Ngamisee

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Ngamisee
Bild von 1857, als der See noch erheblich größer war.
Bild von 1857, als der See noch erheblich größer war.
Geographische Lage Nördlich der Wüste Kalahari in der Soa-Salzpfanne
Zuflüsse Seitenarme des Okavango (hier Tauche oder Tioge genannt)
Abfluss Botletle (Suga)
Daten
Koordinaten 20° 28′ S, 22° 48′ O-20.46472222222222.796666666667740Koordinaten: 20° 28′ S, 22° 48′ O
Ngamisee (Botswana)
Ngamisee
Höhe über Meeresspiegel 740 m
Fläche 770 km²f5
Besonderheiten

zeitweilig trocken

f

Dieser Artikel bedarf einer Überarbeitung: Der Text stammt zu fast 100 % aus dem Meyers Konversations-Lexikon von 1909. Er ist also über 100 Jahre alt. Angaben zur Wasserfläche, der Frage, ob er trockengefallen war oder ist oder Ansiedlungen dürften nicht mehr stimmen. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Der Ngamisee (Nhalee) ist ein See in Botswana. Er liegt an der Nordgrenze der Wüste Kalahari auf 890 m ü. M. in einer tiefen Senkung des südafrikanischen Plateaus (Soa-Salzpfanne 740 m). Seine Fläche, früher 770 km², nimmt stetig ab, wie aus zahlreichen verlassenen Bauten einer Fischotterart hervorgeht, sie gleicht jetzt einem schilfigen Sumpf. Von NW her führen Seitenarme des Tauche oder Tioge, im Oberlauf Kubango, Okavango genannt, in der Regenzeit Wasser zu, nach Osten fließt er durch den Botletle oder Suga ab. Das Nordufer ist sandig mit einzelnen großen Bäumen, das Südufer von niedrigen Bergen umgeben, die wohl einen Bruchrand bezeichnen. Die Uferlandschaften sind wildreich (Ibis, Silberreiher und wohlschmeckende Fische); die dürftige Pflanzenwelt besteht aus Vertretern des Herero- und des Ambolandes (Akazien, Palmengewächse, Baobab, Sterculia). 1849 von David Livingstone entdeckt, 1853 von Karl Johan Andersson, 1886 von Hans Schinz erforscht, 1890 von dem österreichischen Geologen[1] Eduard Fleck befahren, wurde die ganze Gegend zuletzt von Siegfried Passarge erforscht. 1894 ließen sich hier 30&nbsp:Burenfamilien nieder.

Karte des Okavangodeltas, der Ngamisee ist unten zu sehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hepburn: Twenty years in Khama's country. London 1895
  • Siegfried Passarge: Die Kalahari. Berlin 1904

Belege[Bearbeiten]

Ngamisee. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Bd. 14, Bibliographisches Institut, Leipzig 1902–1909, S. 611.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carl Ganzert: Erinnerungen aus meinem Leben. (1934), S. 19 – PDF-Datei (1,3 MB)
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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