GNU-Varianten

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GNU-Varianten sind Betriebssysteme, die auf GNU basieren, aber nicht den Kernel des GNU-Projektes GNU Hurd benutzen.

GNU/Linux[Bearbeiten]

GNU/Linux, eine GNU-Variante, die den Linux-Kernel benutzt, ist bei weitem die populärste Variante von GNU und wird häufig statt GNU/Linux als Linux bezeichnet (siehe GNU/Linux-Namensstreit). Dieser Begriff wird auch bei Betriebssystemen verwendet, bei denen nur Grundprogramme wie Shell und Compiler des GNU-Projekts und nicht GNOME und GNU-GTK-Anwendungen enthalten sind. Zahlreiche Projekte und Firmen stellen sogenannte Linux-Distributionen bereit.

Debian GNU/Hurd[Bearbeiten]

Debian GNU/Hurd ist die am weitesten fortgeschrittene und aktivste GNU-Variante auf der Basis von GNU Hurd. Etwa 78 % der ca. 30.000 im offiziellen Debian-Archiv enthaltenen Pakete wurden bislang erfolgreich für GNU Hurd kompiliert[1]. Im ersten Halbjahr 2005 konnten große Applikationen wie KDE und GNOME nach Debian GNU Hurd portiert werden. Die Installation, Benutzung und Administration des Systems unterscheidet sich, abgesehen von vorhandenen Einschränkungen, kaum von Debian GNU/Linux. Für Version 7.0 (Wheezy) wurde die Veröffentlichung einer offiziellen Portierung auf den GNU Hurd diskutiert.[2] Dies wurde jedoch verworfen.[3]

Debian GNU/kFreeBSD[Bearbeiten]

Debian GNU/kFreeBSD
Debian kFreeBSD-Logo
Basisdaten
Entwickler Das Debian-Projekt
Sprache(n) multilingual
Aktuelle Version 6.0.3 („Squeeze“)
(8. Oktober 2011)[4]
Abstammung \ FreeBSD
\ GNU
  \ Debian GNU/kFreeBSD
Architekturen i386 und AMD64
Lizenz DFSG-konforme Lizenzen
Website Debian GNU/kFreeBSD

Debian GNU/kFreeBSD ist ein Betriebssystem, das auf GNU und dem Kernel von FreeBSD basiert. Das k im Namen steht für „kernel (of)“. Die Debian-GNU/kFreeBSD-Portierung ist derzeit die einzig verfügbare GNU/kFreeBSD-Distribution. Die Entwickler von Gentoo/FreeBSD sehen ihr Betriebssystem als Variante von FreeBSD an. Debian GNU/kFreeBSD bietet ZFS und die zfsutils an. Zusätzlich kann das Betriebssystem unter ZFS auf der AMD64 Hardware-plattform installiert werden.

Debian GNU/NetBSD[Bearbeiten]

Debian GNU/NetBSD war bis 2002 eine Variante von GNU, die den Kernel von NetBSD benutzte.

Nexenta OS[Bearbeiten]

Nexenta OS ist eine auf Solaris basierende freie Variante. Das Betriebssystem enthält den im Zuge von OpenSolaris quelloffen gemachten Solaris-Kernel und die Solaris System-Software, die Verwaltung der Software-Installation hingegen wird über das Debian-Paketformat verwaltet. Als Basis für das System nutzt Nexenta OS Debian GNU/Linux und Ubuntu. Der eigentlich geplante Name für Nexenta OS war GNU/Solaris. Aktuell ist die Version 4.0.3. Im August 2010 wurde bekannt gegeben, dass die Version 4.0 nicht mehr auf Solaris, sondern auf Illumos, das von Nexenta mitbegründet wurde, basieren wird.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Debian build statistics. 29. Januar 2014, abgerufen am 29. Januar 2014.
  2. Samuel Thibault: Bits from the Debian GNU/Hurd porters. In: Debian-Mailingliste debian-devel-announce. 4. Februar 2012, abgerufen am 9. Januar 2013 (englisch): „Since the ftp-master meeting in July 2011, significant improvements have been made, and a technological preview of GNU/Hurd with Wheezy, as was made for kFreeBSD did for Squeeze, is still the target.“
  3. Liste der Release-Architekturen für Debian Wheezy
  4. Debian Squeeze Release-Informationen
  5. Nexenta 3.0: GNU/OpenSolaris im Umbruch