New York and Harlem Railroad

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eine Karte Manhattans von 1847. Damals war die New York and Harlem Railroad die einzige Bahnlinie in Manhattan.

Die New York and Harlem Railroad war eine amerikanische Eisenbahngesellschaft, die 1832 in der Stadt New York City die erste Straßenbahnlinie der Welt eröffnete.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bahn betrieb zunächst eine Strecke mit von Maultieren gezogenen Wagen quer durch Manhattan. Da sich die Maultiere aber schnell als unrentabel herausstellten, setzte man eine Dampflok ein. Als es am Union Square zu einem schweren Unfall mit einem Toten und zwanzig Verletzten kam, riss der wütende Mob dort die Schienen heraus und zwang die Gesellschaft, den Dampfbetrieb einzustellen. So wurden Pferde für den weiteren Betrieb eingesetzt.

1863 wurde die Gesellschaft von dem Eisenbahnbaron Cornelius Vanderbilt übernommen. 1873 stellte man die Bahn auf den Kabelbetrieb, wie heute noch in San Francisco, um. Da es den Pferden, im Gegensatz zu den Maultieren, nicht beizubringen ist, ihre Fäkalien an bestimmten Stellen zu hinterlassen, begann man ab 1893 die Bahnen auf elektrischen Betrieb umzustellen. Da aber in New York nur unterirdische Stromschienen zulässig waren, hielten sich die letzten Pferdebahnen aufgrund der hohen Umstellungskosten bis 1915.

Als 1936 der damalige Bürgermeister Fiorello LaGuardia bei einer seiner häufigen Ausfahrten mit der Feuerwehr in Brooklyn kurz hinter einer steckengebliebenen Bahn in einer engen Straße festhing, schwor er sich, die Stadt New York „straßenbahnfrei“ zu machen. 1956 fuhr über die George Washington Bridge die letzte Straßenbahn von Jersey City aus.

Weblinks[Bearbeiten]