Rebbeke

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51.7091666666678.459722222222282Koordinaten: 51° 42′ 33″ N, 8° 27′ 35″ O

Rebbeke
Stadt Lippstadt
Wappen von Rebbeke
Höhe: 82 m ü. NN
Fläche: 12 km²
Einwohner: 542 (31. Dez. 2013)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 59558
Vorwahl: 02948

Rebbeke ist ein östlicher Stadtteil von Lippstadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Soest.

Die Ortschaft hat 542 Einwohner, und die Bebauung besteht zum größten Teil, zumindest im Ortskern, aus Einfamilienhäusern. Im näheren Umfeld gibt es überwiegend Bauernhäuser.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Rebbeke liegt direkt an der Lippe im Südosten der Westfälischen Bucht.

Nachbarorte[Bearbeiten]

An Rebbeke grenzen, beginnend im Norden im Uhrzeigersinn, der Delbrücker Stadtteil Westenholz und der Salzkottener Stadtteil Mantinghausen (beide Kreis Paderborn, Regierungsbezirk Detmold) sowie die Lippstädter Stadtteile Garfeln, Hörste und Lipperode.

Ortschaftsgliederung[Bearbeiten]

Zur ehemaligen Gemeinde Rebbeke, dem heutigen Lippstädter Stadtteil, gehören neben Rebbeke selbst auch Mettinghausen und Niederdedinghausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Alte Schule Mettinghausen

Wie die Nachbarn am nördlichen Ufer der Lippe, Mantinghausen und Niederdedinghausen, geht auch Rebbeke auf altsächsische Ansiedlungen zurück, worauf die Verwendung des Wortteils -husen (für Häuser, Siedlung) hindeutet. Des Weiteren ist anzunehmen, dass es sich bei Methin um den ersten Siedler beziehungsweise den Siedlungsgründer des Ortes handelte. Nach der Ortsnamensforschung sind alle drei Siedlungen Rebbeke, Mettinghausen und Niederdedinghausen der sächsischen Landnahmezeit des frühen Mittelalters zuzuordnen. Diese Entstehungszeit wird durch urkundliche Belege nicht bestätigt.

Die erste urkundliche Erwähnung Mettinghausens, villa Methinchusen, stammt aus dem Jahre 1194 durch eine Stiftsurkunde der Pfarrkirche Hörste. Eine mittelalterliche Erwähnung Rebbekes selbst ist bisher nicht bekannt. Kirchlich gehören alle drei Orte mit großer Wahrscheinlichkeit seit dem hohen Mittelalter zur Pfarrei Hörste. Möglicherweise ist die Nachbarschaftslage zu diesem alten Kirchort Ursache dafür, dass in der Gemeinde Rebbeke weder eine Kirche noch eine Kapelle entstanden ist.

Das Gebiet von Rebbeke gehört schon seit karolingischer Zeit zum Gebiet des späteren Hochstifts Paderborn.

1802 verliert das Hochstift Paderborn mit der Besetzung durch Preußen seine staatliche Selbständigkeit, fällt aber bereits 1807 für wenige Jahre an das Königreich Westfalen und 1813 nach der napoleonischen Niederlage an Preußen zurück. Rebbeke wird der 1815 gegründeten Provinz Westfalen eingegliedert und kommt durch Erlass der Königlichen Regierung in Minden an den 1816 gegründeten Kreis Büren.

Dabei bilden die vier Bauerschaften Mantinghausen, Mettinghausen, Niederdedinghausen und Rebbeke gemeinsam die Gemeinde Rebbeke.

Bei Einteilung der Landkreise in Ämter kommt Rebbeke zum Amt Boke, das 1859 mit dem Amt Salzkotten zum Amt Salzkotten-Boke zusammengelegt wird. 1861 wird Mantinghausen von Rebbeke getrennt und damit eine selbständige Gemeinde.[2]

Religionen[Bearbeiten]

Die Mehrheit der Bevölkerung von Rebbeke ist katholisch und gehört innerhalb des Pastoralverbundes Esbeck-Hörste-Bökenförde zur katholischen Pfarrgemeinde Sankt Martinus Hörste des Dekanats Lippstadt-Rüthen im Erzbistum Paderborn.

Eingemeindung[Bearbeiten]

Vor dem 1. Januar 1975 gehört die damalige Gemeinde Rebbeke zum Amt Salzkotten-Boke im Kreis Büren. Mit Inkrafttreten des Münster/Hamm-Gesetzes an diesem Tage werden die drei westlichen Lippegemeinden des Amtes, neben Rebbeke auch Garfeln und Hörste, in die Stadt Lippstadt, bisher Kreis Lippstadt, eingegliedert und kommen dadurch zum Kreis Soest, Regierungsbezirk Arnsberg.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1818: 728
  • 1843: 868
  • 1871: 478
  • 1885: 493
  • 1905: 497
  • 1925: 495
  • 1933: 506
  • 1939: 494
  • 1946: 742
  • 1950: 700
  • 1957: 606
  • 1963: 578
  • 1965: 596
  • 1972: 618
  • 2005: 578
  • 2011: 534
  • 2013: 542

Altersstruktur[Bearbeiten]

Alter Einwohner
0-19 111
20-64 322
ab 65 101

Politik[Bearbeiten]

Ortsvorsteher[Bearbeiten]

  • Franz Hoppe (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Ehemaliges Gemeindewappen von Rebbeke

Beschreibung

In Rot eine gestürzte goldene (gelbe) Spitze, darin ein rotes, mit der Spitze nach unten weisendes Schwert.

Bedeutung Die Farben Rot und Gold sind die des Hochstifts Paderborn, dem Rebbeke bis zu dessen Auflösung angehörte; das Schwert als Gerichtssymbol verweist auf den alten Freistuhl.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In seiner gegenwärtigen Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur unterscheidet sich Rebbeke ganz beträchtlich von den Nachbarorten Hörste und Mantinghausen. Der Charakter einer rein bäuerlichen Gemeinde ist hier weitgehend erhalten. Auch in jüngster Zeit ist keinerlei nennenswerte Neubautätigkeit zu beobachten. Die Landwirtschaft ist der dominierende lokale Wirtschaftszweig.

Als wichtiges ansässiges Unternehmen ist die Möbelfabrik Langhorst in Rebbeke zu nennen.

Rebbeker Feuerwehrhaus

Rebbeke verfügt über eine Freiwillige Feuerwehr, in der sich die Feuerwehrleute aus Rebbeke, Mettinghausen und Mantinghausen zusammengeschlossen haben.

Die Alte Schule in Mettinghausen ist Treffpunkt für alle möglichen Veranstaltungen, Fußballspiele und private Feiern.

Sowohl in Rebbeke als auch in Mettinghausen können die Kunden über die Telefonleitung DSL empfangen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Rebbeke wird fälschlicherweise oft Rebbecke geschrieben.

Es gibt die Möglichkeit für Jugendliche über 13 Jahren, zu dem offenen Jugendtreff nach Hörste zu gehen.

Rebbeke hat mit dem Salzkottener Stadtteil Mantinghausen eine gemeinsame Schützenbruderschaft.

Im Kreiswettbewerb 2011 „Unser Dorf hat Zukunft“ ist die Gemeinde Rebbeke auf Platz drei gelandet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rebbeke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2013, abgerufen am 19. Januar 2014
  2.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 334f.