Nicolas Lebègue

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nicolas Antoine Lebègue (Le Bègue) (* 1631 in Laon; † 6. Juli 1702 in Paris) war ein französischer Organist, Cembalist und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Nicolas Lebègue stammte aus einfachen Verhältnissen und erhielt die erste musikalische Unterweisung in einer Singschule in Laon. Um die Mitte der 1660er-Jahre ging er nach Paris und lebte dort wahrscheinlich bei Verwandten. Er muss nun regelmäßigen Unterricht – besonders im Orgelspiel – erhalten haben, denn sein Ruf als ausgezeichneter Instrumentalist verbreitete sich schnell. Wer seine Lehrer waren, ist allerdings nicht bekannt. Seit dem 18. Dezember 1664 wirkte er als Organist an Saint-Merry. Als Krönung seiner Organisten-Laufbahn wurde er im Jahre 1678 zu einem der vier Hoforganisten bestellt. In diesen Jahren war er in Paris als Organist, Orgelsachverständiger und Lehrer hoch angesehen. In den 1690er-Jahren verließ ihn allerdings das Glück. Durch einen Betrüger verlor er einen beträchtlichen Teil seines Vermögens und geriet in finanzielle Schwierigkeiten, auch gesundheitliche Probleme stellten sich ein. Er blieb jedoch bis zu seinem Ableben aktiv und konnte sich der Anerkennung seiner Zeitgenossen sicher sein.

Werk[Bearbeiten]

Lebègue schuf vorwiegend Werke für Tasteninstrumente. Es liegen zwei Bücher „Pièces de clavecin“ (1677–1687) vor, die insgesamt elf Suiten enthalten. Daneben stehen drei „Livres d'Orgue“ (1676, um 1678, um 1685). Weitere einzelne Werke finden sich in verschiedenen Sammlungen. Die Werke für Cembalo enthalten teilweise für seine Zeit weit fortgeschrittene chromatische Wendungen. Die Orgelwerke, insbesondere die des ersten Buches, sind von großer Virtuosität und weisen oft exakte Vorschriften zur Registrierung und zum Gebrauch des Pedals auf.

Weblinks[Bearbeiten]