Nidularium

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nidularium
Nidularium innocentii var. innocentii

Nidularium innocentii var. innocentii

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Bromelioideae
Gattung: Nidularium
Wissenschaftlicher Name
Nidularium
Lem.

Nidularium ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Bromelioideae, die zur Familie Bromeliengewächse (Bromeliaceae) gehört.

Nur in den Regenwaldgebieten des östlichen Brasiliens gibt es die Gattung Nidularium. Ihr Gattungsname (lat. nidus = Nest, nidularius = nestartig) nimmt Bezug auf die in der Zisternenmitte nistenden Blütenstände, sie ragen kaum über den Blatttrichter hinaus. Dabei ist etwas verwirrend, dass bei der ähnlichen und nahverwandten Gattung Neoregelia, die Sprossachse viel stärker gestaucht ist und so Neoregelia-Arten alle viel stärker nistend sind. Bei einigen Nidularium-Arten sind die Sprossachsen sogar gar nicht gestaucht und der Blütenstand ragt deutlich aus dem Trichter heraus. Meist haben sie sehr dekorativ gefärbte Hochblätter.

Beschreibung[Bearbeiten]

Nidularium-Arten wachsen überwiegend epiphytisch als ausdauernde krautige Pflanzen. Derbe Blätter sitzen an einer gestauchten Sprossachse und bilden Trichter, in denen Wasser gesammelt wird. Die Laubblätter sind leicht bewehrt.

Die Blütenstände haben oft stark gestauchte Sprossachsen. Die dreizähligen, pentazyklischen (fünf Blütenblattkreise), zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind oft blau oder weiß. Der Fruchtknoten ist unterständig.

Blütenformel: \star \; K_{(3)} \; oder \; K_3 \; [C_{(3)} \; A_{3+3}]  \; G_{\overline{(3)}}

Es werden Beeren gebildet.

Einige Arten und Sorten (es gibt auch Sorten mit panaschierten Blättern) werden in Spezialgärtnereien angebaut und so findet man sie ab und zu in Gartencentern und Blumengeschäften. Sie eignen sich sehr gut als Zimmerpflanzen, da sie sehr einfach zu pflegen sind.

Nidularium fulgens, Habitus und Blütenstand mit gestauchter Blütenstandsachse und roten Hochblättern.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Nidularium wurde von Charles Antoine Lemaire (belgischer Gärtner und Botaniker) 1854 beschrieben. Lange Zeit wurde Nidularium in zwei Untergattungen gegliedert, seit 1998 erhielt eine davon, Canistropsis, den Status einer Gattung (Beispiel: Canistropsis billbergioides Syn.: Nidularium billbergioides).

Es gibt über 40 Nidularium-Arten, vollständige Liste nach Luther 2008:

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nidularium – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien