Niamey V

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Haus im Stadtviertel Karadjé
Straßenmarkt im Stadtviertel Lamordé

Niamey V ist eines von fünf Arrondissements der nigrischen Hauptstadt Niamey.

Geographie[Bearbeiten]

Niamey V umfasst den gesamten am rechten Ufer des Flusses Niger gelegenen Teil der Stadt. Auch der zu Niamey gehörende Abschnitt des Flusses, seine Inseln und die Kennedybrücke liegen im Gebiet des Arrondissements Niamey V. Die Gefährdung durch Hochwasser ist in Niamey V, das 182 Meter über dem Meeresspiegel liegt, höher als in den Arrondissements am linken Niger-Ufer mit 220 Meter Seehöhe.[1]

Niamey V besteht aus 7 Stadtvierteln, 11 administrativen Dörfern und 19 Weilern. Die Stadtviertel sind Banga Bana, Gaweye, Karadjé, Kirkissoye, Lamordé, Nogaré und Pont Kennedy. Die administrativen Dörfer sind Diamowe, Ganguel, Gorou Kirey, Gorou-Banda, Kossey, Kourtere Boubacar, Kourtere Samboro, Neini Goungou, Saga Gourma, Saguia und Timere. Die Weiler sind schließlich Bibia, Birniol, Bougoum, Djadjire, Djolongou, Gossou Gorou, Hogole, Karel, Lamoudé, Lokoto, Lolosso, Loyae, Modibare, Seno Bally, Tchena Thayia, Tchongare, Tellititogol, Wouro Bellabe und Yoware.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

1970 wurde die Kennedybrücke über den Niger erbaut, wodurch die Besiedelung der rechten Flussseite verstärkt wurde. Bereits ein Jahr später wurde staatliche Abdou-Moumouni-Universität Niamey in Niamey V eröffnet. 1984 wurde Niamey in fünf Distrikte geteilt, wobei das Gebiet der rechten Flussseite den 5. Distrikt bildete. 1989 wurde der 5. Distrikt zur Stadtgemeinde Niamey III umgewandelt, die nicht mit dem heutigen Arrondissement Niamey III zu verwechseln ist. Seit 1996 trägt Niamey V seinen heutigen Namen. 2010 wurden die Stadtgemeinden Niameys in Arrondissements umgewandelt.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Niamey V 102.172 Einwohner.[2] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 132.271.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kokou Henri Motcho: La réforme communale de la communauté urbaine de Niamey. In: Revue de géographie alpine. Nr. 92, 2004. S. 111–124 (Online-Version)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mario Artuso: Urbanisation and Public Health. The Case of Commune 3 in Niamey, Niger. Centro Città del Terzo Mondo, Politecnico di Torino, Turin 2004, ISBN 978-88-96128-01-5 (Online-Version; PDF; 484 kB), S. 14.
  2. a b Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 8. November 2010.
  3. Programme d’orientation de la politique de développement de la Ville de Niamey: le Maire central Oumarou Moumouni Dogari face aux défis communaux. Le Sahel, 2012, abgerufen am 26. April 2013 (französisch).
  4. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).

13.5013888888892.0986111111111Koordinaten: 13° 30′ N, 2° 6′ O