New Jersey

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter New Jersey (Begriffsklärung) aufgeführt.
New Jersey
Flag of New Jersey.svg Seal of New Jersey.svg
(Details) (Details)
New York Connecticut Rhode Island Massachusetts New Jersey Pennsylvania Maryland Delaware West Virginia Virginia Atlantischer Ozean Washington, D.C. Alaska Hawaii Rhode Island Washington, D.C. Maine New Hampshire Vermont Massachusetts Connecticut New York Pennsylvania Delaware New Jersey Maryland Virginia West Virginia Ohio Indiana North Carolina Kentucky Tennessee South Carolina Georgia Florida Alabama Mississippi Michigan Wisconsin Illinois Louisiana Arkansas Missouri Iowa Minnesota North Dakota South Dakota Nebraska Kansas Oklahoma Texas New Mexico Colorado Wyoming Montana Idaho Utah Arizona Nevada Washington Oregon Kalifornien Kuba Kanada Bahamas Turks- und Caicosinseln MexikoKarte der USA, New Jersey hervorgehoben
Über dieses Bild
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Trenton
Staatsmotto: Liberty and Prosperity
Fläche: 22.588 km²
Einwohner: 8.791.894 (Zensus 2010) (389/km²)
Mitglied seit: 18. Dezember 1787
Zeitzone: UTC−5
Höchster Punkt: 550 m (High Point)
Durchsch. Höhe: 75 m
Tiefster Punkt: 0 m Atlantischer Ozean
Gouverneur: Chris Christie (R)
Post / Amt / ISO NJ / / US-NJ
Karte von New Jersey
Karte von New Jersey

New Jersey (Zum Anhören bitte klicken! [nuːˈdʒɝzi]a a AE / [njuːˈdʒɜːzi] BE, deutsch älter auch Neujersey[1]) ist (nach Rhode Island, Delaware und Connecticut) der viertkleinste Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika, zugleich aber derjenige mit der größten Bevölkerungsdichte. New Jersey wurde nach der englischen Kanalinsel Jersey benannt. Der Bundesstaat hat den Beinamen The Garden State (dt. Gartenstaat). New Jersey gehört zu den Mittelatlantikstaaten.

Geografie[Bearbeiten]

Der Staat hat eine Gesamtfläche von 22.588 km², wovon 3377 km² auf Gewässer entfallen.

New Jersey grenzt im Norden und Nordosten an New York, wo teilweise der Hudson eine natürliche Grenze bildet. Im Westen wird New Jersey vollständig durch den Grenzfluss Delaware von den Staaten Pennsylvania und Delaware getrennt. Im Süden, in der Delaware-Bucht, und Osten hat New Jersey schließlich Anteile am Atlantik.

Der Staat New Jersey hat in etwa die Form von Kopf und Oberkörper eines Menschen, dessen Haupt leicht nach vorne gebeugt ist. Von diesem Bild ausgehend ist der Kopf, also der Norden des Landes, die Region mit den noch größeren Erhebungen in einem ansonsten flachen Land. Hier im Großen Appalachen-Tal (auch Kittatinny-Tal), das sich vom US-Staat Alabama bis zum Hudson erstreckt, befindet sich an der Grenze zum Staat New York der High Point, New Jerseys höchster Berg, der mit 550 Metern die durchschnittliche Landeshöhe um mehr als das siebenfache übersteigt.

Der Osten des Landes, das Einzugsgebiet des Hudson und der größten US-amerikanischen Millionenstadt New York, ist dichtbesiedelt. Jener Ballungsraum westlich des Hudson umfasst mit Newark, Jersey City, Paterson und Elizabeth bereits alle vier Großstädte des Landes.

Südlich davon beginnt die Atlantische Küstenebene, die auf einer Länge von mehr als 200 km mit ihren zahlreichen Seebädern ein beliebtes Urlaubsziel darstellt. Der Küstenstreifen ist insbesondere im nördlichen und dann wieder im südlichen Teil mit ihren zahlreichen sich aneinanderreihenden Mittelstädten recht stark bevölkert. Größte Städte entlang der Küste sind Long Branch im Norden sowie das für den Fremdenverkehr bedeutsame Atlantic City im Süden.

Im Landesinneren vom zentralen New Jersey bis in den südlichen Teil prägen dichte Wälder das Bild des Staates. Bekanntes und populäres Reiseziel für abenteuerlustige Naturfreunde aus aller Welt sind in dieser Region die so genannten Pine Barrens, die unter Naturschutz stehen und denen der Mythos des Jersey-Teufels anhaftet.

Gliederung[Bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Census Einwohner ± in %
1790 184.139
1800 211.149 10 %
1810 245.562 20 %
1820 277.575 10 %
1830 320.823 20 %
1840 373.306 20 %
1850 489.555 30 %
1860 672.035 40 %
1870 906.096 30 %
1880 1.131.116 20 %
1890 1.444.933 30 %
1900 1.883.669 30 %
1910 2.537.167 30 %
1920 3.155.900 20 %
1930 4.041.334 30 %
1940 4.160.165 3 %
1950 4.835.329 20 %
1960 6.066.782 30 %
1970 7.168.164 20 %
1980 7.364.823 3 %
1990 7.730.188 5 %
2000 8.414.347 9 %
2010 8.791.894 4 %
Vor 1900[2]

1900–1990[3] 2000[4] 2010[5]

Karte der Bevölkerungsdichte von New Jersey
Newark

Die Einwohner von New Jersey werden umgangssprachlich „New Jerseyans“ oder „New Jerseyites“ genannt.

New Jersey hat 8.682.661 Einwohner (Stand: Schätzung 2008), davon sind 69,6 % Weiße, 15,6 % Latinos, 13,6 % Afroamerikaner, 7,5 % Asiaten und 0,2 % Hawaiianer oder von anderen Pazifikinseln.[6]

2005 waren 1,9 Millionen, d. h. 19,2 % aller Einwohner außerhalb der USA geboren. Nach den Angaben des United States Census Bureau ist New Jersey nach Maryland der zweitreichste Bundesstaat.[7]

Alters- und Geschlechterstruktur[Bearbeiten]

Die Altersstruktur von New Jersey setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • bis 18 Jahre: 2.089.653 (24,0 %)
  • 18–64 Jahre: 5.509.302 (63,1 %)
  • ab 65 Jahre: 1.125.605 (12,9 %)

Das Medianalter beträgt 38,2 Jahre. 48,8 % der Bevölkerung ist männlich und 51,2 % ist weiblich.

Abstammung[Bearbeiten]

18,1 % der Einwohner sind italienischer Abstammung und stellen damit die größte Fraktion. Es folgen die Gruppen der Irisch- (16,1 %), Deutsch- (15,7 %), Polnisch- (6,7 %) und Englischstämmigen (6,0 %).[8]

Größte Städte[Bearbeiten]

New Brunswick (New Jersey) Vineland (New Jersey) Bayonne (New Jersey) East Orange Union City (New Jersey) Passaic Camden (New Jersey) Clifton (New Jersey) Trenton (New Jersey) Elizabeth (New Jersey) Paterson (New Jersey) Jersey City Newark (New Jersey)

Geschichte[Bearbeiten]

George Washington überquert den Delaware River während des Unabhängigkeitskrieges.
Thomas Edison in seinem Forschungslabor in East Orange, New Jersey

New Jersey wurde ab 1609 in Form erster niederländischer Siedlungen besiedelt und bildete anfangs mit dem heutigen Staat New York die niederländische Kolonie Neuniederland, die 1664 von den Engländern erobert wurde. Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges war New Jersey Schauplatz von etwa 100 Schlachten, darunter Trenton 1776, Princeton 1777 und Monmouth 1778. Schon 1776 wurde die erste Verfassung von New Jersey verabschiedet, die allen Einwohnern ab einem bestimmten Besitzniveau das Wahlrecht garantierte. Somit konnten männliche Weiße und Schwarze sowie Witwen wählen, nicht jedoch verheiratete Frauen, da sie kein Eigentum besitzen durften. New Jersey war kurze Zeit Sitz der ersten aus dem Kontinentalkongress hervorgegangenen Regierung der USA, 1783 in Princeton und 1784 in Trenton. Als einer der 13 Originalstaaten trat New Jersey 1787 als 3. Staat der Union bei.

1804 wurde in New Jersey als letztem nördlichen Bundesstaat die schrittweise Abschaffung der Sklaverei beschlossen. 1844 wurde die zweite Staatsverfassung ratifiziert; die aktuelle Verfassung des Landes stammt aus dem Jahr 1947.

Nach dem Bürgerkrieg, der an New Jersey weitgehend vorüber ging, fasste die industrielle Revolution zusehend Fuß im Land. Bis dahin war New Jersey weitgehend ländlich geprägt. Die Landwirtschaft war jedoch wegen ungünstiger Bodenverhältnisse zu keinem Zeitpunkt sehr ertragreich. Persönlichkeiten wie Thomas Edison, der lange in Menlo Park tätig war, trugen zu dem industriellen Wachstum erheblich bei. Auch das Wachstum der aufstrebenden Metropolen New York und Philadelphia wirkte sich ab etwa 1870 positiv auf New Jersey aus. Zwar lagen (und liegen) beide Städte in benachbarten Bundesstaaten, beide jedoch jeweils unmittelbar an der Bundesstaatsgrenze, so dass deren wirtschaftliches und demographisches Wachstum auch auf New Jersey ausstrahlte. Heute liegt fast die Hälfte der Metropolregion New York in New Jersey, was auch bedeutet, dass dort, also im Nordosten, der wichtigste Bevölkerungsschwerpunkt des Landes liegt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

New Jersey, früher ein Swing State, ist ähnlich wie Connecticut in den vergangenen Jahren zu einem demokratisch dominierten Staat geworden. Allerdings fielen die Wahlergebnisse für die Demokraten hier in den vergangenen Jahren nicht mehr so deutlich aus wie noch unter Bill Clinton. Auf bundesstaatlicher Ebene wurde 2009 der Republikaner Chris Christie zum neuen Gouverneur gewählt und 2013 mit einer deutlichen Mehrheit im Amt bestätigt. Die Schwerpunkte der Demokraten sind ganz klar die großen Industriestädte Newark und Jersey City im Großraum New York, da hier eine ihrer klassischen Zielgruppen, die Arbeiterschaft mit Mittel- und Unterschicht und ethnische Minderheiten, sehr stark vertreten sind. New Jersey verfügt bei Präsidentschaftswahlen über 15 Wahlmännerstimmen.[9]

Im US-Senat wird der Staat derzeit von den Demokraten Bob Menendez und Cory Booker vertreten. Letzterer gewann die Nachwahl um das Mandat des verstorbenen Frank Lautenberg gegen den Republikaner Steve Lonegan.[10]

Dem Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten gehören im 113. Kongress sechs Republikaner und fünf Demokraten aus New Jersey an; ein Mandat ist momentan vakant.

Im Dezember 2007 wurde mit der demokratischen Mehrheit beider Kammern der New Jersey Legislature (Senat und Abgeordnetenhaus) die Abschaffung der Todesstrafe beschlossen.[11]

Gouverneure[Bearbeiten]

Kongress[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

New Jersey ist einer der führenden Industriestaaten der USA. Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2006 bei USD 44.885 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 37.714; nationaler Rangplatz: 5).[12]

Von Bedeutung sind unter anderem

  • Elektronikindustrie
  • Bekleidungsindustrie
  • Stahlproduktion
  • Schiff- und Maschinenbau

Die Landwirtschaft ist hoch entwickelt. Von Bedeutung ist der Tourismus an der dünenbesetzten Nehrungsküste. New Jersey hat eine führende Stellung in der Forschung der USA (Princeton u. a.).

Verkehr[Bearbeiten]

Blick auf den Atlantischen Ozean. Sea Bright, New Jersey.
Ein Teil der Frelinghuysen Arboretum im Winter

Flughafen

Newark Liberty International Airport ist ein internationaler Verkehrsflughafen in Newark und war der erste größere Flughafen in der unmittelbaren Nähe von New York City.

Straßen

New Jersey besitzt ein dichtes Netz von Freeways, Interstate Highways und anderen Schnellstraßen, von denen einige gebührenpflichtig sind. Bereits Ende der 1920er Jahre wurden mit der Route 1 Extension und dem Pulaski Skyway zwei der ersten kreuzungsfreien Schnellstraßen der USA gebaut. Bekannt ist insbesondere der zu Anfang der 50er Jahre gebaute, gebührenpflichtige New Jersey Turnpike, der in einigen Abschnitten bis zu 14 reguläre Fahrspuren aufweist.

Bildung[Bearbeiten]

Die wichtigste staatliche Universität ist die Rutgers University. Die bekanntesten Privathochschulen sind die Princeton University und die Fairleigh Dickinson University. Weitere Hochschulen sind in der Liste der Universitäten in New Jersey verzeichnet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.zeno.org/Herder-1854/A/Neujersey
  2. U.S. Census Bureau _ Census of Population and Housing. Abgerufen am 28. Februar 2011
  3. Auszug aus Census.gov. Abgerufen am 28. Februar 2011
  4. Auszug aus factfinder.census.gov Abgerufen am 23. März 2013
  5. Daten der Volkszählung 2010 (englisch)
  6. factfinder.census.gov Bevölkerungsstatistiken über New Jersey
  7. The richest (and poorest) places in the U.S.: 2007 (engl.)
  8. U.S. Census New Jersey Selected Social Characteristics
  9. www.270towin.com Wahlmännerverteilung in des USA 2008
  10. washingtonpost.com: Cory Booker wins New Jersey Senate primary (13. August 2013), abgerufen am 14. August 2013
  11. New Jersey künftig ohne Todesstrafe
  12. U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: New Jersey – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: New Jersey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

40-74.5Koordinaten: 40° 0′ N, 74° 30′ W