Nicole Mitchell

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Dieser Artikel behandelt die US-amerikanische Musikerin; zur jamaikanischen Sprinterin siehe Nikole Mitchell

Nicole Mitchell (* 17. Februar 1967 in Syracuse (New York)) ist eine US-amerikanische Komponistin und Flötistin des Modern Creative.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Mitchell begann als klassische Musikerin, seit ihrem 15. Lebensjahr spielt sie Querflöte. Während ihres Studiums an der Universität in San Diego wurde sie erstmals mit Jazz konfrontiert; James Newton hatte einen großen musikalischen Einfluss auf sie. 1992 zog sie nach Chicago, wo Fred Anderson ihr Mentor war und sie nach kurzer Zeit Mitglied der Association for the Advancement of Creative Musicians wurde. Sie spielte in der Frauenband „Samana“ der AACM mit und gründete dann die Band „Tindanga Mama“. Seit 1995 arbeitete sie im Duo mit Hamid Drake. Ihre erste CD „Vision Quest“ (2001) war als spirituelle Reise konzipiert; auf ihrer zweiten CD „Africa Rising“ (2002) feierte sie die Traditionen Afrikas und entwickelte daraus eine afroamerikanische Perspektive. Ihre dritte CD „Hope, Future, and Destiny“ (2004) beruht auf einem interdisziplinären Großprojekt und vereint Tanz, Film, Dichtung und Jazz. Zur Zeit tritt sie international entweder mit ihrem Indigo Trio auf[1] oder mit ihrem großformatigen Black Earth Ensemble, mit dem sie auch das Album Black Unstoppable vorlegte. 2008 hat sie in Vancouver, wo sie zwei Jahre lang Gastkünstlerin beim Vancouver Creative Music Institute war, mit dem NOW Orchestra ihre Komposition „Through the Eyes of a Child“ vorgestellt.[2] 2010 führte sie als Artist in Residence mehrere Werke beim Chicago Jazz Festival auf. Auch trat sie in Gruppen von Rob Mazurek in Erscheinung.

Mitchell war seit 2006 als Vicepräsidentin der AACM für die Ausbildung junger Musiker verantwortlich. Seit August 2011 ist sie Professorin an der University of California, Irvine.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Down Beat-Poll wurde Mitchell mehrere Jahre hintereinander (2005 bis 2010) als führendes Flöten-Talent ausgezeichnet; 2010 und 2011 gewann sie den Kritikerpoll der Zeitschrift als führende Flötistin. 2010 zeichnete sie auch die Jazz Journalist Association als Jazzflötist des Jahres aus. 2011 erhielt sie den mit 75.000 Dollar dotierten Alpert Award.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beispielsweise 2011 in Strassburg; vgl. Diese Frau hat einen langen Atem! (Konzertkritik) und Mitschnitt (Indigo Trio & Michel Edelin The Ethopian Princess Meets the Tantric Priest bei RogueArt, 2011; mit Harrison Bankhead, Hamid Drake)
  2. NOW Orchestra mit N. Mitchell