New Yorker Lions

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
New Yorker Lions Deutschland
New Yorker Lions
Stadt: Braunschweig
Gegründet: 1987
Teamfarben: schwarz/rot/weiß
Cheftrainer: Troy Tomlin
Liga (2014): GFL Nord
Größte Erfolge
1997, 1998, 1999, 2005, 2006, 2007, 2008, 2013, 2014 Deutscher Meister
1999, 2003 Eurobowl-Sieger
Stadion
Name: Eintracht-Stadion
Adresse: Hamburger Str. 210, 38112 Braunschweig
Eigentümer: Stadt Braunschweig
Spielbelag: Naturrasen
Kapazität: 25.540
Zuschauer (2013): 31.643
Zuschauerschnitt (2013): 4.521
Kontakt
Anschrift: Rote Wiese 9
38124 Braunschweig
Internet: newyorker-lions.de
Datenstand
29. Januar 2014
Ewige GFL Bilanz
Jahr Gesamt Heim Ausw. TD-Verhältnis
S N U S N U S N U
1994 7 6 0 3 3 0 4 3 0 324 : 343
1995 4 8 0 2 4 0 2 4 0 254 : 339
1996 7 4 0 3 2 0 4 2 0 355 : 250
1997 7 3 0 4 1 0 3 2 0 338 : 256
1998 10 2 0 7 0 0 3 2 0 496 : 185
1999 10 2 0 5 1 0 5 1 0 489 : 173
2000 7 3 0 4 1 0 3 2 0 360 : 160
2001 9 3 0 5 1 0 4 2 0 338 : 230
2002 12 0 0 6 0 0 6 0 0 493 : 84
2003 10 2 0 5 1 0 5 1 0 462 : 202
2004 9 1 0 5 0 0 4 1 0 372 : 216
2005 9 3 0 5 1 0 4 2 0 410 : 177
2006 11 1 0 6 0 0 5 1 0 483 : 165
2007 11 0 1 6 0 0 5 0 1 354 : 166
2008 8 3 1 4 1 1 4 2 0 328 : 214
2009 3 7 0 2 3 0 1 4 0 168 : 212
2010 4 6 2 2 3 1 2 3 1 258 : 247
2011 4 10 0 3 4 0 1 6 0 222 : 311
2012 4 10 0 2 5 0 2 5 0 374 : 497
2013 13 1 0 7 0 0 6 1 0 493 : 177
2014 12 0 0 6 0 0 6 0 0 547 : 126
Gesamt 171 75 4 92 31 2 79 44 2 7918 : 4730
Logo von 1987 bis 2011.
Eintracht-Stadion

Die New Yorker Lions, bis einschließlich der GFL-Saison 2010 Braunschweig Lions, sind eine American-Football-Mannschaft des 1. FFC Braunschweig. Sie spielen seit der Saison 1994 ununterbrochen in der German Football League und sind mit neun German-Bowl-Siegen deutscher Rekordmeister.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf einen Zeitungsaufruf am 23. Oktober 1986, in dem zwei Braunschweiger Schüler weitere Interessenten für ein Football-Team suchten, meldeten sich rund 30 Personen. Die Gründung der Lions und die Aufnahme des Spielbetriebs fand 1987 statt.[1] Trägerverein war der Post SV Braunschweig.[2]

Im Jahr 1994 gelang der Aufstieg in die 1. Bundesliga, die heutige German Football League (GFL), in der sie seitdem spielen. Schon nach 3 Jahren in der GFL kam es zum ersten Titelgewinn des German Bowl im Jahr 1997. Seitdem standen die Braunschweig Lions bis einschließlich 2008 in jedem Finale des German Bowl und konnten diesen 7 mal (1997, 1998, 1999, 2005, 2006, 2007, 2008) für sich entscheiden. Nach drei deutschen Titeln in Folge verloren die Lions jedes Endspiel des German Bowl, teilweise sehr knapp (2003: 36:37 vs. Hamburg Blue Devils). Dabei traten sie am häufigsten gegen ihre Erzrivalen, die Hamburg Blue Devils an. Nach einer weiteren Niederlage im Endspiel der Saison 2004 gegen die Berlin Adler (10:7), konnte die negative Serie am 8. Oktober 2005 mit einem 31:28 Sieg gegen die Hamburg Blue Devils im German Bowl XXVII in der AWD-Arena zu Hannover beendet werden. In der Saison 2006 konnten sie ihren Titel erfolgreich gegen die Marburg Mercenaries verteidigen. Allerdings verzichteten sie auf die durch den Gewinn der German Bowl ermöglichte Teilnahme an der European Football League.

Durch einen 26:21 Sieg im Halbfinale der GFL Saison 2007, der am 22. September 2007 gegen die Marburg Mercenaries errungen wurde, haben die Lions als einziges GFL Team die elfte Finalteilnahme in Folge erreicht. Den German Bowl XXIX, die deutsche Meisterschaft im American Football, gegen die Stuttgart Scorpions gewannen die Lions mit 27:6 und haben damit Ihre sechste Deutsche Meisterschaft errungen. Sie blieben in diesem Jahr auch erstmals in der Vereinsgeschichte eine ganze Saison lang ungeschlagen.

Auch in der Saison 2008 haben die Braunschweig Lions erneut das Endspiel erreicht und traten somit am 27. September 2008 im German Bowl XXX gegen die Kiel Baltic Hurricanes an und gewannen diesen mit 20:14. Der German Bowl XXX fand in der Commerzbank-Arena in Frankfurt am Main statt und wurde live auf DSF, heute Sport1, übertragen.

Die Braunschweiger Siegesserie brach in der Saison 2009 ab, als die Lions mit lediglich drei Siegen in der regulären Saison die Play-Offs zum ersten Mal seit 14 Jahren nicht erreichen konnten. Auf dem letzten Platz der Division Nord mussten sie sich im direkten Punktvergleich dem Aufsteiger Assindia Cardinals geschlagen geben. Da kurz vor Saisonbeginn die Hamburg Blue Devils ihren Rückzug aus der GFL bekannt gegeben hatten spielten in diesem Jahr nur fünf Mannschaften in der Nordgruppe und der letzte, die Braunschweig Lions, brauchte auch nicht in die Relegation.

Auch die Saison 2010 war für die Lions nicht sehr erfolgreich. Sie erreichten zwar den vierten Tabellenplatz und damit die Playoffs, aber im ersten Spiel der Playoffs standen sie dem erstplatzierten die Südgruppe gegenüber. Das Spiel Marburg Mercenaries gegen Braunschweig Lions endete mit 31:21 und damit war auch die Teilnahme an den Playoffs für Braunschweig beendet.

Die Saison 2011 verlief sogar noch schlechter für die Braunschweiger Löwen. Am Ende der Saison konnte, mit nur vier Siegen, lediglich der sechste Tabellenplatz erkämpft werden. Nur noch die Assindia Cardinals erstritten weniger Punkte und platzierten sich hinter ihnen. Als vorletzter der Gruppe konnte somit wenigstens die Teilnahme an der Relegation verhindert werden.

In der Saison 2012, in der je Gruppe erstmals acht Mannschaften spielten, konnten die Lions am Saisonende wieder nur den sechsten Tabellenplatz in der Nordgruppe erobern. Die Mannschaft landete damit im Niemandsland der Plätze fünf bis sieben zwischen Playoff und Abstiegskampf.

In die Erfolgsspur kehrten die Lions in der Saison 2013 zurück. Mit nur einer Niederlage aus 14 Spielen sicherten sich die Braunschweiger zunächst den Titel der GFL Gruppe Nord. Nach Play-Off-Siegen gegen die Rhein-Neckar Bandits und die Kiel Baltic Hurricanes erreichte die Mannschaft schließlich zum ersten mal seit 2008 wieder das Endspiel um den German Bowl. Hier gewannen die Lions in Berlin nach einem knappen 35:34-Sieg gegen die Dresden Monarchs die achte deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte.

In der Saison 2014 gelang der Mannschaft erstmal eine Perfect Season, welche sie mit dem Gewinn der neunten deutsche Meisterschaft im Rahmen des German Bowl XXXVI krönten.

Namenswechsel[Bearbeiten]

Nach der abgelaufenen Saison 2010 wurde vom Verein bekannt gegeben, dass aufgrund der Lizenzbedingungen der GFL ab der Saison 2011 eine neue Vermarktungsgesellschaft die wirtschaftlichen Geschicke der "Lions" führen wird. Im Zuge der wochenlangen Verhandlungen zwischen der bisherigen und der neuen Vermarktungsgesellschaft konnte keine Einigung über den Kauf der Marke Braunschweig Lions erzielt werden, so dass eine Umbenennung der Mannschaft nötig wurde.

Für die Saison 2011 und 2012 wurde zunächst das in Braunschweig ansässige Fitnessstudio Hygia als Namenssponsor gewonnen. Im März 2011 gaben die Verantwortlichen des 1. FFC Braunschweig dann aber bekannt, dass das Braunschweiger Modeunternehmen New Yorker, welches die Lions bereits seit 1988 als Sponsor unterstützt, nun auch als neuer Namenssponsor gewonnen werden konnte. Möglich wurde der abermalige Wechsel, nachdem sich das Hygia freiwillig vom Sponsoring zurückzog. Somit laufen die Lions, wie schon im Jahre 1995, ab der Saison 2011 als New Yorker Lions auf. [3]

Titel[Bearbeiten]

  • 1997 Deutscher Meister (26:23 gegen Cologne Crocodiles)
  • 1998 Deutscher Meister (20:14 gegen Hamburg Blue Devils)
  • 1999 Deutscher Meister (25:24 gegen Hamburg Blue Devils) und Europapokalsieger (27:23 gegen Hamburg Blue Devils)
  • 2000 Deutscher Vizemeister (29:31 gegen Cologne Crocodiles)
  • 2001 Deutscher Vizemeister (13:31 gegen Hamburg Blue Devils)
  • 2002 Deutscher Vizemeister (13:16 gegen Hamburg Blue Devils) und Vizeeuropapokalsieger (20:27 gegen Bergamo Lions aus Italien)
  • 2003 Deutscher Vizemeister (36:37 gegen Hamburg Blue Devils) und Europapokalsieger (21:14 gegen Vienna Chrysler Vikings aus Österreich)
  • 2004 Deutscher Vizemeister (07:10 gegen Berlin Adler)
  • 2005 Deutscher Meister (31:28 gegen Hamburg Blue Devils)
  • 2006 Deutscher Meister (31:13 gegen Marburg Mercenaries)
  • 2007 Deutscher Meister (27:6 gegen Stuttgart Scorpions)
  • 2008 Deutscher Meister (20:14 gegen Kiel Baltic Hurricanes)
  • 2013 Deutscher Meister (35:34 gegen Dresden Monarchs)
  • 2014 Deutscher Meister (47:9 gegen Schwäbisch Hall Unicorns) und Vizeeuropapokalsieger (17:20 gegen Berlin Adler)

Verein[Bearbeiten]

2000 verließen die Lions den Post SV, neuer Trägerverein wurde der 1. Fitness und Football-Club Braunschweig.[4] Der 1.FFC Braunschweig e.V. ist der Dachverein für American Football und Cheerleading in Braunschweig. Neben der 1. Herrenmannschaft, die in der Bundesliga unter dem Namen „New Yorker Lions“ spielt, gibt es im 1.FFC Braunschweig e.V. die Möglichkeit, schon von klein auf, American Football zu spielen. [5]

Übersicht der Angebote:

American Football (mit Kontakt)

  • 1. Herrenmannschaft – New Yorker Lions (ab 18 Jahren – bei Eignung)
  • 2. Herrenmannschaft – Lions II (ab 18 Jahren)
  • Junior Lions A-Tackle (16-19 Jahre)
  • Red Cubs 94 B-Tackle (13-15 Jahre für Jungen und Mädchen)
  • Damenmannschaft - Lady Lions (ab 16 Jahren)

American Football / Flag Football (ohne Kontakt – für Jungen und Mädchen)

  • Lions Flag Team (ab 16 Jahren)
  • Red Cubs 94 (ab 6 Jahren)

Cheerleading

  • Ambitious ProCats, Senior All-Girl (nur Frauen – ab 16 Jahren)
  • Lionettes, Senior Coed (gemischt – ab 16 Jahren)
  • Wildcats, Junior All-Girl (Mädchen – zwischen 11-16 Jahre)
  • Cheer Cats, Junior All-Girl (Mädchen – zwischen 11-16 Jahre)
  • Wild Kittys, Peewee All-Girl (Mädchen 6 - 11 Jahre)
  • Beastie Babes, Dance Team
  • Candy Cats, Dance Team

Sonstiges und Wissenswertes[Bearbeiten]

  • Im Jahr 2007 wurden die Lions vor, während und nach dem German Bowl von Göran Rieche begleitet, der mit seiner Kamera die 85 minütige Dokumentation "In der Höhle der Löwen - kein Märchen" drehte. Die Dokumentation wurde Anfang 2008 zweimal im Cinemaxx Braunschweig gezeigt und ist ebenfalls als DVD erhältlich.
  • Mit dem Sieg im German Bowl 2008 stellten die Lions neue Rekorde auf. Sie sind damit nicht nur das Team mit den meisten German-Bowl-Siegen (damals 7, inzwischen 9), sondern auch das erste Team, dem es gelang, vier Mal in Folge den Titel zu gewinnen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lions GFL Team. Abgerufen am 19. Mai 2013.
  2. Football-Fieber. In: subway.de. Abgerufen am 3. August 2013.
  3. NEW YORKER wird neuer Namensgeber der Lions. Abgerufen am 20. März 2011.
  4. Stadtchronik Braunschweig. In: braunschweig.de. Abgerufen am 3. August 2013.
  5. „Play Football“ im Verein. Abgerufen am 23. April 2013.

Weblinks[Bearbeiten]