlicht hatten. Sänger Warrel Dane und Bassist Jim Sheppard sowie der auf der letzten Sanctuary-Tour dazugestoßene Gitarrist Jeff Loomis sind neben Schlagzeuger Van Williams die Eckpfeiler der Band. Nachdem die Band 1994 einen Plattenvertrag beim deutschen Label Century Media unterschrieben hatte, erschien ihr erstes, Album, das den Bandnamen trägt, Anfang 1995. Neil Kernon, der zuvor schon mit Queensrÿche gearbeitet hat, sitzt bei diesem Album an den Reglern.

Es folgen eine Europatour im Vorprogramm von Blind Guardian sowie eine Amerikatour mit Death, bevor 1996 eine EP namens In Memory erscheint, die größtenteils Songs enthält, die es nicht auf das Debütalbum geschafft hatten. Eine weitere Europatour mit Iced Earth folgt, bevor Nevermore noch im selben Jahr den etwas vertrackten Nachfolger The Politics of Ecstasy veröffentlichen. Mittlerweile gehört Pat O'Brien zum Line-up der Band. Er verabschiedet sich kurze Zeit später allerdings in Richtung Cannibal Corpse. Curran Murphy vertritt ihn Live. O'Briens Nachfolger wird 1997 Tim Calvert, zuvor bei Forbidden. Mit ihm spielt die Band das 1999 erscheinende Album Dreaming Neon Black ein. Eine Headlinertour durch Europa mit Morgana Lefay und Sacred Steel festigt ihren Status als hervorragende Liveband. Allerdings ist auch Calverts Verbleib bei der Band nur von begrenzter Dauer. Er verlässt die Band 2000, nachdem er heiratet und die zum Quartett geschrumpfte Band tourt fortan einige Jahre mit Live-Gitarristen.

Das darauffolgende Dead Heart in a Dead World wird deswegen mit Loomis als alleinigem Gitarristen eingespielt. Dead Heart in a Dead World gilt als das Album, das der Band den endgültigen Durchbruch in der Metalszene bringt. Kritiker und Fans sind sich allerorts weitgehend einig. Es rückt die Band vom ewigen Insidertipp ins Rampenlicht der Szene. Maßgeblichen Einfluss auf das Endergebnis der Platte hat Produzent Andy Sneap. Auf den Tourneen unterstützt Curran Murphy die Band wieder als zweiter Gitarrist. Einer Amerikatour mit Fates Warning sowie im September 2001 mit Savatage folgt eine Europatournee mit Annihilator. Murphy tritt nach der Tournee letzteren bei, und so stehen Nevermore erneut ohne zweiten Gitarristen da. Als Live-Unterstützung werden in den nächsten Jahren Chris Broderick von Jag Panzer und der ehemalige Testament- und Vicious-Rumors-Gitarrist Steve Smyth hinzugezogen, der allerdings vorerst nur als Livegitarrist zur Band gehört und auf dem 2003 erscheinenden Folgealbum Enemies of Reality noch nicht zu hören ist.

Weil Century Media aufgrund des auslaufenden Vertrages mit der Band das Produktionsbudget limitiert, wird Enemies of Reality zu Hause in Seattle mit Kelly Gray als Produzenten aufgenommen. Das Klangergebnis gilt bei vielen Fans und auch bei der Band als enttäuschend und so erscheint 2005 eine von Andy Sneap neu abgemischte Version der Platte. Ungebremst ist trotz des unbefriedigenden Sounds die Popularität der Band. So platziert sich das Album in den deutschen Charts auf Platz 34 und schafft auch in Italien und den Niederlanden den Sprung in die Hitparaden. Eine Co-Headlining-Tour durch Europa mit Arch Enemy sowie eine US-Tour mit Children of Bodom, Dimmu Borgir und Hypocrisy beenden die Promotion für Enemies of Reality.

Die Band verlängert ihren Vertrag bei Century Media und so wird das nächste Album wieder mit dem Wunschproduzenten Andy Sneap aufgenommen. This Godless Endeavor erschien im Juli 2005 und Nevermore sind Teil der von Dave Mustaine initiierten Gigantour durch die USA, bei der auch Bands wie Megadeth, Dream Theater oder Fear Factory mit dabei sind. Anschließend folgt eine Europatournee mit den Supportbands Dew-Scented und Mercenary. This Godless Endeavor steigt in Deutschland auf Platz 26 der Albumcharts ein und schafft auch in Ländern wie Frankreich, Italien und der Schweiz den Sprung in die Hitparaden. Außerdem ist es „Album des Monats“ in diversen Szenezeitschriften. Jim Sheppard muss sich auf Konzerten wegen Morbus Crohn temporär durch James MacDonough vertreten lassen.

Im Januar 2008 beschloss Chris Broderick, der die Band seit Jahren auf Tourneen begleitete, sein Live-Engagement bei Nevermore zu beenden, da er durch seine neue Aufgabe als Leadgitarrist bei Megadeth ausgelastet war. Er stieg auch bei Jag Panzer aus. Warrel Dane und Jeff Loomis veröffentlichten im gleichen Jahr jeweils ihre Soloalben. Am 28. Mai 2010 erschien nach fünfjähriger Pause das Album The Obsidian Conspiracy. Als Tour-Gitarrist wurde der Ungar Attila Vörös bestätigt.

Am 21. April 2011 gaben Jeff Loomis und Van Williams ihren Ausstieg aus Nevermore bekannt. Dies wurde begründet mit musikalischen und persönlichen Differenzen. Warrel Dane konzentriert sich seitdem wieder auf seine alte Band Sanctuary.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Dreaming Neon Black
  DE 80 25.01.1999 (1 Wo.) [1]
Dead Heart in a Dead World
  DE 57 02.10.2000 (1 Wo.) [1]
Enemies of Reality
  DE 34 11.08.2003 (2 Wo.) [1]
This Godless Endeavor
  DE 26 08.08.2005 (4 Wo.) [1]
  CH 63 07.08.2005 (2 Wo.) [2]
The Year of the Voyager
  DE 82 31.10.2008 (1 Wo.) [1]
The Obsidian Conspiracy
  DE 13 11.06.2010 (2 Wo.) [1]
  AT 34 11.06.2010 (1 Wo.) [3]
  CH 40 13.06.2010 (1 Wo.) [2]
  US 132 26.06.2010 (1 Wo.) [4]
[1]

[2] [3]

[4]

Alben[Bearbeiten]

EPs und Singles[Bearbeiten]

  • 1996 - In Memory (EP)
  • 2001 - Believe in Nothing

Demos[Bearbeiten]

  • 1992 - Utopia
  • 1994 - Demo 1994

DVDs[Bearbeiten]

  • 2008 - The Year of the Voyager

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g musicline.de: Nevemore in den deutschen Album-Charts, zugegriffen am 2. November 2010
  2. a b c hitparade.ch: Nevemore in den schweizerischen Album-Charts, zugegriffen am 2. November 2010
  3. a b austriancharts.at: Nevemore in den österreichischen Album-Charts, zugegriffen am 2. November 2010
  4. a b billboard.com: Nevemore in den US-amerikanischen Album-Charts, zugegriffen am 2. November 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nevermore – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien