New World Order

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Dieser Artikel behandelt das Wrestling-Stable nWo, für andere Bedeutungen siehe Neue Weltordnung und Neue Weltordnung (Verschwörungstheorie)

Die nWo (new World order) war ein Wrestling-Stable – also eine Gruppierung von Wrestlern – bei World Championship Wrestling (WCW), die laut Storyline ein gemeinsames Ziel verfolgten.

Das nWo-Stable wurde beim PPV Bash at the Beach 1996 gegründet. Die Fraktion bestand ursprünglich aus Scott Hall und Kevin Nash, welche zuvor aus der Hauptkonkurrenz World Wrestling Federation gekommen waren, und Hulk Hogan (welcher sich in der nWo „Hollywood Hogan“ nannte).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Storyline[Bearbeiten]

Es wurde behauptet, dass die nWo von außerhalb kam, um die WCW zu übernehmen. Scott Hall war derjenige, der zuerst erschien und sich mit dem damaligen Kommentator Eric Bischoff anlegte. Als seinen Helfer präsentierte er kurze Zeit später Kevin Nash. Es sollte der Eindruck entstehen, es laufe auf eine Konfrontation der beiden Ligen WCW und WWF hinaus.

Bei der Großveranstaltung Bash at the Beach am 7. Juli 1996 bestritten Nash und Hall ein Match gegen Lex Luger, Randy Savage und Sting. Nachdem Luger laut Storyline verletzt wurde, erschien Hulk Hogan und attackierte Savage, womit er sich als Verbündeter von Nash und Hall zu erkennen gab. In der sich anschließenden Rede brach Hogan mit den Fans und rief die New World Order des Wrestling aus.

Hogan war von da an Heel, eine Rolle, die er seit den frühen Achtzigern nicht mehr verkörpert hatte. Die Storyline veränderte das bisherige Bild des Wrestling, als in der Folgezeit Gimmicks immer mehr verschwanden und Hintergrundpolitik öffentlich thematisiert wurde.

Beim Fall Brawl im Jahre 1996 ließ man die nWo ein Match gegen das WCW-Team gewinnen und fügte nach und nach weitere namhafte Mitglieder, wie Ted DiBiase, Sean Waltman und The Giant hinzu. Später wurden auch Offizielle wie WCW-Boss Eric Bischoff und Ringrichter Nick Patrick Mitglieder des Stables. Randy Savage wurde zunächst zum Hauptgegner der Gruppierung gemacht, trat dieser 1997 aber ebenfalls bei.

Der Split[Bearbeiten]

Da das Interesse an der Storyline seitens der Fans zu sinken begann, beschloss man 1998 die Trennung der nWo in zwei Lager: Hogan führte weiterhin die „originale“ nWo, während Nash eine neue schwarz-rot gekleidete Version ins Leben rief, welche Wolfpac genannt wurde. Zu letzterer Version gehörte nun auch Sting, welcher jahrelang das Aushängeschild der WCW war. Ebenfalls zu dieser Zeit sanken aber allmählich wieder die Einschaltquoten der WCW-Shows, denn die Fehde nWo Hogan gegen nWo Wolfpac konnte die Erwartungen nicht erfüllen.

Erneuter Zusammenschluss[Bearbeiten]

Am 4. Januar 1999 schloss man die Gruppierung erneut zusammen, diesmal komplett unter rotem Logo. Im Hauptmatch von Nitro traf Kevin Nash auf den in die WCW zurückgekehrten Hulk Hogan, der Nash nach einem Fingerstoß („Finger poke of doom“) besiegte. Dies wurde von den Zuschauern äußerst negativ aufgenommen und Mitte des Jahres wurde die Gruppierung in dieser Form erneut aufgelöst.

nWo Black and White[Bearbeiten]

Neben der nWo-Hauptgruppe gab es nebenbei immer das „B-Team“. Dieses war schließlich ab 1999 als eigene Gruppierung unterwegs. Diese bestand aus Wrestlern der unteren bis mittleren Kampfkarte, welche meist untereinander um die Position des Anführers fehden mussten. Nach der Auflösung des neuen Wolfpacs Mitte ’99 löste sich auch das B-Team auf.

Das Ende der nWo[Bearbeiten]

In der Mitte des Jahres 1999 wurde die nWo offiziell aufgelöst und kam 2000 nochmal zurück. Die verbliebenen Mitglieder waren Kevin Nash, Scott Hall und Bret Hart. Dazu kamen noch Jeff Jarrett, die Harris Boys und einige der WCW-Girls, die nun als Valets zur nWo gehörten. Doch zum Erfolg der Vergangenheit kam es nicht mehr, die Storyline hatte ihren Reiz verloren; mit diesem Ende war auch der Niedergang der WCW verbunden.

Die nWo in der WWE[Bearbeiten]

Mit dem Aufkauf der WCW durch WWE-Chef Vince McMahon am 23. März 2001 erwarb dieser u. a. auch die Rechte an der Verwendung ehemaliger WCW-Namen und -Trademarks, so auch der nWo. Nachdem Nash, Hogan und Hall (welcher bereits 2000 von der WCW entlassen worden war) Verträge bei der WWF erhalten hatten, kam Anfang 2002 das Gerücht auf, McMahon wolle die nWo neu aufleben lassen. Bei der Großveranstaltung No Way Out am 17. Februar 2002 wurde die nWo in ihrer ursprünglichen Besetzung dann tatsächlich offiziell in die WWE eingeführt. Es wurde eine Storyline erarbeitet, während dieser das Stable die WWE vernichten wolle.

Nachdem Hogan bei Wrestlemania X8 im Match gegen The Rock positive Reaktionen der Fans erhalten hatte, ließ man ihn die nWo verlassen. Im Gegenzug erweiterte man die Gruppierung um X-Pac und Big Show, welche bereits bei der WCW nWo-Mitglieder waren. Nachdem Hall im Mai von der WWE gefeuert wurde, ließ man Booker T und Shawn Michaels dem Stable beitreten; Michaels war dabei das erste (und einzige) nWo-Mitglied, das nie bei der WCW unter Vertrag stand.

Laut Script sollte Triple H bei der Veranstaltung Vengeance 2002 am 21. Juli als nächstes Mitglied zur nWo stoßen, doch Nash zog sich in einem Tag Team Match am 8. Juli eine Verletzung zu und musste mehrere Monate pausieren. Dies ließ nicht nur die geplante Storyline platzen, sondern machte den Verantwortlichen auch bewusst, dass es durch den Aus- bzw. Wegfall ihrer Aushängeschilder Hall und Nash langfristig keine Entwicklung der nWo geben würde. Am 15. Juli 2002 verkündete Vince McMahon bei Monday Night Raw das Stable daher für aufgelöst.

Die Mitglieder[Bearbeiten]

Original nWo (1996-1997)[Bearbeiten]

Scott Hall, Kevin Nash, Hollywood Hogan, Ted DiBiase, The Giant, Konnan, Eric Bischoff, Macho Man Randy Savage, Syxx, Michael Wallstreet, Buff Bagwell, Big Bubba Rogers, Scott Norton, Curt Hennig, Dusty Rhodes, Nick Patrick, nWo Sting

nWo Hollywood (1998)[Bearbeiten]

Hollywood Hogan, Bret Hart, Scott Hall, Curt Hennig, Buff Bagwell, Scott Steiner, The Giant, Stevie Ray, Scott Norton, Horace Hogan, The Disciple, Brian Adams, Vincent, Rick Rude

nWo Wolfpac (face) (1998)[Bearbeiten]

Kevin Nash, Macho Man, Lex Luger, Sting, Konnan, Rick Rude, Curt Hennig

nWo Wolfpac (heel) (1999)[Bearbeiten]

Hollywood Hogan, Kevin Nash, Scott Hall, Lex Luger, Scott Steiner, Buff Bagwell

nWo Black & White (1999)[Bearbeiten]

Horace Hogan, Stevie Ray, Vincent, Brian Adams, Scott Norton

Kurzzeitmitglieder: The Giant (Anfang 1999 entlassen), Curt Hennig (gründete eigenes Stable)

nWo Mega (1999)[Bearbeiten]

Hollywood Hogan, Kevin Nash, Scott Hall, Lex Luger, Scott Steiner, Buff Bagwell, Disco Inferno, Horace Hogan, Stevie Ray, Vincent, Brian Adams, Scott Norton, Macho Man

nWo Black & Silver (2000)[Bearbeiten]

Kevin Nash, Scott Hall, Bret Hart, Jeff Jarrett, Scott Steiner, Harris Brothers

new World order (WWF-Version) (2002)[Bearbeiten]

„Hollywood“ Hulk Hogan, Kevin Nash, Scott Hall, X-Pac, Big Show, Shawn Michaels, Booker T

SpinOffs und Parodien der nWo[Bearbeiten]

nWo Japan[Bearbeiten]

In diesem Stable waren Wrestler aus Japan und andere Profis, die häufig in Japan antraten. Die Mitglieder waren Masahiro Chono, The Great Muta, Scott Norton, Michael Wall$treet, Hiroyoshi Tenzan, nWo Sting, Big Titan, Hiro Saito, Brian Adams, Satoshi Kojima, Michiyoshi Ohara und Tatsutoshi Goto.

Norton und Wallstreet wurden von der WCW nach Japan geschickt, um dort zu zeigen, dass die nWo Japan keine reine Nachmache, sondern ein echter Teil der nWo sei. Später nannte sich die Gruppe „Team 2000“.

lWo Latino World Order[Bearbeiten]

Nachdem Eddie Guerrero persönliche Probleme mit Eric Bischoff bekam, wurden diese in eine Storyline übernommen. Eddie zog die lWo auf, die aus mexikanischen Wrestlern der WCW bestand. Mitglieder:

bWo blue World order[Bearbeiten]

nWo-Parodie in der ECW, gegründet durch den Blue Meanie (Brian Heffron) zusammen mit „Big Stevie Cool“ Steven Richards und Hollywood Nova (Simon Dean). Anfang 1997 nahm die ECW kurzzeitig die japanischen Wrestler TAKA Michinoku, Dick Togo und Terry Boy unter Vertrag und stellte sie der Original bWo als „bWo Japan“ zur Seite.

Mitglieder:

  • Blue Meanie
  • Stevie Richards
  • „Hollywood“ Nova
  • „7-11“ Rob Feinstein
  • Chasity

bWo Japan

  • TAKA Michinoku (bWo Japan)
  • Dick Togo (bWo Japan)
  • Terry Boy (bWo Japan)

oWn (One Warrior Nation)[Bearbeiten]

Im Zuge der Fehde von Hollywood Hogan und dem Warrior bildete dieser die oWn. Diese bestand nur aus zwei Wrestlern:

Nach dem Match Hogan vs. Warrior beim Halloween Havoc 1998 löste sich die oWn komplett auf.

rKo[Bearbeiten]

Randy Orton ließ sich ein T-Shirt mit dem nWo-Logo drucken, wobei er die ursprünglichen Buchstaben durch „rKo“ (Name seines Finishing Moves und Initialen seines vollen Namens) ersetzte.

Weblinks[Bearbeiten]