New Jack Swing

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New Jack Swing ist der Name eines Mitte der 1980er Jahre von Teddy Riley begründeten Musikgenres. Geprägt wurde der Begriff 1988 vom Journalisten und Regisseur Barry Michael Cooper.[1] New Jack Swing verbindet die urbanen Musikrichtungen R&B und Hip-Hop durch die Verwendung von einfachen Keyboard-Melodien, Samples aus der Funk-Musik (vor allem James Brown) und groovenden, sehr perkussiven Drumcomputer-Beats, die von den synkopierten Rhythmen des Swing beeinflusst sind.[2] Vor allem zu Beginn der 1990er beeinflusste die Musik den Mainstream maßgeblich.

Die erfolgreichsten Veröffentlichungen des Genres waren Don't Be Cruel (1988) von Bobby Brown und Dangerous (1991) von Michael Jackson. Teddy Riley war an beiden Alben maßgeblich beteiligt, ebenso am Soundtrack des Films New Jack City (1991), der den New Jack Swing auch ins Kino brachte. Neben Riley war Kenneth „Babyface“ Edmonds der bedeutendste Produzent des Genres.

Weitere wichtige New-Jack-Swing-Interpreten waren etwa Keith Sweat, Boyz II Men, Tony! Toni! Toné!, En Vogue, Kool Moe Dee und Heavy D. Bezogen auf weibliche Interpretinnen wurde auch der Begriff New Jill Swing geprägt. Ein Großteil der Künstler war bei der Plattenfirma Uptown Records unter Vertrag.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael A. Gonzales: Baltimore Orator: Barry Michael Cooper. 11. April 2007, abgerufen am 31. März 2010.
  2.  Nelson George: XXX − Drei Jahrzehnte HipHop. orange-press, Freiburg 2002 (übersetzt von Tin Man), ISBN 3936086036, S. 155 u. 157.