Nicole Scherzinger

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Nicole Scherzinger (2012)
Unterschrift von Nicole Scherzinger

Nicole Prescovia Elikolani Valiente Scherzinger (* 29. Juni 1978 in Honolulu, Hawaii, USA) ist eine US-amerikanische Tänzerin und Sängerin. Sie wurde als Frontfrau der Pussycat Dolls bekannt, von denen sie sich 2010 trennte. Neben ihrer musikalischen Karriere ist sie auch als Schauspielerin tätig.

Jugend[Bearbeiten]

Nicole Scherzinger wurde in Honolulu geboren und ist russischer, deutscher, hawaiianischer und philippinischer Herkunft. Nach der Trennung von ihrem philippinischen Mann zog Scherzingers Mutter Rosemary mit den Kindern Nicole und Keʻala nach Louisville (Kentucky), da ihr neuer Mann, der deutsch-amerikanische Soldat Gary Scherzinger, dorthin versetzt wurde. Scherzinger bezeichnet diese Zeit als sehr schwierig, war sich aber schon damals sicher, Sängerin zu werden. Für sie stellte das Singen eine Möglichkeit dar, ihre Schüchternheit zu überwinden und Gefühle zu zeigen. Gleichzeitig nahm sie während der Schulzeit Schauspielunterricht. Für ihr erstes großes Stück stand sie im Louisville Actors Theater auf der Bühne.

Während der drei Jahre, in denen sie nach der Schule Schauspielerei und Tanz studierte, verdiente sie ihr Geld mit kleineren Jobs als Model. Als Travis Meeks von der Rockband Days of the New eine Sängerin suchte, nahm Scherzinger mit ihm eine Reihe von Demo-Tracks auf, setzte dann aber vorerst ihre Ausbildung fort. Schließlich hörte der Produzent Scott Litt ihre Demobänder und lud sie nach Los Angeles ein, um mit der Band deren zweites Album aufzunehmen. Nach der anschließenden Tour arbeitete Scherzinger an ihrer eigenen Musik.

Karriere[Bearbeiten]

2001 bewarb sich Scherzinger bei der amerikanischen Ausgabe von Popstars und wurde Mitglied der daraus hervorgegangenen Gruppe Eden’s Crush. Dem Debütalbum Popstars folgte eine Tour mit *NSYNC und Jessica Simpson. Aufgrund mangelnden Erfolges löste sich die Gruppe bereits 2002 wieder auf.

Pussycat Dolls[Bearbeiten]

Hauptartikel: Pussycat Dolls

2003 erfuhr Scherzinger durch eine ehemalige Kollegin bei Eden's Crush, dass das Tanzensemble Pussycat Dolls nach einer Leadsängerin suchte. Scherzinger sang vor und wurde aufgenommen. Nach dem Album PCD und einer Welttournee arbeitete die Gruppe lange Zeit an ihrem zweiten Album Doll Domination, das 2008 veröffentlicht wurde. Scherzinger war das einzige Gruppenmitglied, das auch selbst an den Liedern mitschrieb. Im Dezember 2010 verkündete Scherzinger ihren Ausstieg bei den Pussycat Dolls, nachdem die anderen Mitglieder die Gruppe bereits verlassen hatten.[1]

Solokarriere[Bearbeiten]

Scherzinger bei den Aufnahmen zu X Factor in New Jersey (2011).

Scherzinger arbeitete zwischen den Abschnitten ihrer Karriere und auch während der Zeit bei den Pussycat Dolls immer wieder an ihrem eigenen Soloalbum, bei dem ihr Produzenten wie Bryan Michael Cox, Scott Storch, Sean Garrett, Timbaland, Polow Da Don, Pharrell und Akon zur Hand gingen. Im März 2007 bestätigte sie, dass ihr Soloalbum den Titel Her Name Is Nicole tragen und im November 2007 in Deutschland veröffentlicht werden sollte. Da die Plattenfirma sich jedoch entschied, noch ein bis zwei weitere neue Songs aufzunehmen, wurde das Veröffentlichungsdatum zunächst auf März 2008 verschoben. Am 2. November 2007 erschien die erste Singleauskopplung "Baby Love" in Deutschland; das Album wurde letztendlich nicht veröffentlicht.

Anfang 2011 veröffentlichte Scherzinger ihre erste offizielle Solosingle "Poison", diese platzierte sich in vielen Ländern sehr erfolgreich in den Charts. Als zweite Single veröffentlichte sie "Dont Hold Your Breath", dieser ist bisher ihr erfolgreichster Solo-Hit. Weitere Songs aus dem Album Killer Love sind "Right There" mit 50 Cent, "Wet" und "Try with Me". Das Album wurde erstmals im März 2011 in Großbritannien veröffentlicht wo es schließlich Platz 8 der britischen Hitparade belegte. In Deutschland platzierte sich das Album auf Platz 85, während es in der Schweiz auf Platz 55 rangiert war.

Eine neue Single wurde im März 2013 in Grossbritannien veröffentlicht und heißt "Boomerang".[2] Im Februar 2014 wurde bekannt gegeben, dass Scherzinger einen $4.5 Million-Vertrag für mehrere Alben mit Sony unterschrieben hat. Dies beendet ihren 10-jährigen Plattenvertrag mit Interscope. [3]

Sonstiges[Bearbeiten]

Scherzinger war Jurorin in den ersten beiden Staffeln der amerikanischen A-cappella-Show The Sing-Off.[4] Im Mai 2010 wurde sie Siegerin der 10. Staffel von Dancing with the Stars.[5] Im August 2010 spielte Scherzinger zusammen mit Vanessa Hudgens im Musical Rent. Inszeniert wurde das Musical von Neil Patrick Harris.[6] Für das im November 2010 erschienene Remake zum Videospiel Goldeneye 007 für die Wii und Nintendo DS sang Scherzinger den Titelsong.[7]

Scherzinger war während der ersten Staffel in der amerikanischen Version der Castingshow The X Factor neben Simon Cowell, Paula Abdul und L. A. Reid Jurymitglied. Ursprünglich sollte Scherzinger neben dem britischen Moderator Steve Jones durch das Programm führen, ersetzte dann aber das Ex-Jury-Mitglied Cheryl Cole.[8] Im darauf folgenden Jahr wechselte sie zur britischen Version von 'The X Factor' und ersetzte dort Kelly Rowland in der Jury. Scherzinger wurde auch ein Jahr später, für die 10. Staffel, als Jurorin für £1.5-Millionen engagiert.

Persönliches[Bearbeiten]

Scherzinger war von 2008 bis Juli 2013 mit dem Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton liiert.[9] Im Januar 2014 kam es erneut zu einer Wiedervereinigung. [10]

In einer im Herbst 2012 veröffentlichten Dokumentation enthüllte Scherzinger, dass sie an Bulimie litt: "Ich habe nie Drogen genommen. Mich selber zu verletzen war meine Sucht. Die Musik war es, die mich rettete."[11]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[12] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2011 Killer Love 85
(1 Wo.)
55
(2 Wo.)
8
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. März 2011

Solo-Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[12] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2007 Baby Love 5
(12 Wo.)
21
(12 Wo.)
14
(17 Wo.)
14
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. November 2007
(featuring will.i.am)
2010 Poison
Killer Love
3
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Dezember 2010
2011 Don’t Hold Your Breath
Killer Love
65
(1 Wo.)
62
(3 Wo.)
1
(21 Wo.)
86
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. März 2011
Right There
Killer Love
61
(3 Wo.)
3
(16 Wo.)
39
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Juli 2011
(featuring 50 Cent)
Wet
Killer Love
21
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Oktober 2011
Try with Me
Killer Love
18
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Dezember 2011
2013 Boomerang 6
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. März 2013[2]

Singles als Gastmusikerin[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[12] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2006 Lie About Us
Director
Erstveröffentlichung: 22. Juli 2006
(mit Avant)
Come to Me
Press Play
6
(18 Wo.)
8
(16 Wo.)
3
(23 Wo.)
4
(12 Wo.)
9
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. September 2006
(mit P.Diddy)
2008 Scream
Shock Value
9
(12 Wo.)
18
(16 Wo.)
45
(12 Wo.)
12
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. März 2008
(mit Timbaland & Keri Hilson)
2009 Jai Ho! (You Are My Destiny)
Doll Domination 2.0
29
(9 Wo.)
18
(11 Wo.)
7
(22 Wo.)
3
(22 Wo.)
15
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. März 2009
(mit A. R. Rahman und den Pussycat Dolls)
2010 We Are the World 25 for Haiti[13] 50
(1 Wo.)
2
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Februar 2010
(als Artists for Haiti)
Heartbeat
Euphoria
8
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Juli 2010
(mit Enrique Iglesias)
2011 Coconut Tree
MoveMeant
Erstveröffentlichung: 4. April 2011
(mit Mohombi)
2013 Fino All'Estasi
Noi
Erstveröffentlichung: 11. Juni 2013
(mit Eros Ramazzotti)
Missing You Erstveröffentlichung: 8. September 2013
(mit Alex Gaudino)

Promo-Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[12] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2007 Whatever U Like Erstveröffentlichung: 30. Juli 2007
(featuring T.I.)
Supervillain Erstveröffentlichung: 13. November 2007
nur als Download
Puakenikeni Erstveröffentlichung: 18. Dezember 2007
nur als Download

Weiteres[Bearbeiten]

  • 2001: I Saw You; I’m Getting There (aus Love’s a Woman’s Game)
  • 2003: Breakfast in Bed (aus 50 erste Dates – Soundtrack)
  • 2005: If U Can’t Dance (mit Will Smith, aus Lost & Found)
  • 2005: Supa Hypnotic; Don’t Ask Her That (mit Shaggy, aus Clothes Drop)
  • 2006: Il mio miracolo (You Are My Miracle) (mit Vittorio Grigolo, aus Vittorio)
  • 2007: Winning Women (mit Rihanna)
  • 2007: Papi Lover (mit Daddy Yankee)
  • 2007: Fire (mit 50 Cent, aus Curtis)
  • 2008: Heartbeat (mit Pharrell) (Demo Version für Madonna)
  • 2010: Baby Can’t Drive (mit Slash aus Slash)
  • 2010: Cold (produziert von Dave Audé)
  • 2010: Nobody Can Change Me
  • 2011: Guns & Roses
  • 2012: Hollywood (mit Flo Rida)
  • 2013: Far Away From Home (mit Will.i.am)
  • 2013: Io Ti Penso Amore (mit David Garrett)
  • 2013: The Greatest Love of All (mit Jahméne Douglas)

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Scherzinger verlässt Pussycat Dolls. In: fan-lexikon.de. Abgerufen am 5. Dezember 2010.
  2. a b Nicole Scherzinger: 'Boomerang' - Single review. In: digitalspy.co.uk. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  3. Scherzinger hat neues Plattenlabel (Englisch) In: onepopz.com. Abgerufen am 19. Februar 2014.
  4. Scherzinger in "The Sing-Off". In: imdb.de. Abgerufen am 19. Januar 2011.
  5. Scherzinger ist DWTS-Siegerin. In: bunte.de. Abgerufen am 26. Mai 2010.
  6. Scherzinger im RENT-Musical. In: bluewin.ch. Abgerufen am 4. August 2010.
  7. Neuaufnahme zu "Goldeneye". In: nintendo-lan.de. Abgerufen am 25. Oktober 2010.
  8. Scherzinger ergattert Juryplatz. In: news.ch. Abgerufen am 28. Juni 2011.
  9. http://www.sueddeutsche.de/panorama/saengerin-und-rennfahrer-nicole-scherzinger-und-lewis-hamilton-trennen-sich-schon-wieder-1.1710256
  10. <http://www.motorsport-total.com/f1/splitter/2014/01/hamilton-und-scherzinger-wieder-zusammen-14011308.html
  11. Scherzinger litt an Bulimie. In: gala.de. Abgerufen am 8. Oktober 2012.
  12. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK
  13. We Are the World 25 for Haiti

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nicole Scherzinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien