Newinnomyssk

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Stadt
Newinnomyssk
Невинномысск
Wappen
Wappen
Föderationskreis Nordkaukasus
Region Stawropol
Stadtkreis Newinnomyssk
Bürgermeister Konstantin Chramow
Gegründet 1825
Stadt seit 1939
Fläche 80 km²
Bevölkerung 118.360 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1480 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 320 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 86554
Postleitzahl 357100–357129
Kfz-Kennzeichen 26, 126
OKATO 07 424
Website nevinka.net
Geographische Lage
Koordinaten 44° 38′ N, 41° 56′ O44.63333333333341.933333333333320Koordinaten: 44° 38′ 0″ N, 41° 56′ 0″ O
Newinnomyssk (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Newinnomyssk (Region Stawropol)
Red pog.svg
Lage in der Region Stawropol
Liste der Städte in Russland

Newinnomyssk (russisch Невинномы́сск) ist eine Großstadt in der Region Stawropol im Süden Russlands mit 118.360 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1] Die Stadt befindet sich beiderseits des Kuban-Flusses an dessen Zusammenfluss mit dem Bolschoi Selentschuk, rund 50 km südlich der Regionshauptstadt Stawropol sowie 47 km nördlich der Großstadt Tscherkessk.

Newinnomyssk
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Roshydromet
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Newinnomyssk
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 0,3 1,7 7,7 16,9 22,3 26,1 28,9 28,0 23,3 15,9 9,2 3,3 Ø 15,4
Min. Temperatur (°C) −7,8 −6,3 −1,7 4,9 9,7 13,3 16,0 15,0 10,6 4,5 0,6 −4,0 Ø 4,6
Niederschlag (mm) 24 19 31 46 69 90 65 74 44 35 37 33 Σ 567
Regentage (d) 5 5 6 8 9 9 8 7 6 5 7 7 Σ 82
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Quelle: Roshydromet

Geschichte[Bearbeiten]

Newinnomyssk wurde im Jahre 1825 als Kosaken-Siedlung (Staniza) nahe einem Fort gegründet, der 1784 als eine der neun Festungen der sogenannten Asow-Mosdoker Verteidigungslinie am nordkaukasischen Abschnitt der russischen Staatsgrenze angelegt wurde. Da der Fort exakt an einem Kap des Kuban-Ufers gebaut worden war, der den Namen Newinny trug – wörtlich „der Unschuldige“ (einer Legende nach deshalb, weil dort einst kaukasische Krieger Morde an unschuldigen Frauen und Kindern verübt hatten) – bürgerte sich für die Siedlung später der Name Newinnomysskaja, also „Siedlung am unschuldigen Kap“, ein.

Da im 19. Jahrhundert ein Großteil der kaukasischen Territorien an Russland ging, verlor Newinnomysskaja schnell ihre Bedeutung als Grenzposten; stattdessen entwickelte sich dort die Landwirtschaft, was durch den fruchtbaren Boden und das vergleichsweise milde Klima begünstigt wurde. Ende des Jahrhunderts entstand in der Staniza die erste Fabrik, und 1875 wurde sie mit der Verlegung der Strecke nach Wladikawkas an das russische Eisenbahnnetz angeschlossen.

1939 erhielt Newinnomysskaja den Stadtstatus und hieß von nun an Stadt Newinnomyssk. 1936 begann man dort mit der Errichtung eines großen Bewässerungskanals für den Bedarf der Landwirtschaft der Region Stawropol. Die Fertigstellung gelang jedoch erst im Jahre 1948, vor allem weil die Stadt während des Zweiten Weltkriegs von August 1942 bis Januar 1943 von der deutschen Wehrmacht besetzt wurde und erhebliche Zerstörungen davontrug.

In den 1950er- und 1960er-Jahren entstand in Newinnomyssk eine Vielzahl von Industriebetrieben. In dieser Zeit verdoppelte sich dessen Einwohnerzahl annähernd. Mitte der 1970er-Jahre überschritt sie die Großstadtmarke von 100.000 Einwohnern.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 39.806
1970 85.067
1979 103.708
1989 121.355
2002 132.141
2010 118.360

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Newinnomyssk gilt nach wie vor als Industriestadt, wobei vor allem die chemische Industrie eine wirtschaftliche Rolle spielt. Allerdings gilt Newinnomyssk dadurch auch als eine der ökologisch am stärksten verschmutzten Städte der Stawropoler Region. Außer Chemiefabriken gibt es in der Stadt unter anderem eine Gerätebaufabrik sowie ein Wärmekraftwerk des Energieversorgers OGK-5.

Newinnomyssk liegt an der Fernstraße M29 (Teilabschnitt von Armawir nach Mineralnyje Wody) und hat einen Fernbahnhof an der Bahnstrecke Rostow am DonGrosny.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Newinnomyssk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien