Nicole Gohlke

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Nicole Gohlke (2011)

Nicole Gohlke (* 15. November 1975 in München) ist eine deutsche Kommunikationswissenschaftlerin und Politikerin. Sie ist Mitglied im Landesvorstand der Linken in Bayern und gehört seit Herbst 2009 als Abgeordnete dem Deutschen Bundestag an. Bei der Bundestagswahl 2013 war sie eine der acht Spitzenkandidaten der Partei.

Werdegang[Bearbeiten]

Gohlke legte 1995 ihr Abitur ab und studierte danach Kommunikationswissenschaft. Ihr Studium schloss sie mit dem Magister Artium ab. Von 2004 bis 2008 war sie als Projektleiterin im Eventmanagement sowie in der Markt- und Meinungsforschung tätig. Von Juni 2008 bis zu ihrem Einzug in den Bundestag war sie im Regionalbüro Süd der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag angestellt.

Politisiert wurde Gohlke 1991 in der Bewegung gegen den Zweiten Golfkrieg. Während ihres Studiums schloss sie sich 1997 den Studentenprotesten gegen die Sparpläne an den Universitäten an. 2001 kam sie zur globalisierungskritischen Bewegung Attac. Sie wurde Mitglied im Koordinierungskreis von Attac München, dem sie bis 2003 angehörte, und nahm im Sommer 2001 an den Protesten gegen den Weltwirtschaftsgipfel in Genua teil.

Als sich nach den Hartz-IV-Reformen einige SPD-Mitglieder aus Protest abspalteten und mit der WASG ihre eigene Partei gründeten, wurde Gohlke Mitglied. Im Juni 2006 folgte ihre Wahl in den Geschäftsführenden Landesvorstand der WASG in Bayern und nach der Fusion der Partei mit der Linkspartei.PDS gehört sie seit September 2007 dem Landesvorstand der Linken in Bayern an.

Gohlke war Mitglied der sich ursprünglich auf die Ideen des russischen Revolutionärs Leo Trotzki berufenden Gruppe Linksruck und ist Unterstützerin der Nachfolgeorganisation marx21.

Im Herbst 2008 trat sie bei der Landtagswahl in Bayern als Direktkandidatin im Stimmkreis München-Bogenhausen zur Wahl an und konnte 5,2 % der Erststimmen auf sich vereinigen. Bei der Bundestagswahl 2009 erhielt sie als Direktkandidatin im Wahlkreis München-Ost 5,9 % der Stimmen und zog über die Landesliste der Linken erstmals als Abgeordnete in den Deutschen Bundestag ein. Die Partei stellte sie im Januar 2013 als eine der acht Spitzenkandidaten auf.[1] Sie wurde wieder gewählt und gehört dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung an.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Palästina-Solidarität heute (in: Studienreihe des Kurt-Eisner-Vereins/RLS, „Zivilgesellschaftliche Bewegungen – Institutionalisierte Politik“, Begleittexte Nr. 10, Der Israel/Palästina Konflikt als Thema der politischen Bildung, Mai 2009; PDF; 282 kB)
  • mit Florian Butollo: Hochschule im Kapitalismus. VSA-Verlag, Hamburg 2012. Als Supplement der Zeitschrift Sozialismus 5/2012. Weblink

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nicole Gohlke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ulrich Schmid: Grosses Team für eine kleine Partei. nzz.ch vom 25. Januar 2013, abgerufen am 23. Februar 2013