Ngonidzashe Makusha

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Medaillenspiegel
Weitsprung, Sprint
SimbabweSimbabwe Simbabwe
Weltmeisterschaften
Bronze 2011 Daegu Weitsprung
Panafrikanische Spiele
Bronze 2007 Algier 4 x 100 Meter

Ngonidzashe Makusha (* 11. März 1987 in Simbabwe) ist ein simbabwischer Leichtathlet, der vorwiegend im Weitsprung und im 100-Meter-Lauf antritt.

Karriere[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Bei den Leichtathletik-Juniorenweltmeisterschaften 2006 in Peking belegte Makusha im Weitsprung den zwölften Platz, während er im 100-Meter-Lauf in der Halbfinalrunde ausschied. 2007 gewann er bei den Panafrikanischen Spielen in Algier gemeinsam mit Gabriel Mvumvure, Brian Dzingai und Lewis Banda die Bronzemedaille in der 4-mal-100-Meter-Staffel.[1] In der folgenden Saison ging er an die Florida State University in Tallahassee, wo er ein Wirtschaftsstudium begann. Er siegte bei den NCAA-Meisterschaften im Weitsprung und erzielte mit seiner Weite von 8,30 m einen nationalen Rekord.

Aufstieg in die Weltspitze[Bearbeiten]

Bei den Olympischen Spielen in Peking verpasste Makusha einen Medaillengewinn nur knapp. Er ging in der ersten Runde des Finales mit 8,19 m in Führung. In der vierten Runde verdrängten ihn der Panamaer Irving Saladino (8,34 m) und der Südafrikaner Godfrey Khotso Mokoena (8,24 m) zunächst auf den dritten Platz. Im sechsten und letzten Durchgang zog der Kubaner Ibrahim Camejo mit 8,20 m um einen Zentimeter an ihm vorbei und Makusha wurde schließlich Vierter.[2]

2009 verteidigte Makusha seinen NCAA-Titel erfolgreich. Nachdem er die folgende Saison verletzungsbedingt verpasste, zeigte er sich Anfang 2011 wieder in guter Form. Zunächst gewann er im Februar mit 8,15 m den Weitsprungwettbewerb bei den NCAA-Hallenmeisterschaften in Blacksburg. Im April gelang ihm ein Sprung auf 8,40 m, der aber wegen zu starken Rückenwinds nicht bestenlistenfähig war.[3] Wenig später steigerte er seine persönliche Bestleistung im 100-Meter-Lauf auf 9,97 s und lief damit simbabwischen Rekord.[4] Außerdem fand er so Eingang in den kleinen Kreis von Athleten, die sowohl die 8-Meter-Grenze im Weitsprung als auch die 10-Sekunden-Grenze über 100 Meter durchbrechen konnten. Bei den NCAA-Meisterschaften siegte er in beiden Disziplinen und erzielte dabei mit 9,89 s und 8,40 m jeweils persönliche Bestleistungen.[5] Ihm gelang damit als erst viertem Athleten in der Geschichte dieser Meisterschaften nach DeHart Hubbard, Jesse Owens und Carl Lewis ein solcher Doppelsieg.[6]

Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2011 in Daegu gewann Makusha mit 8,29 m die Bronzemedaille im Weitsprung.

Bestleistungen[Bearbeiten]

  • 100 m: 9,89 s (simbabwischer Rekord), 10. Juni 2011, Des Moines
  • 200 m: 21,57 s, 4. Juli 2006, Windhoek
  • Weitsprung: 8,40 m (simbabwischer Rekord), 9. Juni 2011, Des Moines
  • Dreisprung: 14,90 m, 4. Juli 2006, Windhoek

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. sports123.com: Athletics: All Africa Games: Men: 4 x 100 m Relay (englisch)
  2. Sports-Reference.com: Athletics at the 2008 Beijing Summer Games: Men's Long Jump (englisch)
  3. ESPN: Ngonidzashe Makusha wins long jump (englisch), 8. April 2011
  4. AllAfrica.com: Makusha Keeps Shining in U.S. (englisch), 24. April 2011
  5. leichtathletik.de: Deutsche Siege bei US-Studentenmeisterschaften, 11. Juni 2011
  6. IAAF: With 100m / Long Jump double win, Makusha joins legendary company - NCAA championships (englisch), 11. Juni 2011