Newburgh-Verschwörung

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Die Newburgh-Verschwörung oder Newburgh-Krise (englisch: Newburgh conspiracy oder Newburgh crisis) war eine drohende Meuterei im Jahre 1783 auf Seiten der amerikanischen Kontinentalarmee, gegen Ende des Amerikanischen Revolutionskrieges. General George Washington, der den Krieg auf Seiten der Revolutionäre befehligte, entschärfte nach gängiger historischer Auffassung bei Newburgh, New York, in einer Ansprache an mehrere seiner Offiziere die schwelenden Spannungen zwischen Politik und Militär. Diese Wende in den institutionellen Beziehungen ermöglichte die Fortsetzung des Krieges und gilt in den Vereinigten Staaten als wichtiger Präzedenzfall der absoluten militärischen Unterordnung unter den politischen Oberbefehl.

Die Mehrzahl der Truppen bezog zum Zeitpunkt der Krise seit mehreren Jahren keinen Sold vom Kontinentalkongress, dessen Budgethoheit starken Einschränkungen durch die Konföderationsartikel unterlag. Letztere sicherten vor allem die Souveränität der Einzelstaaten in der revolutionären Konföderation.

Trotz militärischer Erfolge gegen das Königreich Großbritannien stand eine Entscheidungsschlacht aus, sodass eine Besoldung bis auf Weiteres als unwahrscheinlich erschien. Zum Zeitpunkt der Krise bei Newburgh hatten Offiziere der Kontinentalarmee mehrere Petitionen an den Kontinentalkongress gerichtet. Washington reagierte mit seiner Ansprache auf anonyme Aufrufe zur Meuterei, die wenige Stunden zuvor in seinem Heereslager in Umlauf kamen, als deren Verfasser Major John Armstrong Jr. gilt.

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