Nidderau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Nidderau
Nidderau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Nidderau hervorgehoben
50.2430555555568.8813888888889127Koordinaten: 50° 15′ N, 8° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 127 m ü. NHN
Fläche: 46,73 km²
Einwohner: 19.949 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 427 Einwohner je km²
Postleitzahl: 61130
Vorwahl: 06187
Kfz-Kennzeichen: MKK, GN, SLÜ
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 021
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Steinweg 1
61130 Nidderau
Webpräsenz: www.nidderau.de
Bürgermeister: Gerhard Schultheiß (SPD)
Lage der Stadt Nidderau im Main-Kinzig-Kreis
Niederdorfelden Schöneck (Hessen) Nidderau Maintal Hanau Großkrotzenburg Rodenbach (bei Hanau) Erlensee Bruchköbel Hammersbach Neuberg (Hessen) Ronneburg (Hessen) Langenselbold Hasselroth Freigericht (Hessen) Gründau Gelnhausen Linsengericht (Hessen) Biebergemünd Flörsbachtal Jossgrund Bad Orb Wächtersbach Brachttal Schlüchtern Birstein Sinntal Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Steinau an der Straße Steinau an der Straße Bad Soden-Salmünster Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Bayern Landkreis Offenbach Offenbach am Main Frankfurt am Main Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Gießen Wetteraukreis HochtaunuskreisKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Nidderau liegt am nordöstlichen Rand des Rhein-Main-Gebiets im Main-Kinzig-Kreis in Hessen.

Nidderau ist die fünftgrößte Stadt des Main-Kinzig-Kreises.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt in der südlichen Wetterau und grenzt an die südwestlichen Ausläufer des Vogelsbergs, gehört aber verwaltungstechnisch noch zum Main-Kinzig-Kreis (in den 1970er Jahren Landkreis Hanau). Der Fluss Nidder gab der Stadt ihren Namen. Nidderau war im Jahr 2007 (wie auch schon in den Jahren 2004 und 2005) mit 1883 Sonnenstunden der sonnenreichste Ort in Hessen.

Nachbargemeinde und -kreise[Bearbeiten]

Nidderau grenzt im Westen an die Stadt Karben, im Nordwesten an die Stadt Niddatal, im Norden an die Gemeinde Altenstadt (alle Wetteraukreis), im Osten an die Gemeinden Limeshain (Wetteraukreis) und Hammersbach, im Süden an die Stadt Bruchköbel sowie im Südwesten an die Gemeinde Schöneck.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Stadt Nidderau entstand durch den Zusammenschluss der Stadt Windecken und der Gemeinde Heldenbergen im Zuge der Gebietsreform des Landes Hessen am 1. Januar 1970.[2] Aus diesem Grund setzt sich das Nidderauer Stadtwappen bis heute nur aus dem Windecker und Heldenberger Wappen zusammen.

Am 31. Dezember 1971 schlossen sich die nördlicher gelegenen Orte Eichen und Erbstadt an. Zuletzt folgte Ostheim am 1. Juli 1974.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Rathaus der Stadt Nidderau

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
40,4 %
29,3 %
19,0 %
9,5 %
1,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,5 %p
-3,4 %p
+9,6 %p
-0,3 %p
-1,4 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 40,4 15 44,9 17
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 29,3 11 32,7 12
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 19,0 7 9,4 3
FWG Freie Wählergemeinschaft Nidderau 9,5 3 9,8 4
FDP Freie Demokratische Partei 1,9 1 3,3 1
gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 49,3 49,5

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der seit Mai 1997 amtierende Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD), wurde am 30. November 2008 im ersten Wahlgang mit 70,5 % der Stimmen für eine dritte Amtsperiode wiedergewählt.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Am 4. Mai 1971 wurde der Gemeinde Nidderau im damaligen Landkreis Hanau ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: Im gespaltenen Schild vorn drei goldene Sparren in Rot, hinten in Gold ein einköpfiger schwarzer Reichsadler am Spalt.[5]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Nidderau unterhält seit dem 1. September 1991 eine Partnerschaft mit dem thüringischen Gehren. Das ungarische Kurd ist seit dem 11. März 2000 ein sogenannter Kooperationspartner von Nidderau.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Nidderau liegt an der Bahnstrecke Friedberg–Hanau und an der Niddertalbahn. Von dort aus bestehen Verbindungen nach Frankfurt am Main, Hanau, Friedberg (Hessen) und Stockheim (Glauburg).

Sehenswürdigkeiten und Tourismus[Bearbeiten]

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

kath. Kirche Heldenbergen
  • Wilhelm Adam (1893 - 1978) – Politiker und General
  • Dietmar Köppel (*1959) – Schauspieler (Ein Fall für Zwei, Tatort, Judenbuche, Kadettenmord, u.a.), Sänger, Regisseur. Er war unter anderem am Schauspiel Frankfurt und Volkstheater Frankfurt engagiert.
  • Heinrich Kurz – Erfinder des sog. Süßen Heinrich, eines Zuckerstreuers. Er meldete auch ein Patent zur Geradestellung des Schiefen Turms von Pisa an.
  • Rodolphe Lindt (1855 - 1909) – Die Vorfahren des Erfinders der Conche haben bis ins 19. Jahrhundert eine Bäckerei in Windecken besessen.
  • Katharine Mehrling (*1974 oder 1975) – Sängerin, Musicaldarstellerin (Piaf, Cabaret, Les Misérables, Jekyll & Hyde), Schauspielerin (Goldener Vorhang für Ewig Jung; Operation Walküre)
  • Bernd Reuter (*1940) – Deutscher Politiker (SPD) und ehemaliger Bundestagsabgeordneter.
  • Simone Reuthal (*1979) – Radio- und Fernsehmoderatorin (Planet Radio, MTV2 Pop, KI.KA, Tabaluga tivi)
  • Ernst Schneider (1900 - 1977) – Unternehmer und Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)
  • Karl Seifried – Geboren am 15. Oktober 1914 in Heldenbergen, gründete 1948 das Reisebüro Ameropa. Sein Erfolg machte es ihm möglich, die Karl und Else Seifried-Stiftung zu gründen, die sich die Erforschung unheilbarer Krankheiten, den Bau eines Kinderhauses sowie die Unterstützung von Alten, Kranken, Misshandelten u.a. in Nidderau zum Ziel gesetzt hat.
  • Lassa Oppenheim (* 30. März 1858 in Windecken; † 7. Oktober 1919 in Cambridge), war ein deutscher Jurist, der als Mitbegründer des modernen Völkerrechts gilt.

Schulen in Nidderau[Bearbeiten]

In der Stadt Nidderau gibt es vier Grundschulen, die Grundschule Ostheim, die Albert-Schweitzer-Schule Nidderau im Ortsteil Heldenbergen, die Kurt Schumacher-Schule in Windecken und die Paul Maar-Schule in Eichen. Darüber hinaus gibt es mit der Johann Hinrich Wichern-Schule im Stadtteil Ostheim eine Schule für Lernhilfe und Sprachheilschule und in Heldenbergen die Bertha von Suttner-Schule, eine integrierte Gesamtschule für die Klassen 5 bis 10.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 17. Dezember 1969 — IV A 22 — 3 k 08/05 — 3/69 — Betrifft: Zusammenschluß der Gemeinde Heldenbergen im Landkreis Friedberg und der Stadt Windecken im Landkreis Hanau zur Stadt „Nidderau“ im Landkreis Hanau (StAnz. 1/1970 S. 5)
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 367.
  4. http://www.statistik-hessen.de/themenauswahl/wahlen/daten/direktwahlen/nidderau-st/1521/index.html
  5. Genehmigung eines Wappens durch den Hessischen Minister des Innern vom 4. Mai 1971 (StAnz. S. 857) Seite 1 der tif-Datei 5,29 MB

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nidderau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien